Ausbildung Ungewöhnliche Ausbildungsberufe -Erfahrungsberichte

Traum ? Oder Beruf ? Autor. Stuntman. Oder Wedding Planer. Wie wird man sowas Ungewöhnliches ? Und wie ist das dann, so jeden Tag.

Volker Klüpfel & Michael Kobr Krimiautoren der ‚Kluftinger’-Romane, Millionen-Auflagen


Was wir jetzt tun, haben wir nicht gelernt, aber wir haben gelernt, dass das, was wir gelernt haben, bestimmt viel geholfen hat bei dem, was wir jetzt ungelernt tun, nämlich Schriftstellern. Ansonsten war es learning by doing. 

Warum ich liebe, was ich tue…
Weil es uns die größtmögliche Freiheit bietet: einerseits im Kopf, weil es nun unser Beruf ist, uns Geschichten auszudenken. Zum anderen kann man diesen Beruf überall und zu jeder Tages- und Nachtzeit ausüben, man muss nicht mal nüchtern sein dafür.

Wie werd’ ich das?
Schreiben! Ruhig bei einem kleinen Verlag anfangen, nicht sofort auf den großen Vertrag hoffen, sich Zeit geben für die Entwicklung. Und falls nicht mal ein kleiner Verlag anbeißt, kann dein Werk über Self-Publishings immer noch an die Leser kommen. 



Mac Steinmeier, Inhaber Stuntmac GmbH

Wie ich gelernt habe, was ich tue…
In den 80er Jahren gab es in Deutschland leider keine Stuntschulen, so dass die meisten Stuntleute autodidaktisch lernten. Dazu übte man Prügeleiszenen in Parks, Sprünge von diversen Burgmauern, Treppenstürze an U-Bahntreppen und sonntags Fahrradstürze auf leeren Kaufhausparkplätzen, was immer für Aufsehen und gelegentlich für Ärger sorgte. Beim Versuch, ein geeignetes Trainingsgelände zu finden, fragte ich 1987 bei der Bavaria Film an. Dort fand man die Idee gut, im Rahmen der Bavaria Filmtour Stuntleute beim Stunttraining beobachten zu können. 1989 bis 2010 konzipierten wir für die Bavaria Filmstadt drei unterschiedliche Stuntshows und durften 23 Jahre lang täglich mehrere Shows aufführen. In tausenden Liveshows konnten wir unsere Stunts dermaßen perfektionieren, dass wir unsere Arbeit bei nationalen und internationalen Film- und Fernsehproduktionen einsetzen konnten. Seit vielen Jahren sind unsere Stuntleute regelmäßig in Serien wie »Tatort«, »Die Bergretter«, »Aktenzeichen XY-ungelöst« oder Kinofilmen wie »Der Soldat James Ryan«, »Inglourious Basterds«, »Die wilden Kerle« oder den beiden »Fack ju Göhte«-Teilen zu sehen.

Wie werd ich das?
Wenn ihr sehr sportlich seid, bewerbt euch bei etablierten Stuntteams in eurer Stadt und bringt viel Geduld, Ausdauer und Teamgeist mit. Es dauert meist lange, bis man mit diesem Beruf genug Geld verdienen kann, um davon zu leben. Wer allerdings richtig gut ist, wird bei den Stuntkoordinatoren schnell bekannt und für Film und Fernsehproduktionen gebucht. Website des Bundesverband deutscher Stuntleute www.german-stunt-association.de/start

Warum ich liebe, was ich tue…
Die kreative Arbeit in kreativen Teams macht großen Spaß. Dazu ist man viel unterwegs, lernt sehr interessante Menschen kennen und arbeitet an einem gemeinsamen kleinen oder großen Projekt. Wenn der Film dann noch »gut und erfolgreich« wird, ist man sehr stolz darauf, dazu seinen Beitrag geleistet zu haben.



Tina Klewin, Inhaberin Tanzstudio Tancvilag

Wie ich gelernt habe, was ich tue…
Ich habe am Ballettförderzentrum Nürnberg meine Ausbildung zur Bühnentänzerin und Tanzpädagogin mit Diplom- Abschluss absolviert.

Warum ich liebe, was ich tue…
Ich liebe das Tanzen, die Bewegung und dass ich mit dem Tanz meine Gefühle ausdrücken kann.

Wie werd’ ich das?
Du benötigst das Talent, den passenden Körper und viel Ehrgeiz und Leidenschaft für den Beruf. Dann kannst du viel erreichen und hast einen der wohl schönsten Berufe der Welt.



