Auszeichnungen für frauenfreundliche MINT-Unternehmen
Manche Frau würde sich im Vorstellungsgespräch lieber die Zunge abbeißen, als den Personalchef nach der Unternehmensphilosophie hinsichtlich Vereinbarkeit von Job und Familie zu fragen. In einem scheinbar aufgeklärten Jahrzehnt, in dem Verständnis für so vieles herrscht, machen vor allem Berufsanfängerinnen einen großen Bogen um diese wichtige Fragestellung. Schließlich haben sie Angst, sich damit ins sichere Job-Aus zu katapultieren.
Selbst wenn Unternehmen sich damit brüsten, ›frauenfördernd‹ mit allen Konsequenzen zu sein – die Wirklichkeit sieht durchaus anders aus. Dabei verlangt der vielzitierte Fachkräftemangel vor allem im MINT-Bereich nach hochqualifizierten Frauen. Auf der ›women & work‹, der Messe für weibliche Talente, fanden sich im Mai diesen Jahres speziell die Unternehmen zusammen, für die Kinder kein Ausschlusskriterium für Karriere darstellt. »Die Unternehmen, die hier präsent sind, finden lösungen und bieten oftmals schon hervorragende Familien- und Wiedereinstiegsprogramme.
Frauen haben endlich die Chance, freier in den Job einzusteigen und ihr persönliches sowie berufliches Potenzial voll entfalten zu können«, erklärt Melanie Vogel, Initiatorin der Messe. Dabei stellt sich gleichzeitig die Frage, wie sich die Unternehmen den Frauen als attraktiver Arbeitgeber präsentieren können – welche Sprach- und Kommunikationsstrategien einzusetzen sind.



