"Keine Trockenübungen"
Herr Glüsenkamp, woher rührt Ihre persönliche Begeisterung für IT?
In meinem Physikstudium habe ich die Schwerpunkte ›Nichtlineare Zeitreihenanalyse‹ und ›Neurophysik‹ gewählt. Die Modellierung und Analyse dieser Prozesse nennt man ›Computational Physics‹ und waren eine spannende Aufgabe.
Warum haben Sie sich nach dem Studium für das Traineeprogramm bei GD-Informatik entschieden?
Im Physikstudium gibt es nicht so oft die Möglichkeit, einen Blick in die Praxis zu werfen, wie es in anderen Studiengängen üblich ist. Daher habe ich nach dem Diplom einen Berufseinstieg gesucht, bei dem ich die Chance erhalte, verschiedene Projekte und Schwerpunkte kennenzulernen. Das Traineeprogramm der GD-Informatik bietet genau diese Möglichkeiten. Darüber hinaus erweitern wir Trainees in Seminaren unseren Horizont, sowohl im fachlichen Bereich zu Versicherungsund IT-Themen als auch zu Inhalten wie Kommunikation und Konfliktmanagement.
Wie verlief der Auswahlprozess?
Nachdem ich meine Bewerbung geschickt hatte, wurde ich zu einem Telefoninterview eingeladen. Hierbei wurden mir allgemeine Fragen zu meinem Werdegang und meinen beruflichen Interessen gestellt. Danach erhielt ich eine Einladung zum Assessment-Center der GD-Informatik in Bensberg bei Köln. Dort wurden die Kandidaten in verschiedenen Übungen getestet. Ich habe das Assessment-Center als sehr angenehm empfunden, da die Veranstaltung zwar sehr fordernd, aber auch wertschätzend den Bewerbern gegenüber war. Im Anschluss erhielt ich einen Anruf, in dem mir das Ergebnis des ACs mitgeteilt wurde. Darüber hinaus erhielt ich dabei auch das Angebot, als Trainee bei der GD-Informatik zu starten.
Wie ist das Traineeprogramm bei GD-Informatik gegliedert – zeitlich und inhaltlich?
Das Programm läuft über ein Jahr, wobei jeder Trainee drei Stationen von jeweils vier Monaten durchläuft. In den Stationen werden die Trainees in das Tagesgeschäft der Abteilungen oder Projekte eingebunden. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Seminaren und regelmäßige Traineetreffen, die dem Erfahrungsaustausch dienen. Hinzu kommt, dass die Trainees eigene Projekte in Teams bearbeiten, die von verschiedenen Abteilungen oder Unternehmen der Generali Deutschland Gruppe vergeben wurden. Deshalb sind diese Projekte keine Trockenübungen. Die Ergebnisse dienen den Führungskräften als Entscheidungsgrundlage.
Welche Aufgaben übernehmen Sie während des Traineeprogramms?
Ich habe bisher in zwei Projekten mitgearbeitet. Im ersten Projekt assistierte ich dem Projektleiter bei der Einführung eines neuen Bankenkommunikationssystems. In meiner zweiten Station arbeite ich an Datenmodelländerungen für Lebensversicherungsprodukte. Meine letzte Station darf ich im Risikomanagement des Controllings der Generali Informatik absolvieren.
Welche Karriereoptionen stehen Ihnen nach Beendigung des Traineeprogramms offen?
Prinzipiell stehen den Trainees alle Möglichkeiten offen. Es ist nur wichtig, selbst die Initiative zu ergreifen und sich klar zu machen, welche Richtung man einschlagen möchte.
Was sollten Studenten an Qualifikationen mitbringen, um bei GD-Informatik einsteigen zu können?
Wichtig ist sicherlich eine Affinität zur IT, um bei der GD-Informatik Fuß zu fassen. Da die Trainees direkt mit anpacken, ist es auch wichtig, sich schnell in Zusammenhänge und Themengebiete einarbeiten zu können. Ich als Physiker bin sicherlich ein sehr gutes Beispiel dafür, dass kein spezieller wissenschaftlicher Forschungshintergrund notwendig ist.
Generali ist eine große Versicherungsgruppe – warum ist der Einstieg auch für ITler interessant?
Ohne IT würde in einer Versicherung der heutigen Zeit nichts mehr funktionieren. Angefangen beim Schriftgutmanagement über verschiedene Versicherungssysteme und der Betriebsinfrastruktur bis hin zu Kommunikationssystemen und der Softwareentwicklung ist ein Großteil durch IT gesteuert. Daher gibt es viele sehr verschiedene Möglichkeiten für ITler, bei einem versicherungsinternen IT-Dienstleister tätig zu werden. Speziell Berufsanfänger erhalten so natürlich die Chance, ihre Interessen zu verfolgen und sich darüber hinaus weiterzuentwickeln.
- Links:
- www.generali-informatik.de