Dr. Jana Stix, Klinikum Nürnberg

Wie ich gelernt habe, was ich tue:
In einer Mischung aus Lernen von Theorie, sich an erfahrenen Kollegen orientieren und „trial and error“.

Warum ich liebe, was ich tue...
Weil Pathologie ein investigatives Fach ist, das sich mit den unterschiedlichsten krankhaften Vorgängen im Körper beschäftigt und für die Diagnosestellung einer Krankheit oder eines Tumors unverzichtbar ist.

Ist das was für dich?
Lass dich nicht von der langen Studienzeit eines Medizinstudiums abschrecken und sieh dir den zukünftigen Berufsalltag in einem Praktikum an.



Anja Vierle Inhaberin von ›Workout Nürnberg‹

Wie ich gelernt habe, was ich tue:
Fachabi, danach eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation, im Anschluss als Team Assistentin bei Siemens gearbeitet und an der Akademie für Werbung und Marketing zwei Jahre studiert. Danach konnte ich einen Job als Junior Projekt Leiter bei Puma ergattern. Parallel habe ich an der Steinbeis-Hochschule in Berlin den Bachelor gemacht. Danach ging es weiter zu Escada nach München als Visual Merchandising Manager für die Schaufenster-Gestaltung. Und jetzt arbeite ich seit 2,5 Jahren bei Barthelmess und habe vor zwei Jahren mein Pilates-Studio in Nürnberg eröffnet.

Warum ich liebe, was ich tue...
Ich liebe es, eigenständig zu arbeiten, immer etwas Neues anzupacken und zu realisieren. Ich liebe es, im Team zu arbeiten und dieses zu steuern.

Wie werd’ ich das?
Egal ob Ausbildung oder Studium: Such dir einen Beruf aus, der dich fordert und Spaß macht! Völlig egal, wie der Job heißt, wer gut ist und seine Arbeit mit Engagement erledigt, wird immer eine Chance haben! Wichtig ist: beweglich im Kopf bleiben und sich auf Neues einlassen. Heute ist alles so flexibel, es spielt keine Rolle, ob du eine Ausbildung als Friseur beginnst und nach einigen Jahren ein Studium in BWL. Man lernt immer etwas, das man später anwenden kann. Wichtig ist, keine Angst davor zu haben, einen Weg einzuschlagen, der sich nach einigen Jahren noch einmal ändern kann.



Petra Birner Moderatorin Star FM

Wie ich gelernt habe, was ich tue:
Klassischer Quereinstieg. Nach einer Ausbildung im sozialen Bereich wollte ich mich umorientieren. Da mich das Medium Radio schon immer interessiert und fasziniert hat, hab ich ein dreimonatiges Redaktions-Praktikum gemacht, dann ein zweijähriges Volontariat, die Ausbildung zur Redakteurin, Moderatorin. Ich hab erst mal in der Musikredaktion gearbeitet und mich später für die Moderation entschieden.

Warum ich liebe, was ich tue...
Weil es ein kreativer, abwechslungsreicher Job ist. Es wird nie langweilig, man wird täglich aufs Neue gefordert. Man lernt immer wieder tolle Menschen kennen und erlebt spannende Geschichten. Und ich kann behaupten, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe: meine Liebe zur Musik.

Ist das was für dich?
Macht ein Praktikum bei einem Radiosender, so findet ihr schnell raus, ob euch die Arbeit gefällt und ihr euch das so vorgestellt habt.



Evelyn Samwer Hochzeitsplanerin

Warum ich liebe, was ich tue...
Wie der Name schon sagt, befinden sich meine Kunden in der Hoch-Zeit ihres Lebens. Es geht um ein sehr emotionales Ereignis, das ich kreativ mitgestalten darf und am Tag der Hochzeit live erlebe!

Wie werd’ ich das?
Du musst dich auf einen langen Weg einstellen. Eine gute Ausbildung ist wichtig! Doch dann ist der Job wirklich toll und sorgt für gute Laune!

Wie ich gelernt habe, was ich tue:
Ich habe ein Studium als Wirtschaftspädagogin absolviert. Dort konnte ich selbständig neue Themen und das vernetzte Denken lernen. Und auch meine pädagogische Kompetenz kommt noch zum Einsatz. Zum Beispiel, wenn sich Braut und Bräutigam nicht einig sind. Bei meiner früheren Arbeit in einem Großkonzern durfte ich das Organisieren von kleinen und großen Veranstaltungen in vielfältiger Weise üben und mein Organisationstalent ausbauen.


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