Verschiedene Euroscheine
Foto: Pixabay

Kolumne: Redakteur Felix plädiert für Lohngerechtigkeit für alle

Das Thema Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann sorgt immer wieder für Diskussionen. Vor allem in Sachen Gehalt gibt es noch so einiges nachzuholen findet audimax-Redakteur Felix.

Seit vor 100 Jahren erstmals eine Frau im Bundestag eine Rede hielt, hat sich vieles verändert: Die Erwerbsquote von Frauen ist auf 74 Prozent angestiegen und seit 2005 steht mit Angela Merkel eine Frau an der Spitze der Bundesrepublik. Auch in den Chefetagen der Unternehmen sitzen so viele Frauen wie nie. Was sich aber nur schleppend verändert, ist der Gender Pay Gap, also der Unterschied, den Frauen durchschnittlich im Vergleich zu Männern weniger verdienen.

Der liegt bereinigt – also unter Berücksichtigung gleicher Voraussetzungen, vergleichbarer Tätigkeit und gleicher Qualifikation – in Deutschland bei sechs Prozent. Das bedeutet nichts anderes, als dass eine Frau, die derselben Tätigkeit wie ein Mann nachgeht, durchschnittlich trotzdem sechs Prozent weniger verdient! Der unbereinigte Durchschnittsstundenlohn liegt bei Frauen sogar um 21 Prozent niedriger als bei Männern. Hier kommt zwar zum Tragen, dass Frauen öfter in Teilzeit arbeiten, Kinder erziehen und Pflegedienste verrichten – aber er existiert dennoch.

Wie zum Hohn ist es zudem statistisch bewiesen, dass Berufe mit einem hohen Frauenanteil schlechter bezahlt sind. Es ist dringend an der Zeit, dass gleiche Arbeit mit denselben Voraussetzungen auch gleich bezahlt wird. Alles andere ist nicht gerecht. Zudem könnte so auch das Argument entkräftet werden, dass Frauen ›einfach nicht so hart verhandeln‹ wie ihr männlicher Gegenpart. Auch nachweisbar ist, dass Tarifverträge diese Ungerechtigkeit unterbinden. Wenn jeder mit dem gleichen Startgehalt ins Rennen geht, wäre das nicht nur gerecht und zeitgemäß, sondern selbstverständlich. Ab da wäre jeder für sein eigenes Gehalt verantwortlich, beispielsweise durch individuelle Leistungszulagen. Dann müsste nur noch das Problem gelöst werden, wer über Leistungszulagen und Beförderungen entscheidet


Anzeige

Anzeige