Checkliste Stift Hand
Bildquelle: Pexels / Pixabay

Volle Kontrolle

Ein Controller trägt enorme Verantwortung: Wir verraten dir das Wichtigste zu Aufgaben, Gehalt und Skills

Inwiefern verändert die Digitalisierung die Arbeit von Controllern?

»Die Datenmengen nehmen stetig zu und die Verknüpfungen untereinander werden besser. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz laufen Datenanalysen immer häufiger automatisiert ab – diese dienen jedoch vornehmlich der Datensammlung. Die Rolle des handwerklichen Controllers, also die Nutzung von Excel und Datenbanken, wird sich daher zukünftig stärker zur Interpretation und Kommunikation der Ergebnisse hin verschieben.«
Peter Kissler, Leiter Controlling bei Bridgestone

 

Was verdient ein Controller?

Wie in allen Bereichen ist auch das Gehalt eines Controllers abhängig von Erfahrung und Spezialisierung. Während das Einstiegsgehalt bei circa 40.000 Euro brutto liegt, steigt der Verdienst eines Senior Controllers auf bis zu 130.000 Euro im Jahr an. Am meisten Geld erhalten Beteiligungscontroller, also Controller, die für den Austausch zwischen Mutter- und Tochterunternehmen sorgen.

 

Welche Aufgaben hat ein Controller?

»Die Aufgaben im Controlling sind sehr vielseitig und breit gestreut. Dazu gehört zum Beispiel das regelmäßige Reporting über die Kosten-, Ertrags- und Geschäftsentwicklung. Zudem unterstützen wir den jährlichen Planungsprozess und die daraus resultierenden Budgets sowie die Erhebung des Forecasts. Wir erstellen auch Sonderauswertungen und verantworten die interne Leistungsverrechnung als Teil der Erfolgsrechnung
unserer Geschäftsfelder.«
Manuel Karkar, Controller bei der DekaBank

 

Welche Skills braucht ein Controller?

Laut Martin Duda, Senior HR Recruiter Central Europe der Vaillant Group, sollten Bewerber das entsprechende Fachwissen und die Affinität, mit technischen Analysetools zu arbeiten, mitbringen. Zudem sind strategische und analytische Denkweisen essenziell. Auch ist es wichtig, ein starker Teamplayer zu sein, da viele Tätigkeiten in interdisziplinären Gruppen stattfinden.

 

Wozu braucht es Controlling?

»Controller unterstützen das Management bei der Planung, Kontrolle und Steuerung des Unternehmens. Sie agieren zunehmend als ›Business Partner‹ für das Management, indem sie nicht nur für Transparenz in den relevanten Entscheidungsfeldern sorgen, sondern auch beratend auf Augenhöhe zur Seite stehen.« 
Martin Duda, Senior HR Recruiter Central Europe der Vaillant Group

 

Was sind die größten Herausforderungen im Arbeitsalltag eines Controllers?

»Der Controller ist von einer Unmenge an Zahlen und Daten umgeben, die für die Beantwortung steuerungsrelevanter Fragen unverzichtbar sind. Dabei ist es wichtig, das große Ganze im Blick zu haben, für eine hohe Datenqualität zu sorgen und die richtigen Daten zu extrahieren. Die daraus gewonnenen Informationen müssen adressatengerecht aufgearbeitet und fristgerecht zugeliefert werden. Auch in stressigen Situationen ist es unerlässlich, sehr sorgfältig zu arbeiten.«
Bettina Lang, Controllerin bei der DekaBank

 

Wie können sich Controller spezialisieren?

Fabian Müller, Controller bei der DekaBank, zufolge beginne die Spezialisierung bereits an der Universität. Mit Controlling-Vorlesungen oder Seminaren könne das theoretische Wissen vertieft werden. Praktische Erfahrungen würden Studenten durch Praktika oder Werkstudentenjobs erhalten. »Im Berufsalltag spezialisieren sich Controller dagegen automatisch durch das tiefe Einarbeiten in komplexe Fragestellungen innerhalb ihrer Aufgabengebiete«, erzählt Müller und fügt hinzu: »Ergänzend können sie spezielle Seminare besuchen.«

 

Wo können Controller arbeiten?

Grundsätzlich benötigt jedes Unternehmen Controller. In der Praxis ist es aber oft so, dass in Firmen unter 200 Mitarbeitern Controlling- Aufgaben direkt von der Geschäftsleitung übernommen werden. Um auf Nummer sich zu gehen, solltest du dich also an größere Firmen wenden: Dort sind auch die Beschäftigungsmöglichkeiten breiter und internationaler.

 

Brauche ich einen Masterabschluss?

Zusätzlich zum allgemeinen Wissen aus dem Bachelorstudium, so Martin Duda, Senior HR Recruiter Central Europe der Vaillant Group, erlangen Studenten im Masterstudium die Kompetenz, Sachverhalte vor dem Hintergrund der finanziellen Geschäftsprozesse des Unternehmens korrekt einordnen zu können. »Außerdem wird den Studierenden das nötige Fachwissen und der Umgang mit wichtigem ›Handwerkszeug‹ vermittelt. Das im Masterstudium vertiefte finanzwirtschaftliche Wissen ist der Grundbaustein für erfolgreiche Controller«, ergänzt Duda.


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