Heilberufe im Schnellcheck

Helfen, heilen, lindern: Geht auch ohne einsnuller Abi und Medizinstudium. Braucht vor allem: Lust auf Arbeit mit Menschen. Gewusst, wie - mit unserer Parade der Heil- und Gesundheitsberufe.

Ausbildung zum Heilpraktiker/-in

Das schnelle Weg-Behandeln von Symptomen ist nicht sein Ziel: Er will die Erkrankung eines Patienten durch genaues Verstehen von dessen Lebensumständen und Psyche lindern oder beheben. Durch individuelle Betreuung findet er die richtigen naturheilkundlichen Heilungsansätze und aktiviert damit die Selbstheilungskärfte des Körpers.

Heilpraktiker/-in ist kein Lehrberuf. Es gibt keine fest geregelte Ausbildung. Klassischer Weg ist der Besuch einer Schule für Heilpraktiker. Die Ausbildungs-Dauer variiert von Schule zu Schule: von Abendkursen bis Langzeitunterricht die ganze Woche ist alles dabei.

Um praktizieren zu dürfen, steht die ›Amtliche Überprüfung‹ im Gesundheitsamt und die Erlaubniserteilung nach dem Heilpraktikergesetz an. Du musst mindestens 25 Jahre alt sein. Heilpraktiker, häufig seslbstständig, zählen zu den Freien Berufen.

Ausbildung zum Ergotherapeuth/-in

Hilft Menschen zum Beispiel bei der Wiedereingliederung nach schwerer Krankheit. Oder unterstützt die Behandlung von Kindern mit Entwicklungsverzögerunen oder Behinderung: Ergotherapie ist eine Arbeits- und Beschäftigungstherapie, bei der du eingeschränkte Fähigkeiten und Handlungsunfähigkeit deiner Patienten, sowohl körperliche als auch psychische, spezifisch und individuell zum Beispiel mit künstlerischen, musikalischen oder sportlichen Übungen therapierst.

Entweder Ausbildung an einer Berufsfachschule oder Ergotherapie-Bachelor-Studium. Die schulische Berufsausbildung enthält theoretische und praktische Unterrichtseinheiten. Ausbildungsdauer: drei Jahre.

Ergotherapeuten arbeiten in Krankenhäusern, Reha-Kliniken, Gesundheitszentren und in Praxen für Ergo- und Physiotherapie.

Ausbildung zum Physiotherapeut/-in

Hilft entweder präventiv oder nach Erkrankungen oder Verletzungen, Menschen in Bewegung zu bringen. Die wichtigsten Methoden und Hilfsmittel sind bewegungstherapeutische Übungen, Massagen, Wärme- und Kältebehandlungen, Reizstrom und Ultraschall. Sie sind Spezialisten für den Bewegungsapparat und behandeln Patienten aller Altersstufen, fördern den Heilungsprozess und geben Tipps für das eigenständige Training zu Hause. Der Oberbegriff Physiotherapie meint einerseits die Krankengymnastik und andererseits die physikalische Therapie: hier arbeiten Physiotherapeuten und Masseure gleichberechtigt nebeneinander.

Entweder mit einer dreijährigen Schulausbildung oder als Bachelor-Studium.

Physiotherapeuten arbeiten in vielfältigen Bereichen von Prävention, Therapie und Rehabilitation entweder in speziellen Praxen oder in Kliniken.

Ausbildung zum Logopäde/-in

Berät, untersucht und behandelt Patienten mit Sprach-, Sprech- oder Stimmstörungen, Kommunikationsstörungen und Störungen des Schluckens. Stottern, chronische Heiserkeit, Sprachverlust nach einem Schlaganfall – Logopäden behandeln viele Störungen der Sprache, der Stimme und des Sprechens. Sie arbeiten mit Menschen jeden Alters vom Säugling bis zum Hochbetagten.

Entweder mit einer bundesweit einheitlich geregelten dreijährigen Schulausbildung an Berufsfachschulen oder als Bachelor-Studium.

Vielfältige Einsatzgebiete zum Beispiel in Kliniken, Rehazentren, Logopädie- und psychologischen Praxen oder Sprachheilkindergärten.

Ausbildung zum Fitnesstrainer/-in

Haupt-Einsatzgebiet sind Fitnessstudios, zunehmend auch Personal Training. Erklärt die Geräte. Braucht Kenntnisse zu Anatomie, Physiologie und gängigen Krankheitsbildern wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, Bandscheibenvorfall oder Rückenschmerzen.

Vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten, leider unübersichtlich. Fitnesstrainer werden in C/B/A-Lizenzen ausgebildet. Entweder bei den Landessportverbänden oder über private Träger (zum Beispiel BSA Akademie, SAFS Beta, Inline, IST). Sie sind relativ teurer, bieten aber viel Service.

Verschiedene TÜV-Verbände bieten Ausbildungs-Empfehlungen an. Wer alle Ausbildungsstufen und Lizenzen durchläuft, Weiterbildungen absolviert und eine bestimmte Anzahl Praxisstunden nachweisen kann, kann sogar seinen ›Bachelor of Arts Sport mit der Spezialisierung Gesundheitssport und Prävention‹ machen.


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