Quelle: pixabay.com

Qualifizierungschancengesetz: Eine Unterstützung für Studenten

Das Studentenleben ist schwer genug. Der tägliche Spagat zwischen Nebenjob und Vorlesung, Familie und Heimstudium kostet viel Zeit und Nerven. Schlimm, wenn sich die finanzielle Belastung dann auch noch bemerkbar macht.

Um den digitalen Wandel und die zunehmende Veralterung der Arbeitnehmer abzufedern, hat der Bundestag das Qualifizierungschancengesetz verabschiedet. Damit hat jeder, ob Student oder Langzeitarbeitsloser, grundsätzlich ein Recht auf eine Weiterbildungsberatung. Diese ist eine wichtige Basis, um die beruflichen Kompetenzen zu erweitern und sich einen adäquaten Job zu suchen. Diese Weiterbildungsförderung greift unabhängig von der bisherigen Ausbildung oder dem Alter. Auch die Betriebsgröße ist für die Vergabe unerheblich. Für Studenten ermöglicht das Qualifizierungschancengesetz eine nachhaltige Weiterbildung, um nach einer sinnvollen Ausbildung einen gut bezahlten Job zu bekommen.

Lohnzuschüsse erleichtern Unternehmen die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter

Gerade für Studenten ist das Qualifizierungschancengesetz eine unterstützende Maßnahme, die bei der Auswahl der beruflichen Richtung ebenso greift wie bei der zielführenden Weiterbildung. Nicht nur größere Unternehmen profitieren von diesem Qualifizierungschancengesetz.

Kleinstunternehmen, die weniger als zehn Beschäftigte haben, erhalten bei den Lehrgangskosten eine Förderung von bis zu 100 Prozent, die Lohnzuschüsse werden bis zu 75 Prozent bestätigt. Im Vergleich: Betriebe mit 250 bis 2500 Beschäftigten erhalten eine Förderung von bis zu 25 Prozent, unter 250 Beschäftigten beträgt die Förderung bis zu 50 Prozent.

Wichtig für Studenten: Absetzen der Kosten

Beispielsweise kann man als Student die Ausgaben, die ein Auslandssemester mit sich bringt, steuerlich geltend machen. So senken dann beispielsweise die anfallenden Reisekosten oder die Semestergebühren die endgültige Steuerlast. Im Falle einer Erstausbildung sind sogar bis zu 6000 Euro jährlich im Rahmen der Sonderausgaben abzugsfähig. Wer zuvor ein anderes Studium oder eine Ausbildung abgeschlossen hat, kann diese Kosten sogar in voller Höhe bei den Werbungskosten geltend machen.

Digital Learning am Vormarsch

Gerade als Student sind viele mit der fortschreitenden Digitalisierung bestens vertraut. Auch an der Uni hat die Technik in manchen Bereichen deutlich Einzug gehalten. Jedoch sind viele Innovationen auch begrüßenswert und erleichtern das Studium. Das lebenslange Lernen – vor Jahren noch ein gern zitiertes Schlagwort – ist heute deutlich spürbar. Für den Besuch einer Hochschule ist das lebenslange Lernen jedoch unabdingbar, um auch in Zukunft eine Anpassung an den beruflichen Bedarf zu ermöglichen.

Deshalb ist das Qualifizierungschancengesetz insbesondere in jenen Berufsfelder spürbar, in denen der digitale Wandel massiv zunimmt. Die Gesundheits- und Krankenpflege, aber auch Jobs im Baugewerbe oder der Elektro- und Automatisierungstechnik sind auf hochqualifizierte, engagierte Mitarbeiter angewiesen.

Gemeinsam an einem Strang ziehen

Für Mitarbeiter als auch Unternehmer gilt ein gemeinsames Ziel: Den digitalen Wandel bestmöglich zu meistern. Studenten, die ohnehin bereits digital unterwegs sind, profitieren von dem Qualifizierungschancengesetz in puncto Weiterbildung und Qualifizierung für neue Berufsbilder. Krisensichere Arbeitsplätze sind ein weiterer Pluspunkt, um die Einführung des Gesetzes zu begrüßen. Inzwischen haben auch viele Unternehmen gemerkt, dass eine der wichtigsten Säulen jedes Betriebs die Mitarbeiter sind. Sie sind das wahre Kapital und sind ein Garant für ein stabiles Kundenwachstum. Die Bezeichnung Studentenjob ist längst nicht mehr in aller Munde, denn auch hier zeigt sich, dass engagierte Studenten deutlich die Nase vorn haben.

Gastbeitrag


Anzeige

Anzeige