Tafel mit weißer Kreide "Technology"

Ausbildung: Erfahrungsberichte aus dem MINT-Bereich

Möchtest du nach dem Abitur direkt ins Berufsleben einsteigen und nach jahrelangem Bankdrücken in der Schule endlich Praxisluft schnuppern? Darüber hinaus hast du technisches Geschick und Spaß an Technik? Dann legen wir dir folgende Ausbildungsberufe ans Herz:

Ausbildung: Baugeräteführer - Erfahrungsberichte: Baugeräteführer bei Leonhard Weiss

Dominic Wagner, Leonhard Weiss»Der Baugeräteführer ist ein interessanter, aber auch anstrengender Beruf, der Verantwor tungsbewusstsein, handwerkliches Geschick, technisches Interesse und eine gute Hand-Augen-Koordination erfordert. Keiner meiner Arbeitstage gleicht dem anderen, jede Baustelle und jede Maschine ist anders, somit gibt es außer dem täglichen Warten und Pflegen der Maschinen keine Routine, die Vielzahl der zu steuernden Maschinen wie Bagger, Raupe, Walze und Lader lassen keine Langeweile zu.

Nach der Ausbildung kann man sich weiterbilden, indem man die Meisterschule besucht oder sich zum Vorarbeiter, Werkpolier oder dem geprüften Polier ausbilden lässt, um seine ›eigenen‹ Baustellen zu führen. Doch auch ein Studium ist nach abgeschlossener Ausbildung und Praxiserfahrung möglich.«

Dominic Wagner wird bei Leonhard Weiss zum Baugeräteführer ausgebildet

Ausbildung: Biologielaborant - Erfahrungsberichte Biologielaborantin bei Sanofi

Warum hast du dich für die Ausbildung zur Biologielaborantin entschieden?
Ich hatte bereits in der Schulzeit Interesse an Biologie und zur Abiturprüfung Biologie als Leistungskurs gewählt. Speziell interessiert mich die Pharma-Forschung, ich würde gerne Arzneimittel entwickeln, die Menschen helfen.

Was musst du für die Ausbildung mitbringen?
Interesse an biologischen Vorgängen ist natürlich die Grundvoraussetzung. Man sollte neugierig und wissbegierig sein, schließlich muss man verstehen, warum der Versuch so aufgebaut wird und welche Faktoren im Versuch wirken. Zudem ist es wichtig, teamfähig zu sein und genau zu arbeiten.

Bitte beschreib uns einige typische Aufgaben.
Ich züchte Bakterienkulturen und beobachte ihr Wachstum nach der Behandlung mit bestimmten Substanzen. Auch die Wirkung von möglichen Arzneimitteln auf Zellkulturen und Proteine teste ich. Die Qualitätskontrolle von biotechnologisch erzeugten Arzneimitteln wie Insulin gehört auch zu meinen Aufgaben.

 

Victoria von der Au will Medikamente entwickeln

Ausbildung: Chemielaborant - Erfahrungsberichte Chemielaborant bei Taros Chemicals

»Ich bin bei Taros Chemicals als Azubi tätig. Hier bekomme ich einen Einblick in die Biotechnologie, Prozesschemie, Pharma und Forschung von Synthesen. Das besondere hierbei ist, dass man jeden Tag etwas Neues herstellt und lernt. Täglich werden neue Stoffe durch Synthesen hergestellt und analysiert. Es ist immer wieder spannend zu erfahren, ob eine Synthese geklappt hat oder ob man die Synthese mit einem neuen Prozess entwickeln muss.

 

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, die in Betriebs-, Schul-, und außerschulische Phasen unterteilt sind. Mit guten Leistungen kann man auf drei Jahre verkürzen. Es werden mathematische und chemische Kenntnisse vorausgesetzt, genauso wie handwerkliches Geschick. Man muss sich vor Augen halten, dass man eventuell Messdaten aufbereiten, auswerten und analysieren muss.«

 

Eduard Ackermann ist der Herr der Messdaten

Chemielaborant bei Sanofi

Chemielaborant Marco Buchmann»Das Besondere an der Ausbildung bei Sanofi ist die Vielfalt der Betriebe, in denen man eingesetzt wird, um einen Einblick in die verschiedenen Tätigkeitsfelder eines Chemielaboranten zu bekommen:

  • Auswertung biologischer Assays
  • Forschung im Bereich der Synthese
  • Freigabeprüfungen für Fertigarzneimittel
  • Arbeiten nach GMP-Vorschriften, besonders im Qualitätsmanagement

Neben den Betriebs- und Berufsschulphasen nehmen wir außerdem an Praktika der Firma Provadis, Sanofis Bildungspartner, teil, wo uns das nötige praktische Grundwissen für die Arbeit im Betrieb vermittelt wird.

