Das 32. Planspiel Börse ist zu Ende – wir haben mit den Erstplatzierten gesprochen!

Das Planspiel Börse für Studenten der Sparkassen-Finanzgruppe war auch in der 32. Spielrunde eine willkommene Möglichkeit, sich auf dem Börsenparkett auszuprobieren. 4.745 Teams aus Deutschland, Luxemburg, Frankreich und Italien haben am Wettbewerb, der diesmal unter dem Thema Wasser stand, teilgenommen. Das Ziel des Börsenspiels ist es, die 100.000 Euro virtuelles Startkapital innerhalb von zehn Wochen durch geschickte An- und Verkäufe von Wertpapieren zu vermehren. Dabei wird aber nicht nur das Team ausgezeichnet, das die größten Gewinne erzielt hat. Vielmehr gibt es noch einen Nachhaltigkeitswettbewerb, bei dem Anlagestrategien im Mittelpunkt stehen, die nachhaltige Entwicklungen fördern. Die Siegerteams dürfen sich über 1.500 Euro freuen, die Zweitplatzierten über 1.000 Euro und die Teams auf dem dritten Platz über 500 Euro. Wir haben mit den Erstplatzierten des Wettbewerbs gesprochen und sie nach ihrer Taktik und Motivation gefragt!

Michael Hader, Erstplatzierter beim 32. Planspiel Börse der Sparkassen.
Michael Hader, Erstplatzierter beim 32. Planspiel Börse der Sparkassen.

Michael Hader, mit 125.266 Euro Sieger in der Depotgesamtwertung, ist bereits ein alter Hase beim Planspiel Börse. Der 24-Jährige hat zudem seit sechs Jahren eine eigene Firma und Erfahrung auf dem Börsenparkett. Das erklärt vielleicht auch seine gute Platzierung, denn Aktien handeln könne man genauso lernen wie alles andere auch, so der Student der Biowissenschaften an der Universität Bayreuth. Ob man dann erfolgreich ist, entscheiden die Nerven oder die automatisierte Software

 

Was hat Sie dazu bewegt am Planspiel Börse teilzunehmen?
Da ich inzwischen zum fünften – und auch letzten – Mal am Planspiel Börse für Studenten teilnehme – meistens mit recht passablen Ergebnissen (drei Mal unter den besten fünf in Bayern und jedes Jahr in Bayreuth unter den Top fünf) – ist schon eine gewisse Routine drin. Angefangen habe ich bereits in der Schule im Rahmen des Wirtschaftsunterrichts. Dort konnte ich bereits einen Top 3 Platz in Bayern belegen und seitdem hat mich das Börsenfieber gepackt. Natürlich ist das Planspiel Börse gerade für ›Zocker‹ ideal geeignet, da keine realen Verluste entstehen. Daher lassen sich auch Strategien mit einem höheren Risiko ausprobieren. Außerdem ist das ausgelobte Preisgeld natürlich nicht zu vergessen.

 

Welche Anlagestrategie haben Sie verfolgt?
Dieses Jahr habe ich, anders als in den vorherigen Jahren, ausschließlich aufgrund charttechnischer Analysen meine Wertpapiere ausgesucht, gekauft und verkauft. Mein Augenmerk lag dabei auf den (stark) unterbewerteten, aber auch riskanten Aktien. So konnte die Commerzbank, Wirecard, United Internet, Sixt und Nordex dabei den größten Profit in meinem Depot generieren. Den Ausstieg vor Ende des Planspiel Börse habe ich gewählt, da der sogenannte MACD (ein charttechnischer Indikator) im amerikanischen S&P 500 bereits divergent verlief (die Börse also fällt). Der S&P 500 gilt für viele Profis noch immer als der Leitwert, an dem sich die europäischen Märkte dann orientieren. Eine deutliche Korrektur erfolgte ja dann wenige Tage darauf, weswegen ich mit ein bisschen Glück auch gewinnen konnte.

 

Bitte vervollständigen Sie diesen Satz: Das Planspiel Börse ermöglicht...
...Studenten aus allen Studienrichtungen Erfahrungen mit Wertpapieren und dem Aktienmarkt zu sammeln, ohne das eigene Geld auf spekulative Weise einsetzen zu müssen.

 

 


Marko Zovko, Erstplatzierter im Bereich Nachhaltigkeit.
Marko Zovko, Erstplatzierter im Bereich Nachhaltigkeit.

Marko Zovko, 27, hat sich mit 16.215 Euro Nachhaltigkeitsertrag den ersten Platz im Nachhaltigkeitswettbewerb gesichert. Der Student der Finanzdienstleistungen an der Hochschule Kaiserslautern hat bei seiner Anlagestrategie Geduld bewiesen.

 

Was hat Sie dazu bewegt am Planspiel Börse teilzunehmen?
Ich wurde zu Beginn meines Studiums durch Prof. Dr. Christian Armbruster, Leiter des Studiengangs Finanzdienstleistungen, in seiner Vorlesung auf das Planspiel Börse aufmerksam. Im Verlauf meines Studiums wuchs mein Interesse für die Börse und ich befasste mich zunehmend auch privat mit Wertpapiermanagement. Da ich am Ende meines Studiums stehe, wollte ich die letzte Möglichkeit als Bachelorstudent am Planspiel Börse teilzunehmen nutzen und die Inhalte und Methoden aus meinem Studium anwenden.

 

Warum haben Sie sich für eine nachhaltige Anlagestrategie entschieden?
Im Planspiel Börse gibt es 200 handelbare Wertpapiere davon sind 33 nachhaltig. Ich habe für eine überschaubare Zahl von Unternehmen die Nachrichten studiert und daraus meine Schlüsse gezogen.

 

Warum war Ihre Anlagestrategie Ihrer Meinung nach so erfolgreich?
Ich habe den Kursverfall Anfang Oktober einfach ausgesessen und mein Depot erst Mitte Oktober, als der Dax auf seinem absoluten Jahrestief stand, zu günstigsten Konditionen bestückt.

 


Am 07. Oktober ist Spielbeginn der nächsten Runde Planspiel Börse für Studenten. Mehr Informationen unter www.planspiel-boerse.de

 

 

Eva Ixmeier

Dieser Text stammt aus der Feder von:

Eva Ixmeier

ixmeier(at)audimax.de
Telefon: 0911-23779 24