Jesper Aggergaard / Unsplash

Ausbildung: Ergotherapeut - Erfahrungsbericht

Menschen helfen - die Helden des Alltags.

Weshalb hast du dich für eine Ausbildung zur Ergotherapeutin und gegen ein Studium entschieden?
In der 9. Klasse habe ich ein Praktikum bei einem Ergotherapeuten gemacht. Dies hat mir so viel Spaß gemacht, dass mein Entschluss, diese Ausbildung zu machen, sehr schnell feststand. Seit 2008 mache ich nun meine schulische Ausbildung. Im Moment absolviere ich meine Praxisphase im Seniorenpflegeheim ›Marienhof‹.

Wie gestaltet sich ein typischer Arbeitstag?
Unabhängig vom jeweiligen Bereich begleite, unterstütze und fördere ich die Klienten in ihrem Alltag, damit sie möglichst schnell wieder selbstständig werden.

Ich helfe ihnen in den Dingen des alltäglichen Lebens, die ein gesunder Mensch automatisch erledigt und gebe ihnen somit ein Stück Lebensqualität zurück. Dabei muss und darf ich ziemlich kreativ werden.

Mit welchen Schwierigkeiten warst du anfangs konfrontiert?
Ergotherapie soll den Menschen so viel Selbstständigkeit wie möglich zurückgeben. Das ist meist ein sehr langer Prozess, bei dem man sehr viel Geduld braucht. Am Anfang fiel es mir oft schwer, mich zurückzuhalten, wenn ich sah, dass jemand Schwierigkeiten bei einer Tätigkeit hatte.

Mittlerweile kann ich aber sehr gut einschätzen, ob ein Patient wirklich Hilfestellung benötigt oder ob es ihm, wenn auch mit viel Mühe, selbst gelingt.

Was war bisher dein schönstes Erlebnis?
Es ist toll, die Fortschritte der Patienten mitzuerleben – selbst wenn diese sehr klein sind. Ein Erfolg kann schon sein, wenn ich einen depressiven Patienten, der am liebsten den ganzen Tag im Bett liegen würde, zu einem Spaziergang motivieren kann.

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