Meine Ausbildung bei Sanofi konnte ich mit einem Studium als Chemieingenieur an der Provadis Hochschule verbinden.«

Marco Buchmann, Auszubildender Chemielaborant bei Sanofi

Ausbildung zur Chemielaborantin bei Fresenius

»Ich habe mich für eine Ausbildung entschieden, da ich nach 13 Jahren Schule erst mal genug von der Theorie hatte. Außerdem wollte ich mein eigenes Geld verdienen und mich ein klein wenig erwachsener fühlen.

Das Schönste an meiner Ausbildung zur Chemielaborantin ist, dass ich sehe, wie theoretisches Wissen über Chemikalien und deren Reaktionen miteinander in die Praxis umgesetzt werden kann. Der Beruf erfordert eine hohe Aufmerksamkeit, da ich manchmal mit gefährlichen Substanzen hantiere. Das finde ich echt aufregend! 

Die Qualitätskontrolle der Produkte hat einen wichtigen Stellenwert und ich bin stolz darauf, daran beteiligt zu sein, da meine Arbeit für uns Menschen notwendig ist.«

Lisa Schmidt ist im Labor von Fresenius immer höchstkonzentriert

Ausbildung zur Chemielaborantin bei BASF

Warum hast du für die Ausbildung zur Chemielaborantin und gegen ein Studium entschieden?
»Ich wollte praktische Berufserfahrung sammeln, die mir für ein Biochemie-Studium nützlich sein kann.«

Wie kam es zu deinem Einstieg bei BASF?
»Ich wurde durch einen gelungenen Werbespot und durch die Empfehlung meines Chemielehrers auf BASF aufmerksam.

Außerdem habe ich mich für das Unternehmen entschieden, weil es eine angesehene und umfassende Ausbildung bietet.«

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
»Morgens leere ich den Trockenbaum und setze frische Lösungen an. Danach erledige ich die Aufgaben, die mir meine Betreuerin gibt – diese bestehen meistens aus vielen verschiedenen Analysen.«

Wie hast du die Umstellung von der Schule auf die praktische Arbeit empfunden?
»Für mich war das kein großes Problem, da ich während meiner Oberstufenzeit und in der Zeit zwischen dem Abitur und Ausbildungsbeginn gejobbt habe. Außerdem musste ich anfangs auch viel lernen, da wir viele Unterrichtsblöcke mit wöchentlichen Tests hatten.«

Kristin Kaworski wusste schon in der Schule, dass ihre Zukunft in der Chemiebranche liegt.

Chemielaborant am Forschungszentrum Jülich

Ausbildung zum ChemielaborantenFür viele ist Chemie ein böhmisches Dorf. Verwirrend. Unerklärlich. Nicht so für Fabian Tigges, der eine Ausbildung zum Chemielaboranten am Forschungszentrum (FZ) Jülich absolviert.

»Es fasziniert mich, wie viele Dinge um uns herum sich mit Chemie erklären und verstehen lassen«, sagt der 19-Jährige. Weil er nach seinem Abitur lieber arbeiten und nicht auf die fi nanzielle Unterstützung seiner Eltern angewiesen sein wollte, entschied er sich für eine Ausbildung.

Und trotz weiterer Zusagen für das FZ Jülich. »Wie sich gezeigt hat, war das die richtige Entscheidung.« In drei Jahren wird Tigges zunächst in grundlegenden chemischen Laborarbeiten ausgebildet. Physik, ein Strahlenschutzkurs und Qualitätsmanagement stehen auch auf dem Stundenplan, haben Tigges »aber bei weitem nicht so sehr interessiert wie meine chemischen Praktika «. Nach dem ersten Jahr erfolgt der Wechsel an Forschungsinstitute, wo Tigges dann auch aktiv an Forschungsprojekten mitarbeiten darf.

In den Laboren des Forschungszentrums Jülich analysiert und experimentiert Fabian Tigges

Chemielaborant bei Taros Chemicals

»Nachdem ich im Studium Chemieingenieurwesen für mich persönlich keine Perspektive gesehen habe, aber auf jeden Fall im Labor arbeiten wollte, habe ich mich für die Ausbildung zum Chemielaboranten entschieden.

 

Wir arbeiten hier viel an der Forschung und an Auftragssynthesen, vor allem für den Pharma-Bereich. Dadurch werde ich vielfältig eingesetzt und kann eine Menge in der organischen Synthese lernen. In der Chemie kann es natürlich auch mal giftig rauchen, heiß werden oder sogar ein kleines Feuer entfachen, deswegen muss man sehr sorgfältig an die Arbeit gehen und immer wissen, mit welchen Chemikalien man aktuell arbeitet.

 

Für bestimmte Ausbildungsinhalte arbeiten wir eng mit der TU Dortmund zusammen: Durch verschiedene Praktika und Zusatzunterricht können wir uns perfekte auf die Abschlussprüfungen vorbereiten.«

 

Christopher Pellmann hält mit Sorgfalt die Flammen in Griff

Ausbildung: Chemisch-technischer Assistent (CTA)


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