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Gehalt in der Ausbildung: Wer verdient was?

Du willst nach dem Abi eine Ausbildung machen, aber nicht am Hungertuch nagen? Gute Nachrichten: Die Azubi-Gehälter steigen seit Jahren an. Wenn du wissen willst, bei welcher Ausbildung du am meisten verdienen kannst, dann scroll dich durch.

Ausbildung Gehalt: So entwickeln sich die Gehälter

Kurz gesagt: Azubis verdienen immer besser. Im Jahr 2017 sind die tariflichen Vergütungen laut Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) um 2,6 Prozent gestiegen. Das heißt: Der Durchschnittsazubi verdient 876 Euro im Monat. Obwohl die Steigerung in den Jahren zuvor deutlich höher war, rechnet das (BIBB) auf im Jahr 2018 mit einem Wachstum der Gehälter. Das Gehalt schwankt natürlich je nach Berufsgruppe – aber auch nach Region. So verdienen Azubis in westlichen Bundesländern mehr als die in in östlichen Gebieten.

Ausbildung Gehalt: Deshalb steigen die Löhne

Der Lohnzuwachs für Azubis hat drei Gründe:

  • Die wirtschaftliche Lage: Den deutschen Unternehmen geht e finanziell gut – auch im europäischen Vergleich. Sie können höhere Gehälter verkraften.
  • Die demographische Entwicklung: Klassisches Prinzip von Angebot und Nachfrage. Die sinkenden Schülerzahlen begründen einen Azubi-Mangel und die Löhne steigen entsprechend.
  • Die akademische Konkurrenz: Immer mehr Abiturienten entscheiden sich für ein Studium. Deshalb sind Auszubildene gefragt wie nie.

Ausbildung Gehalt: Diese Berufe verdienen am meisten

Die folgenden Zahlen stammen vom BIBB und sind das Durschnittsgehalt der Ausbildungsdauer. Beispiel: Ein Maurer verdient im ersten Ausbildungsjahr 785 Euro, im zweiten Jahr 1.135 Euro und im dritten 1.410 Euro – ergibt ein Durchschnittsgehalt von 1.110 Euro.

  • Beton- und Stahlbetonbauer (Westen): 1.110 Euro
  • Fliesen-, Platten- und Mosaikleger (Westen): 1.110 Euro
  • Maurer (Westen): 1.110 Euro
  • Kanalbauer (Westen): 1.110 Euro
  • Rohrleitungsbauer (Westen): 1.110 Euro
  • Straßenbauer (Westen): 1.110 Euro
  • Stuckateur (Westen): 1.110 Euro
  • Trockenbaumonteur (Westen): 1.110 Euro
  • Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer: 1.110 Euro
  • Zimmerer (Westen): 1.110 Euro
  • Binnenschiffer: 1.072 Euro
  • Gleisbauer (Westen): 1.071 Euro

Ausbildung Gehalt: Diese Berufe verdienen am wenigsten

  • Fleischer (Osten): 383 Euro
  • Schornsteinfeger: 518 Euro
  • Friseur: 522 Euro
  • Florist: 587 Euro (Osten), 622 Euro (Westen)
  • Parkettleger: 588 Euro
  • Bodenleger: 588 Euro
  • Winzer: 596 Euro
  • Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (Osten): 600 Euro
  • Fachkraft für Schutz und Sicherheit (Osten): 600 Euro
  • Feinwerkmechaniker (Osten): 604 Euro
  • Metallbauer (Osten): 604 Euro
  • Fachkraft Agrarservice (Osten): 607 Euro
  • Pferdewirt (Osten): 607 Euro
  • Landwirt (Osten): 607 Euro
  • Schilder- und Lichtreklamehersteller: 607 Euro
  • Tierwirt (Osten): 607 Euro

Ausbildung Gehalt: Das verdienen Azubis in den beliebtesten Ausbildungsberufen

  • Kaufleute im Einzelhandel: 869 Euro (Westen), 788 Euro (Osten)
  • Kaufleute für Büromanagement (Industrie und Handel): 971 Euro (Westen), 896 Euro (Osten)
  • Kaufleute für Büromanagement (Öffentlicher Dienst): 961 Euro
  • Kaufleute für Büromanagement (Handwerk): 767 Euro (Westen), 720 Euro (Osten)
  • Verkäufer: 813 Euro (Westen), 735 Euro (Osten)
  • Kraftfahrzeugmechatroniker (Industrie und Handel): 860 Euro (Westen), 669 Euro (Osten)
  • Kraftfahrzeugmechatroniker (Handwerk): 785 Euro (Westen), 669 Euro (Osten)
  • Industriekaufleute: 1.008 (Westen), 942 Euro (Osten)
  • Medizinische Fachangestellte: 803 Euro
  • Kaufleute im Groß- und Außenhandel: 910 Euro (Westen), 850 Euro (Osten)
  • Industriemechaniker: 1.042 Euro (Westen), 1.003 Euro (Osten)

Das sollten Azubis bei der Stellensuche wissen

  1. Berufe: Die Gehälter steigen vor allem in den Berufsgruppen an, in denen der Azubi-Mangel besonder hoch ist, beispielsweise bei Handwerker-Berufen.
  2. Branchen: Gehälter unterscheiden sich von Branche zu Branche: In der Industrie und im Handel gibt es beispielsweise mehr als im Handwerk.
  3. Bundesländer: In westlichen Bundesländern gibt es teilweise andere Gehälter als in östlichen. Ein Vergleich lohnt sich also in vielen Fällen.
  4. Regionen: In Ballungsgebieten gibt es zwar mehr Ausbildungsplätze, aber auch mehr Mitbewerber. In ländlichen Regionen hast du deshalb oft besser Chancen auf eine Stelle.
  5. Angebot: Sieh dich nach Alternativen zu den klassischen Ausbildungsberufen wie Friseur oder Bäcker um. Es gibt so viel mehr Auswahl.

Du hast keine Lust auf einen klassischen Ausbildungsberuf? Wie wäre es mit Dolmetscher und Übersetzer? Hier gibt's mehr zu exotischen Ausbildungsberufen. Du hast deinen Traumausbildungsberuf schon gefunden? Lies hier, wie du einen guten Arbeitgeber erkennst und den richtigen für dich findest.

 

 


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