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Nachhaltigkeit liegt auch bei Unternehmen im Trend

Ökologische, ökonimische und soziale Verantwortung sollten alle übernehmen

Angefangen hat er im 18. Jahrhundert in der Forstwirtschaft, heute umfasst er alle Lebensbereiche: der Trend zur Nachhaltigkeit. Jeder einzelne kann seinen Beitrag leisten – sich nachhaltig kleiden, ernähren und verreisen. Ebenso müssen Unternehmen stets auf ihren ökologischen Fußabdruck achten, aber zugleich den Blick auf ökonomische und soziale Nachhaltigkeit richten.

Für den Automobilhersteller Audi »bedeutet Nachhaltigkeit ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich so aufgestellt zu sein, dass wir auf zukünftige Herausforderungen nicht nur vorbereitet sind, sondern die Zukunft aktiv mitgestalten«, betont Dr. Peter Tropschuh, Leiter Corporate Responsibility (CR) und Politik. Um dies zu gewährleisten, müssen sowohl langfristige Wachstumsstrategien verfolgt werden, als auch ökologische und soziale Aspekte bei den Produkten, der Produktion und der Zulieferkette berücksichtigt werden. Außerdem sind der Umgang mit den Mitarbeitern sowie gesellschaftliche Aktivitäten im Bereich Bildung wichtige Bestandteile der Nachhaltigkeitsarbeit des Unternehmens:

»Nachhaltigkeit ist für uns eine Haltung, die man in allen Bereichen des Unternehmens wiederfindet«, fügt der CR-Beauftragte hinzu.

 

Nachhaltigkeit: Kernthemen

Auf operativer Ebene ist die Nachhaltigkeitsarbeit in fünf Kernthemen untergliedert: Produkt, Umwelt, Mitarbeiter, Gesellschaft und Wirtschaften. Jedes dieser Themen ist mit Zielen hinterlegt, die in Abstimmung mit den Fachbereichen jährlich neu festgelegt werden.

»Bei der Umsetzung sind wir auf das Know-how jedes einzelnen Mitarbeiters angewiesen«, betont Tropschuh.

Ökologische Nachhaltigkeit scheint sich für viele auf den ersten Blick schwer mit einem Automobilhersteller vereinen zu lassen und in der Tat stellt dies für das Unternehmen die größte Herausforderung dar.

»Wir sind aber der Meinung, dass individuelle Mobilität ein Grundbedürfnis der Menschen ist – wir wollen erreichen, dass Premium-Fahrzeuge in einer Welt, die zunehmend durch ökologische Krisen bedroht wird, einen berechtigten Platz haben«, fasst Tropschuh zusammen.

Möglichst saubere Autos möglichst sauber herzustellen ist der Anfang, um dieses Ziel zu erreichen. Die Verantwortung liegt vor allem auch darin, durch Innovationen und neue Technologien umweltgerechte Mobilität auch in der Zukunft sicherzustellen.

»Wir sind zum Beispiel der einzige Automobilhersteller, der sich mit der Herstellung alternativer Kraftstoffe beschäftigt, sprich Kraftstoffe, die eine CO2-neutrale Mobilität ermöglichen, ohne Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion zu bewirken«, fügt der Experte hinzu.

Bereits vor 25 Jahren hat Audi mit dem ›Audi duo‹ das erste Hybridfahrzeug entwickelt, 1995 war das Unternehmen der erste Hersteller im Premiumsegment, der nach dem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS), einem Umweltmanagement-Systems der Europäischen Union, zertifiziert wurde. Seit 2011 gibt es die Abteilung Corporate Responsibility. Tropschuh ist überzeugt, dass man einem Unternehmen Nachhaltigkeit nicht von heute auf morgen überstülpen kann, es müsse eine täglich gelebte Selbstverständlichkeit sein. Und die Mitarbeiter von Audi sind davon überzeugt, dass das Unternehmen nur mit Nachhaltigkeit Erfolg haben wird.

»Überzeugungsarbeit zum ›ob‹ der Nachhaltigkeit muss man bei Audi nicht leisten, nur über das ›wie‹, weil letztlich alle Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt werden müssen«, betont der CR-Leiter.

 

Nachhaltigkeit meint auch soziales Engagement

Auch die Bundesdruckerei verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um ökonomische, ökologische und soziale Interessen in Einklang zu bringen. Hierbei setzt das Unternehmen insbesondere auf drei Nachhaltigkeitskriterien: Ressourceneffizienz, demographische Trends bei Kunden und Mitarbeitern sowie die ökologische und soziale Optimierung der Lieferkette. »Zudem engagieren sich unsere Mitarbeiter in sozialen Projekten, etwa für benachteiligte Kinder und Jugendliche oder im Sport«, fügt Claudia Konrad, bei der Bundesdruckerei zuständig für Personalgewinnung und -entwicklung, hinzu. Oberstes Gebot des Unternehmens ist es, sparsam mit allen Ressourcen umzugehen. Um dies zu gewährleisten, hält es konsequent nationale und internationale Prozess-Standards ein. Die Bundesdruckerei erfüllt zum Beispiel das TÜV-Umweltsiegel. 2014 wurde dem Unternehmen erstmalig das Zertifikat nach ›DIN EN ISO 50001‹ Energiemanagementsysteme zugesprochen.

»Durch das Entsorgungsmanagement konnten die Abfallmengen seit Jahren stetig gesenkt werden – und das bei steigender Produktion. Zudem bezieht die Bundesdruckerei zu 100 Prozent Ökostrom«, fügt Konrad hinzu.

Natürlich zählen aber auch eine nachhaltige Personalentwicklung sowie Arbeitsbedingungen, unter denen Beruf, Familie und Gesundheit in Einklang gebracht werden können, zur Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesdruckerei.

Schließlich ist das Spektrum der Nachhaltigkeit enorm groß: »Es fängt beim Betätigen des Lichtschalters an und hört bei futuristischen Visionen neuer Mobilitätsformen auf«, fasst Tropschuh von Audi zusammen.


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