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Studentische Hilfskraft – Der Hiwi als Karrieresprungbrett?

Neben dem Studium jobben – da kommen die Wenigsten drum herum! Wenn du keine Lust hast im Einzelhandel Klamotten zu falten, Kaffee auszuschenken oder bis tief in die Nacht an der Bar zu stehen, haben wir eine praktische und gut bezahlte Alternative für dich: die studentische Hilfskraft! Was dich als »Hiwi« erwartet, welches Gehalt du bekommst und wie du die Stelle für deine Karriere nutzen kannst, erfährst du von uns!

Studentische Hilfskraft – Was ist das eigentlich?

Als studentische Hilfskraft bist du eingeschriebener Student, ohne Abschluss, der an einer Uni oder Hochschule arbeitet. Oft werden studentische Hilfskräfte auch als »Hiwis« bezeichnet, sogenannte Hilfswissenschaftler.

Studentische Hilfskraft – Welche Aufgaben kommen auf dich zu?

Das Einsatzgebiet als studentische Hilfskraft ist breit gefächert: Du kannst zum einen an dem Lehrstuhl eines Professors arbeiten und diesen bei unterschiedlichen Aufgaben unterstützen. Sie reichen von Vorbereitung und Organisation von Lehrveranstaltungen über die Pflege von Datenbanken bis hin zu unterstützenden Bürotätigkeiten. Das klingt zunächst ziemlich trocken, jedoch haben die Tätigkeiten viel mit deinem eigenen Studium zu tun. Sie bereiten dich auf deinen Abschluss und die wissenschaftliche Laufbahn vor und bringen dir wichtige Einblicke in die praktische Anwendung deines erlernten Wissens.

Studentische Hilfskraft – Was verdienst du und wie ist das Arbeitsmodell?

Die Bezahlung eines Hiwis ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich: Der Verdienst liegt bei neun bis 14 Euro pro Stunde. Hast du bereits einen Abschluss in der Tasche, giltst du als ›wissenschaftliche Hilfskraft‹ und kannst mit etwa 15 Euro pro Stunde rechnen, natürlich alles brutto. Wie bei Werkstudenten gilt auch für studentische Hilfskräfte die maximale Wochenstundenzahl von 20 Stunden. Wie oft du arbeitest, wird aber individuell festgelegt. Meist sind es sechs bis 19 Wochenstunden, für die du steuerfrei Gehalt bekommst. Ganz wichtig: Achte darauf, dass du im Jahr nicht mehr als 9.000 Euro verdienst, sonst gelten die normalen Steuerabzüge.

Studentische Hilfskraft – Wie bewirbst du dich richtig?

Der einfachste Weg ist, den Professor an dessen Lehrstuhl du dich bewerben möchtest, direkt anzusprechen. Das zeigt dein Interesse und Engagement für die ausgeschriebene Stelle. Du bleibst deinem Dozenten besser in Erinnerung, was sich auch als Vorteil im Bezug auf die Erörterung von Prüfungsthemen erweisen kann. Möchtest du dich auf dem klassischen Weg bewerben, findest du Stellenausschreibungen direkt am Lehrstuhl, auf der Uni-Website oder auf Jobbörsen. Dort erfährst du auch gleich, welche Anforderungen an dich gestellt werden und kannst frühzeitig entscheiden, ob du dich ihnen gewachsen fühlst. Möchtest du für einen bestimmten Lehrstuhl arbeiten, es ist momentan aber keine Stelle ausgeschrieben, kannst du dich initiativ bewerben. Oftmals verschaffen dir erfolgreich abgelegte Prüfungen an diesem Lehrstuhl Vorteile, du kannst sie in deiner Bewerbung als Grundlage für die Argumentation für dein Interesse an diesem Lehrstuhl verwenden.

Studentische Hilfskraft – Vorteile

Praktische Erfahrung:

Da ein Studium in der Regel sehr theorielastig ist, bietet dir ein Job als studentische Hilfskraft eine Abwechslung vom trockenen Uni-Alltag und bietet dir gleichzeitig einen Einblick in die praktische Arbeit, die nach deinem Studium folgen kann. Außerdem passt dein Job an der Uni im besten Fall zu deinem Stundenplan und du arbeitest mit Bezug zu deinen Vorlesungen.

Bezug zu aktuellen Forschungsthemen:

In den meisten Vorlesungen lernst du hauptsächlich Grundlagenwissen und das sehr theoretisch. Arbeitest du als Hiwi an einem Lehrstuhl, ermöglicht dir das aktiv an Forschungsthemen mitzuarbeiten und einen konkreten Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten zu erhalten. Das hilft dir, abstrakte Themen, die du für deine Klausuren lernen musst, besser zu verstehen.

Ein Blick hinter die Kulissen:

Als Student bleiben die Abläufe und Strukturen an deiner Hochschule oder Uni meist verborgen. Arbeitest du als studentische Hilfskraft, gewährt dir das einen Einblick, wie eine Uni funktioniert. Du lernst deine Dozenten und Professoren besser kennen, was dir meist nur Vorteile bringt. Sei es bei der Benotung eventueller Abschlussarbeiten oder als guter Kontakt, der dir nach deinem Studium nützlich sein kann.

Job und Uni unter einen Hut bringen:

Da dein Arbeitsplatz am gleichen Ort ist wie deine Vorlesungen hast du den Vorteil, dass du Vorlesungslücken nutzen kannst, um deiner Arbeit an der Uni nachzugehen. Andersherum kannst du deine Arbeit auch unterbrechen, um Vorlesungen zu besuchen. So lassen sich Job und Studium einwandfrei vereinbaren.

Das liebe Geld:

Nicht nur hast du die Chance, flexibel zwischen Hörsaal und Arbeit zu wechseln, du bekommst auch noch Geld dafür! Durch die Zeit, die du dir für den Weg zur Arbeit sparst, kannst du schnell Stunden aufbauen und auf deine Wochenstundenanzahl kommen.

Deine wissenschaftliche Zukunft:

Du liebäugelst schon länger mit dem Gedanken, später eine wissenschaftliche Karriere einzuschlagen, doch bist dir nicht sicher, ob das wirklich der richtige Weg ist? Als Hiwi kannst diese Frage einfach beantworten. Du merkst schnell, ob dir der Job liegt und was genau dir daran gefällt oder eben nicht. Das ist viel Wert, wenn es nach dem Abschluss darum geht, die erste »richtige« Arbeitsstelle zu finden.

 

 


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