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Start-Up Gründer geben Tipps zum Durchstarten

Start-Up Gründer raten dazu, Risiken einzugehen und Netzwerke zu schließen

Krankenhaus. de

Transparenz und Digitalisierung in der Gesundheitsbranche sind die vordersten Ziele von Krankenhaus.de. Auf dieser Seite kannst du Rezensionen anderer Patienten lesen und selbst eine Kritik schreiben. Zudem können Patienten bei Krankenhäusern für einen Aufenthalt anfragen und diesen dann gegebenenfalls direkt dort buchen. Sebastian Schwenke, Chief Marketing Officer von Krankenhaus.de, erklärt, dass das Start-up nach einem viermonatigen Fundraising-Marathon mittlerweile sehr gute Chancen auf die Mithilfe zweier Investoren hat. Trotzdem ziehen sich immer noch viele Arbeitstage bis weit in die Nacht hinein. Gerade in der Frühphase, in der das Projekt immer noch steckt, gibt es unzählige kurzfristige Aufgaben, die schnell bearbeitet werden müssen. Welche Tipps Schwenke für Gründer hat? Der eigenen Schwächen bewusst werden! »In Gesprächen mit Investoren wurden wir immer wieder ausgiebig auf die Defensibility unseres Produktes geprüft. Da lernten wir schnell dazu – aber es ist natürlich noch besser, wenn Gründer bereits gute, fundierte Antworten auf kritische Fragen haben «, so Schwenke.

Adam

Ohne die richtigen Tools kann das Controlling eines Unternehmens lästig und ineffizient sein. Adam möchte das ändern und bietet dafür ein Komplettpaket in vier unterschiedlichen Aboarten an: Von der klassischen Basic-Variante bis hin zur Enterprise-Version, bei der das Berichtswesen komplett individuell ist und der Preis erst auf Anfrage bestimmt wird. Für Christian Löw, Gründer und CEO Deutschland von Adam, ist ein kleines Team die größte Herausforderung im Arbeitsalltag eines Start-ups. Durch die relativ geringe Manpower sind die Mitarbeiter vom Vertrieb über die Produktentwicklung bis hin zur internen Organisation oder Kundenbetreuung für nahezu alles verantwortlich. Deswegen ist sein Tipp, sich nur mit Menschen zu umgeben, die einen wirklich weiterbringen. »Zu Beginn haben wir uns zu sehr von Leuten beeindrucken lassen, die uns ständig gesagt haben, was wir alles falsch machen und warum wir scheitern werden. Das führte oft zu unüberlegten und manchmal panikgetriebenen Entscheidungen «, verrät Löw.

Prepmymeal

Eine Idee, die für jeden Studenten wie ein Gedicht klingt: Nie mehr selbst kochen müssen, aber trotzdem täglich nahrhafte und ausgewogene Ernährung genießen. Mit Prepmymeal ist das jetzt ganz einfach möglich: Du musst dir nur dein Gericht im Internet zusammenstellen und schon wird es gut verpackt zu dir nach Hause geliefert. Alles was du tun musst, ist das fertige Essen aufzuwärmen. Das Gericht ist übrigens mindestens sieben Tage lang haltbar. Für Jonas Noyon, einer der beiden Gründer und Geschäftsführer, ist jeder einzelne Kunde, den sie langfristig binden können, ein großer Erfolg. »Wenn ein Kunde unseren Service fest und dauerhaft in seinen Alltag integriert, zeigt uns das, dass wir mit unserem Produkt Menschen helfen und ihr Leben erleichtern«, ergänzt er. Die Vermarktung des eigenen Produkts mit wenig Kapital war eine der schwierigsten Herausforderungen für die beiden Gründer. Das geringe Kapital, das Start-ups zur Verfügung steht, sollte möglichst effizient eingesetzt werden. Er rät, bei einer Neugründung auch gewisse Risiken einzugehen.

Onsuma

Smart Lebensmittel einkaufen kannst du bei Onsuma. Egal ob Obst, Brot oder Fleisch – du kannst alle Produkte mit verschiedenen Shops vergleichen, um dir anschließend das beste Angebot rauszusuchen. Einzig und allein deine Postleitzahl musst du eingeben. Der Tipp von Gründer und CEO Dr. Angelo Canzaniello, um schnell Fuß zu fassen, ist eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit anderen Start-ups: »Ich denke, es ist vor allem zu Beginn sinnvoll, Kontakt zu anderen Gründern aus der Region aufzubauen, da sich eigentlich fast jeder Gründer mit denselben Fragestellungen und Herausforderungen konfrontiert sieht. Wir haben uns deshalb früh bei einem lokalen Inkubator beworben und profitieren noch heute vom regelmäßigen Austausch innerhalb der Start-up-Gemeinschaft. Das kann ich jedem Gründer nur empfehlen.« Wer diese Phase hinter sich hat, kann nach und nach die Früchte seiner Arbeit ernten. So auch Canzaniello, dessen bisheriges Highlight der Launch der Plattform war: Die harte Arbeit war auf einmal für alle greif- und nutzbar.

