Kündigungsschreiben: So kündigst du richtig!

Wie sieht ein richtiges Kündigungsschreiben aus? Was ist bei einer Kündigung zu beachten? Tipps und Hinweise rund ums Kündigen und ein Muster für den Kündigungsbrief zum kostenlosen Download!

Wenn sich die Chance auf eine bessere Stelle ergibt oder beispielsweise die Unzufriedenheit einfach zu groß wird, heißt es: Abschied nehmen. Doch auch die Kündigung will richtig gemacht sein und du solltest einige Formalitäten berücksichtigen, um juristisch auf der sicheren Seite zu sein. Wir haben dir im Folgenden zusammengefasst, worauf du achten musst, und bieten dir auch eine Vorlage zum kostenlosen Download an.

Kündigungsschreiben: Papier statt digital, Original statt Kopie

Wie eine Kündigung beim Arbeitgeber vorgelegt werden muss, um rechtsgültig zu sein, regelt Paragraph 623 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). Hier ist festgehalten, dass eine Kündigung immer in Schriftform vorgelegt werden muss. Kündigt der Arbeitnehmer mittels Fax, E-Mail, einer Kopie oder schlicht mündlich, ist die Kündigung nicht gültig.

Es gilt also: Das Kündigungschreiben muss schriftlich verfasst werden, mit einer handschriftlichen Unterschrift versehen sein und im Original vorgelegt werden.


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Beachte: Wenn du das Arbeitsverhältnis von dir aus beendest, hast du kein Recht auf eine Abfindung. Auch das Arbeitslosengeld kann dir für bis zu 12 Wochen gesperrt werden. Ausnahmen bei der Sperre gibt es beispielsweise, wenn du einen ärztlichen Nachweis erbringen kannst, dass du deine Stelle  aus gesundheitlichen Gründen kündigen musstest.

Übergabe des Kündigungsschreibens

Natürlich musst du im Zweifelsfall nachweisen können, dass das Kündigungsschreiben ordnungsgemäß und fristgerecht bei deinem Arbeitgeber angekommen ist. Rechtlich zulässig ist in Deutschland beispielsweise eine fristgerechte Zustellung per Einwurfeinschreiben. Willst Du auf Nummer sicher gehen und das Kündigungsschreiben direkt bei deinem Arbeitgeber oder dem zuständigen Mitarbeiter abgeben, solltest du dir die Abgabe schriftlich und mit Datum bescheinigen lassen. Gegebenenfalls kannst du auch jemanden zur Übergabe mitnehmen, der den Eingang im Zweifelsfall später bezeugen kann.

Kündigungsfristen beachten!

Abgesehen von den formalen Apsekten und der Übergabe ist es unbedingt notwendig, dass du dich vor der Übergabe des Kündigungsschreibens über deine Kündigungsfrist informierst. Diese muss unbedingt eingehalten werden. In der Regel findest du die Frist, die für dich gilt, im Arbeitsvertrag oder dem geltenden Tarifvertrag. Ist die Kündigungsfrist hier nicht vorgegeben und gibt es auch keinen für dich in Frage kommenden Tarifvertrag, gilt die gesetzliche Kündigungsfrist nach Paragraph 622 BGB.

Das heißt, du kannst generell mit einer Frist von vier Wochen zum 15. Eines Monats oder zum Monatsende kündigen, auch wenn der letzte Tag im Monat ein Samstag. Sonntag oder Feiertag ist. Achtung: Vier Wochen sind hier generell gleichbedeutend mit 28 Tagen!

Probleme und Fehler bei der Kündigung:

Kündigst du unsachgemäß bzw. vertragswidrig, können Geldstrafen auf dich zukommen, falls diese im Arbeitsvertrag vermerkt sind. Zudem kann dein Arbeitgeber dich auf Schadenersatz verklagen, wenn er nachweisen kann, dass dem Unternehmen durch deine unsachgemäße Kündigung ein Schaden entstanden ist.

Tipp: Möchtest du möglichst schnell den Job wechseln und konntest die notwendige Frist nicht einhalten, kannst du deinen Arbeitgeber um einen sogenannten „Aufhebungsvertrag“ bitten, mit dem das Arbeitsverhältnis einvernehmlich aufgelöst wird. Allerdings muss hierfür vorausgesetzt sein, dass dein Arbeitgeber damit einverstanden ist, dass du den Betrieb früher verlässt. - audimax

Der Inhalt des Kündigungsschreibens

Das Kündigungsschreiben sollte folgende Punkte beinhalten:

Kopfbereich des Kündigungsbriefes:

  • Deine Adresse und die Adresse deines Arbeitgebers 
  • Das Datum der Kündigung
  • Einen Betreff, in dem direkt ersichtlich wird, dass es sich um eine Kündigung handelt

Inhalt der Kündigung:

  • Eine Formulierung, in der du deutlich machst, dass du ordentlich und fristgerecht zu einem bestimmten Datum kündigen willst
  • Eine Bitte um Bestätigung, dass die Kündigung auch tatsächlich ordentlich und fristgerecht eingegangen ist
  • Eine Bitte um ein schriftliches Arbeitszeugnis
  • Ein „Danke“ für die Zusammenarbeit

Kündigung Unterschreiben:

  • Dein Name in Druckbuchstaben sowie deine originale Unterschrift (keine Kopie und kein Scan!)

Tipp: Eine Begründung ist nicht notwendig, sofern diese nicht im Arbeitsvertrag für den Fall einer Kündigung verlangt wird! Falls du allerdings fristlos kündigen willst, musst du eine Begründung aufführen. Diese muss dann auch eine fristlose Kündigung rechtfertigen.

Kündigungsschreiben: Muster/Vorlage zum Download

Hier findest Du ein Beispiel zum kostenlosen Download! So könnte dein Kündigungsschreiben aussehen:

Muster herunterladen:
Word Open Office

Dieser Text stammt aus der Feder von: Jochen Albrecht