Ausbildung: Industrietechnologe

Wie du Industrietechnologe wirst und welche Erfahrungen andere mit der Ausbildung gemacht haben, erfährst du hier:

Angehende Industrietechnologen arbeiten in der Gruppe

Weshalb hast du dich für genau diese Ausbildung und gegen ein Studium entschieden? »Ich wollte nie studieren. Die Art und Weise, wie man an einer Uni oder FH lernt und lehrt, gefällt mir persönlich einfach nicht. Also habe ich eine Alternative gesucht, die inhaltlich ähnlich ist, aber auf eine andere Art vermittelt wird. Ein weiterer wichtiger Grund war die kurze Dauer von nur zwei Jahren und natürlich auch eine gewisse Vergütung. Für mich war es ein Mini-Studium, das auch noch bezahlt wird.«


Wie hast du dich über deine Ausbildung informiert? »Da in meiner Familie schon jemand diese Ausbildung gemacht hatte, konnte ich meine Fragen gleich loswerden. Aber da die Antworten schon über 20 Jahre alt waren, habe ich natürlich zuerst einmal auf die Homepage geschaut und von dem ‘Tag der offenen Tür’ gelesen. Dort gibt es genügend Infos über die Schule, die verschiedenen Ausbildungsrichtungen und einen schönen Einblick in das Innenleben.«


Was hat dich an einer Ausbildung zum Industrietechnologen gereizt? »An dieser Ausbildung hat mich vor allem die Vielfältigkeit dieses Berufes gereizt. Es ist nicht nur stures Programmieren, sondern man lernt auch etwas außen rum. Wie funktioniert eigentlich die Elektronik, und wo wird sie eingesetzt. Außerdem ist diese Ausbildung einzigartig. Super Berufsmöglichkeiten in sehr vielen Bereichen und gute Übernahmechancen.«


Beschreibst du uns bitte deinen typischen Arbeitstag? »Einen typischen Arbeitstag zu beschreiben ist nicht einfach, weil es immer wieder etwas anderes gibt. Sicher, am Anfang ist es ein bißchen Theorie. Das sieht nicht viel anders aus als in der Schule. Ein Vorteil ist aber die Tatsache, dass die Dozenten alle das gearbeitet haben oder noch arbeiten, was sie uns erklären. Man hat also gleich viel mehr Praxisbezug. Im Laufe der Zeit hat sich der Theorieunterricht immer mehr verkürzt und wir haben in Gruppen Projekte gemacht. Das ging über ein paar Wochen, in denen wir selbstständig die Aufgaben erledigt haben. Im letzten Semester schließlich absolviert man ein Praktikum in einer Abteilung. Dort arbeitet man dann wie ein normaler Angestellter mit.«


Bist du nach der Ausbildung direkt übernommen worden? »Ja, das hat funktioniert. Für die, die im Laufe der Ausbildung aber merken, sie wollen mehr wissen, mehr lernen, die können dann auch noch ein verkürztes Studium dranhängen.«


Was rätst du Abiturienten, die sich für eine ähnliche Tätigkeit interessieren? »Wer programmieren oder sich mit Computern und Maschinen beschäftigen möchte, für den ist diese Ausbildung auf jeden Fall ein guter Start. Hier werden alle Grundlagen angeeignet, die man für ein Berufsleben braucht, sowohl theoretische, praktische und vor allem auch die immer wichtiger werdenden Soft-Skills vermittelt. Am Ende hat man aber auf jeden Fall einen anerkannten Abschluss und wer dann noch möchte, kann sein Wissen in einem Studium noch weiter vertiefen.«

Stefanie Bövers (22) hat ihre Ausbildung zur Industrietechnologin bei der Siemens Technik Akademie (STA) abgeschlossen.


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