Ausbildung: Polizist - Erfahrungsbericht

Für Gerechtigkeit sorgen, Menschen helfen - dein Freund und Helfer: der Alltag eines Polizei-Azubis

Martina fotografiert ein Auto

Martina hat sich nicht mit einer Informationsquelle begnügt. Der Rechtsunterricht in der Schule hat sie schon immer interessiert. Als ihre Freundin mit der Ausbildung zur Polizistin begann, war es für sie die Möglichkeit, Infos aus erster Hand zu erhalten.

Das Interesse an diesem Beruf wuchs und die 21-Jährige schöpfte alle Infokanäle aus: »Ich habe im Internet recherchiert und einen von der Polizei extra für die Bewerber eingesetzten Einstellungsberater kontaktiert. Dieser schickte mir sofort Infobroschüren zu und lud mich zu einem Schnuppertag am Ausbildungsstandort Königsbrunn ein. Ein paar Wochen später besuchte er mich zuhause und informierte mich über den zu absolvierenden Einstellungstest sowie den Ablauf der Ausbildung und beantwortete alle meine Fragen.« Die Antworten überzeugten sie – seit März 2009 ist sie in der Ausbildung zur Polizistin. Sie hat sich bewusst gegen ein Studium entschieden, das ihrer Meinung nach zu viele theoretische und abstrakte Inhalte vermittelt. Die derzeitige Arbeitsmarktlage und die lange Studiendauer taten ihr übriges dazu.

Ihre Ausbildung betrachtet Martina nicht nur als die berufliche Umsetzung ihrer Interessen: »Es gibt mir ein gutes Gefühl, mit meiner Arbeit Menschen zu helfen und zur Gerechtigkeit beizutragen.« Gerechtigkeit braucht Rahmenbedingungen in Form von Gesetzen, deshalb teilt sich Martinas Ausbildung in einen theoretischen und praktischen Teil. »Der Unterricht setzt sich aus Rechtsfächern, wie Allgemeines Polizeirecht, Besonderes Sicherheitsrecht und Strafrecht zusammen. Dazu kommen Sport, Selbstverteidigung, Waffen- und Schießausbildung und Polizeiliches Einsatztraining.«
Vor allem der Umgang mit Waffen fiel ihr anfangs schwer, auch der Selbstverteidigungskurs fordert sie besonders: »Es kostet mich immer wieder Überwindung, gegen andere zu kämpfen. Und auch die Prüfungen in diesem Bereich sind sehr anspruchsvoll und anstrengend.« Da sie halbjährlich Prüfungen zu schreiben hat, war die Umstellung von der Schule zur Ausbildung kein Problem. Einen handfesten Unterschied gibt es aber: »Die Themen sind interessanter als in der Schule, weil ich mir ja eine Ausbildung ausgesucht habe, die meinen Neigungen entspricht.«

Falls die Theorie doch überhand nimmt – Praktika sorgen für Abwechslung und geben erste Einblicke in den ‘echten Polizeidienst’. Martina möchte nach ihrer Ausbildung erstmal Erfahrungen sammeln und auf einer Polizeidienststelle im Schichtdienst arbeiten. Sie überlegt auch, sich auf einen der vielen Bereiche zu spezialisieren: »Mich würde vor allem die Hunde- und die Hubschrauberstaffel interessieren. Da dieser Bereich für viele Polizisten sehr attraktiv ist, ist es schwierig, da einen Platz zu bekommen«, sagt die 21-Jährige.

Es gibt viele Möglichkeiten im Polizeidienst, wichtig ist es, Spaß an der Arbeit zu haben. »Und wer gerne Sport macht und sich nicht von den vielen Gesetzen einschüchtern lässt, ist bei der Polizei sicher nicht an der falschen Stelle.« Davon ist Martina überzeugt.


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