Die andere Perspektive


Nicht in den Hochhausschluchten des Frankfurter Bankenviertels, sondern außerhalb der Innenstadt liegt die Zentrale der Deutschen Bundesbank. Doch genau das macht den besonderen Blick auf die Banken erst möglich.

In direkter Nachbarschaft zum Frankfurter Fernsehturm arbeitet circa ein Viertel der bundesweit rund 11.000 Beschäftigten der Bundesbank. Dort haben viele von ihnen bei einem Blick aus dem Büro fenster die Banken – und damit einen entscheidenden Faktor für ihre Arbeit – im Blick. Denn egal, ob bei der Mitgestaltung der europäischen Geldpolitik, der Bankenaufsicht, den Aufgaben im Zusammenhang mit Bargeld und dem unbaren Zahlungsverkehr oder der Beobachtung des Finanz- und Währungssystems: 

Die Geschäfte der Banken und die Entwicklungen an den Finanzmärkten sind wichtige Größen, die die Bundesbank bei ihrer Arbeit berücksichtigen muss. Doch nicht nur die Frankfurter Bankentürme gilt es im Blick zu halten. Als eine der größten Zentralbanken weltweit ist die Bundesbank auch auf internationaler Ebene aktiv. Repräsentanten vertreten die Bank in europäischen und internationalen Gremien und befassen sich dort mit einer breiten Palette von Fragen der internationalen Wirtschafts- und Währungspolitik und des internationalen Finanzsystems. Gerade durch diese Kooperation auf internationaler Ebene werden die Aufgaben immer anspruchsvoller und komplexer. Und deswegen sucht die Bundesbank für verschiedene Einstiegswege regelmäßig engagierte und motivierte Nachwuchskräfte. 

Das Traineeprogramm der Bundesbank richtet sich an Absolventen, die einen Master oder einen gleichwertigen Bildungsabschluss mit wirtschaftswissenschaftlicher Ausrichtung erworben haben. Es bietet die Möglichkeit, innerhalb von zwölf Monaten die Arbeit in verschiedenen Fachbereichen kennenzulernen. In den Praxisphasen, die in der Frankfurter Zentrale, aber auch wahlweise in einer der neun Hauptverwaltungen der Bundesbank absolviert werden, gewinnen Trainees Einblicke in die täglichen Aufgaben der von ihnen selbst ausgewählten Fachbereiche und unterstützen diese durch ihre Mitarbeit.

Diese Praxisaufenthalte werden durch Theoriemodule zu den Kerngeschäftsfeldern der Bundesbank ergänzt. Bereits während des Traineeprogramms können sich die Teilnehmer auf ihren Wunschjob bewerben und werden – gegebenenfalls vorzeitig – in ein unbefristetes Angestelltenverhältnis übernommen. Zum generalistisch ausgerichteten Einstieg in die höhere Beamtenlaufbahn bietet die Bundesbank Wirtschafts- und Rechtswissenschaftlern zudem das Referendariat an. Im Laufe von 21 Monaten lernen die Referendare neben der Zentrale und den Hauptverwaltungen auch die Filialen kennen und arbeiten ebenfalls in verschiedenen Fachbereichen in der Zentrale und in einer Hauptverwaltung mit. Gemeinsam mit den Trainees absolvieren auch sie die Theoriemodule. Vor einem Einsatz im höheren Bankdienst müssen allerdings schriftliche und mündliche Abschlussprüfungen durchlaufen werden. 

Wer nach dem erfolgreichen Studienabschluss unmittelbar in den Job starten möchte, hat die Möglichkeit, sich auf extern ausgeschriebene Stellen direkt zu bewerben. Nach einer Einarbeitung übernehmen Absolventen hier bereits nach kurzer Zeit selbstständig ein bestimmtes Aufgabengebiet. Voraussetzung hierfür ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium in einer zur jeweiligen Stelle passenden Fachrichtung. Besonders gefragt sind neben wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen auch Absolventen mathematisch ausgerichteter Fächer. Gerne gesehen werden außerdem Erfahrungen im jeweiligen Aufgabengebiet. Von allen Nachwuchskräften erwartet die Deutsche Bundesbank ausgeprägte analytische Fähigkeiten und wegen der vielfältigen internationalen Bezüge gute Englischkenntnisse. Dafür bietet die Deutsche Bundesbank neben Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf einzigartige Aufgaben und vielfältige persönliche und fachliche Entwicklungsmöglichkeiten. 

Die Bewerbungsfrist für die Einstiegsprogramme läuft ab Dezember 2009. 

Infos zu allen Einstiegsmöglichkeiten unter: 
www.bundesbank.de/personal/personal.php 

 


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