MatchManao

MatchManao hat sich auf die Fahne geschrieben, Freelancer mit passenden Auftraggebern zusammenzubringen. Dabei setzt das Start-up auf das aus Datingapps bekannte Matching-System. Ein Algorithmus,der nicht nur fachliche Fähigkeiten, sondern auch die Arbeitsweise oder persönliche Merkmale berücksichtigt, soll dabei behilflich sein. Chief Technology Officer Urs Merkel ist stolz auf den gesamten Weg, den das Unternehmen bislang zurückgelegt hat – von der Idee, über die Neugründung bis hin zur erfolgreichen Produktveröffentlichung. Auch anderen Gründern möchte er ein paar Tipps mit auf den Weg geben: »Such dir ein Team, das auf einer Wellenlänge ist, das deine Vision teilt und sich in den wichtigsten Fähigkeiten ergänzt. Ab dann: Fokussier dich auf eine Sache, alles andere raubt dir Zeit und Energie.« Gerade diesen Fokus auf die wirklich wichtigen Aufgaben zu halten, ist heute noch eine der größten Herausforderungen für das Team von MatchManao.

How I Like

How I Like beliefert verschiedenste Unternehmen mit intelligenten Kühlschränken. Intelligent deswegen, weil sich die Mitarbeiter individuell und schnell mit gesunden Lebensmitteln direkt im Büro versorgen können. Bis auf einen Platz für den Kühlschrank müssen sich die Unternehmen um nichts kümmern: Von der Installation bis hin zur regelmäßigen Befüllung mit innovativen, gesunden und vollwertigen Snacks und Drinks regelt alles How I Like. Dies führte dazu, dass die aktuell größte Herausforderung ein wahres Luxusproblem ist: »Gegenwärtig sieht sich How I Like der Schwierigkeit gegenüber, die hohe Nachfrage bedienen zu können«, sagt Sven Forgber, CEO und Co-Founder. Doch das sei eine Sache, die Gründer gerne bearbeiten. Um selbst erfolgreich durchzustarten, empfiehlt er, sich an Branchenkenner zu wenden, die im Idealfall als persönliche Mentoren behilflich sind.

Aifora

Das Start-up Aifora möchte das Kundenverhalten voraussagen – so hilft es Unternehmen, unabhängig von der Art und Anzahl der Vertriebskanäle, kundenzentrisch zu handeln. Dafür nutzt es eine Big-Data-Platform mit selbstlernenden Algorithmen. Ein Ziel ist, klassischen Marken und Händlern zu ermöglichen, ein Gegengewicht zur zunehmenden Vormachtstellung der Online Pure Player zu kreieren. »Wir haben es geschafft, einen Investor zu finden, der uns mit drei Millionen Euro finanziell unterstützt«, kommentiert Thomas Jesewski, CEO und Gründer von Aifora, den bislang größten Erfolg. Auch die ersten zehn namhaften Kunden, die das Start-up für seine Plattform gewinnen konnten, blieben positiv in Erinnerung. Doch mit dem Erfolg kamen auch neue Herausforderungen: Das Team ist mittlerweile von zehn auf 25 Leute angewachsen, was wiederum neuer Prozesse und Strukturen bedarf – darunter in naher Zukunft ein größeres Büro.

Lytt

»Wer im Office sitzt, verliert«, so die Devise von Geschäftsführer Marvin Homburg – und vermutlich gleichzeitig einer der Hauptgründe, warum Lytt inzwischen so erfolgreich ist. »Nehmt den Hörer in die Hand, geht zu potenziellen Kunden und löchert sie mit Fragen. Solange ihr nicht mit mindestens 100 Kunden gesprochen habt, wisst ihr nichts über den Wert eures Produktes «, fügt Homburg seinem anfänglichen Ratschlag hinzu. Demzufolge war auch der aktuell größte Erfolg nur eine Frage der Zeit: Der erste große Kunde und Gespräche mit vielen weiteren internationalen Firmen. Heute ist das Start-up Lytt eine Plattform, auf der du dich anonym und sicher zu schwierigen Themen innerhalb deines Unternehmens, etwa dem Arbeitsklima, äußern kannst. Bei sehr schwerwiegenden Problemen ist es auch möglich, von einer Vetrauensperson Hilfe zu erhalten. Darüber hinaus kannst du dir auch einfach nur einen Rat einholen oder Feedback zu bestimmten Themen geben.

StudySmarter

Smarter studieren – wer will das nicht? Dafür gibt es jetzt eine App, die dir das Lernen mit einigen Kniffen erleichtern soll. StudySmarter bietet dir Tools zum besseren Organisieren, Erstellen und Lernen von Karteikarten sowie Lerngruppen für dich und deine Kommilitonen. Mittlerweile benutzen über 60.000 Studierende die App – für Christian Felgenhauer, Co-Founder und CEO von StudySmarter, der bislang größte Erfolg. »Es freut uns sehr, dass wir auf unserem Weg allen Studierenden ein erfolgreiches Studium ermöglichen, es heute schon schaffen, Studienabbrüche zu vermeiden und Studierenden einen echten Mehrwert bieten«, ergänzt Felgenhauer. Sein Tipp für Gründer? Feedback von potenziellen Kunden einholen! Die Anpassungen, die auf das Feedback folgen, sind oftmals wichtiger als die Idee selbst. Dementsprechend empfiehlt er, zu Beginn den Fokus auf den späteren Kunden zu richten und sich nicht allzu viele Gedanken über das Geschäftsmodell zu machen.


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