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Befristeter Arbeitsvertrag: Das musst du wissen

Endlich hältst du ihn in den Händen: deinen Arbeitsvertrag. Doch er ist befristet. Was das bedeutet und was du wissen solltest, bevor du ihn unterschreibst, liest du hier.

Befristeter Arbeitsvertrag – was heißt das?

Ein befristeter Arbeitsvertrag ist jener, der nur auf eine bestimmte Zeit abgeschlossen wird. Mit einer solchen Befristung läuft der Vertrag automatisch aus, eine Kündigung ist also nicht nötig. Damit sichern sich besonders große Unternehmen ab.

Befristeter Arbeitsvertrag – Welche Bedingungen gibt es?

Auch bei einem befristeten Arbeitsvertrag müssen gewisse Bedingungen erfüllt werden, damit dieser rechtlich wirksam ist.

Arten von Befristung:

  • Befristung mit Sachgrund: Ein solcher Arbeitsvertrag setzt einen sachlichen Grund voraus. Sobald dieser wegfällt, ist auch der Vertrag beendet. Von deinem Arbeitgeber musst du zwei Wochen vor Beendigung darüber informiert werden.

  • Kalendermäßige Befristung: Ist in dem Arbeitsvertrag kein Sachgrund genannt, kann ein Arbeitsvertrag vom Arbeitgeber bis zu zwei Jahre kalendermäßig befristet werden. Dies darf nur dann eingesetzt werde, wenn der befristete Arbeitsvertrag das erste Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Firma darstellt. Bei StartUps ist auch eine vierjährige Befristung erlaubt.

Zusatzinformation: Häufig wird diese Art eines Arbeitsvertrags auch bei Trainee-Programmen angewendet. Hiermit lassen sich die Unternehmen offen, ob nach dem Traineeship die Übernahme erfolgt.

Befristeter Arbeitsvertrag – Vorteile

Besonders für Berufseinsteiger gibt es Vorteile:

  • Nutze die befristete Stelle als Sprungbrett. Vielleicht kannst du während deiner Anstellung sogar so von dir überzeugen, dass die Befristung verworfen wird.

  • Ein solcher Arbeitsvertrag gibt dir die Möglichkeit deinen Horizont durch das Kennenlernen unterschiedlichster Unternehmen zu erweitern.

  • Auch verschiedene Bereiche kannst du dadurch kennenlernen. DU wächst so fachlich und kannst herausfinden, was dir am besten liegt.

  • Oft bieten hochklassige Unternehmen eine solche Form des Arbeitsvertrags an. Auch wenn du nicht lange dort beschäftigt bist, in deinem Lebenslauf machen sich diese Jobs gut.

Befristeter Arbeitsvertrag – das muss für Rechtswirksamkeit gelten

  • Schriftform

  • Unterzeichnung durch Arbeitgeber und -nehmer

  • Explizite Angabe eines Sachgrunds, wenn dieser vorhanden ist

Diese Rechte stehen dir zu:

  • Ist der Arbeitsvertrag fehlerhaft, gilt er als unbefristet.

  • Der befristete Arbeitsvertrag verlängert sich automatisch, wenn der Arbeitnehmer am Tag nach dem Ende der Beschäftigung weiterhin seine Tätigkeit ausübt und dagegen kein Einspruch erhoben wird.

  • Dein Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, dich nach Ende des befristeten Arbeitsvertrags über ausgeschriebene Stellen zu informieren, die deiner Person und deinen Fähigkeiten entsprechen.

Befristeter Arbeitsvertrag – Verlängerung

Wird eine Gesamtdauer von zwei Jahren nicht überschritten, darf dein Arbeitgeber den befristeten Arbeitsvertrag drei Mal verlängern.

Gibt der Arbeitgeber einen Sachgrund für die Befristung an, ist eine weitere Verlängerung möglich.

Befristeter Arbeitsvertrag – Kündigung

Eine Kündigung kann nicht stattfinden, wenn sie nicht explizit im Arbeitsvertrag genannt ist.


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