Magna International Stand auf der FSG 2018
@audimax

Magna International / Exteriors Europe auf der FSG 2018

Auf der FSG 2018 hatten wir die Chance Johannes Götzelmann, Director Product and Process Development der Magna Exteriors Europe, zu interviewen. Welche Eigenschaften ein Team braucht und wieso Nachhaltigkeit auch bei der FSG eine große Rolle spielt - die Antworten gibt es bei uns.

Herr Götzelmann, Sie als Director Product and Process Development der Magna Exteriors Europe sind federführend für die Entwicklung von Produkten verantwortlich. Welche Teams stechen in diesem Jahr mit seinen Entwicklungen besonders hervor? Warum?

Magna beobachtete den Trend der OEMs zur Nutzung aktiver Aerodynamik zur weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen und bedient sich seines Know-hows und seiner Erfahrung, um rasch eine Vielzahl an Produkten in diesem Bereich zu entwickeln. Aerodynamik spielt natürlich in der Formula Student eine besondere Rolle. So lag unser Augenmerk unter anderem besonders auf Entwicklungen in diesem Bereich.

Für uns waren deshalb Teams, die einen besonders innovativen Ansatz bzgl. Leichtbau und Aerodynamik für Ihr Fahrzeug gewählt haben besonders interessant und hiervon haben wir ja sehr viele Teams am Start gesehen.

Magna setzt sich als Ziel, neue Mobilitätslösungen zu entwickeln. In Zeiten der Nachhaltigkeitsdebatte wird dies immer wichtiger. Welche Eigenschaften sollte Ihrer Ansicht nach ein Team für die FSE-Klasse mitbringen?

Magna ist ein Konzern mit unternehmerisch denkenden Menschen, die sich innovativen Lösungen für die Gegenwart widmen und zugleich die Zukunft gestalten. Wir sind Anbieter für Mobilitätstechnologie und einer der weltweit größten Automobilzulieferer.

Nachhaltigkeit ergibt sich im Fahrzeugbau immer aus der ganzheitlichen Lösung von einem effizienten Einsatz von Werkstoffen, die in der gesamten Betrachtung des Fahrzeugs den Kosten- und Performance-Fokus nicht vernachlässigen! Deshalb sind Teams, die diese Schnittmenge am besten abbilden, für Magna von großem Interesse hinsichtlich der Entwicklung neuer Mobilitätslösungen.

Als Sponsor wählt man bewusst die Teams, die zur Arbeitgebermarke passen. Welche Eigenschaften muss ein Team mitbringen?

Wir arbeiten ständig mit Universitäten, Technologie-Entwicklern und Start-ups zusammen, um großartige Ideen mit unserer Unterstützung, unseren Ressourcen und unserer Zeit weiterzubringen. Wir fördern insbesondere Talente, die neben den rein technischen Fähigkeiten auch den Blick auf das Ganze immer bewahren. So zum Beispiel bei der Entwicklung von Abläufen und Prozessen, die ein solches Projekt zielgerecht führen und unterstützen. Hier spielen Themen wie Durchführbarkeit, Effizienz und Kostenbewusstsein eine wichtige Rolle. Und natürlich auch die Teamfähigkeit der einzelnen Teilnehmer ist ein wichtiger Faktor.

Sie leiten auf der FSG 2018 einen Workshop. Welche Themen konnten die Teilnehmer lernen?

Unser Workshop hat dieses Jahr den Fokus auf Simulationsmethoden, die Magna Exteriors bei der Entwicklung neuer Bauteile, Werkstoffe und Verfahren im Moment im Einsatz hat und zukünftig zum Einsatz bringen wird. Die Teilnehmer können lernen und sich in einem kleinen Brainstorming auch daran beteiligen, wie wir gemeinsam mit unseren Kunden an Mobilitätslösungen der Zukunft arbeiten und das neue „Car of the future“ gestalten.

Was unterscheidet Ihrer Meinung nach die FSG von typischen Karrieremessen?

Es handelt sich um zwei komplett unterschiedliche Veranstaltungen: Während sich auf Karrieremessen verschiedenste Firmen präsentieren und für sich werben, steht bei der FSG etwas ganz anderes im Vordergrund. Studenten aus aller Welt messen ihre selbstkonstruierten Rennwagen miteinander und zeigen dabei Fachleuten aus Industrie und Wirtschaft deren Leistungsfähigkeit, d. h. die Studenten präsentieren sich selbst. Eine hervorragende Gelegenheit für Magna, Talente kennen zu lernen und für eine Tätigkeit während oder nach Abschluss des Studiums zu begeistern.

Welche Kompetenz neben der Selbstständigkeit fördert aus Ihrer Sicht die FSG bei den Kandidaten?

Inhalt des Wettbewerbs ist es, in Teamarbeit einen einsitzigen Formelrennwagen zu konstruieren und zu fertigen, um damit gegen Teams aus der ganzen Welt anzutreten. Es gewinnt aber nicht das schnellste Auto, sondern das Team mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion und Rennperformance, Finanzplanung und Verkaufsargumenten. Der Teamgedanke ist ganz stark im Fokus, außerdem sind Zeit- und Projektmanagement gefordert. Die Studenten werden durch den „Konkurrenzdruck“ außerdem zu einer professionellen Arbeitsweise mehr oder weniger gezwungen.


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