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Klischee oder Wahrheit: Ausbildung PTA

NICHTS ALS DIE WAHRHEIT

Unsere Klischee-Wahrheit-Checks. Diesmal: Ausbildungen - Pharmazeutisch-technische Assistenten

Ausbildung PTA

Klischee

Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) sind Helferlein in einer Apotheke. Sie erledigen schlichtweg alle Aufgaben, für die sich Apotheker zu schade sind. Arzneimittel herstellen sowie zu Gesundheitspflege und Ernährung beraten? Papperlapapp! Als PTA kannst du dich glücklich schätzen, wenn du dem Apotheker hin und wieder bei der Arzneimittelherstellung über die Schulter spitzen darfst! Denn Abwechslung gibt es im Leben eines PTA kaum: weißer Kittel an, ab an den Tresen, Rezepte einscannen, Medikamente aus Schubladen kramen, abkassieren und »der Nächste bitte«. 

Wahrheit

Nina Schackmann machte eine Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin (PTA)
»Auf meine Tätigkeit treffen diese landläufigen Meinungen bei weitem nicht zu! Klar nimmt die Kundenberatung einen Großteil des PTA-Berufs in der Apotheke ein. Sie ist aber durchaus eine verantwortungsvolle Aufgabe, die viel Fachwissen und Empathie erfordert. Für den abwechslungsreichen Alltag sorgen eine Menge weiterer Tätigkeiten: Durch die fundierte, breit gefächerte Ausbildung bin ich zudem in der Lage, die für Kunden notwendigen Rezepturen, Cremes oder Lösungen eigenständig herzustellen. Auch die Belieferung von Hilfsmitteln, Sichtverpackung oder BTM-Dokumentation zählen zu meinen Aufgaben. Außerdem sollte man immer Eigeninitiative und Zielstrebigkeit beweisen. Fort- und Weiterbildungen eröffnen ein großes Spektrum an interessanten Verantwortungsbereichen. PTA können sich auf bestimmte Kundengruppen, wie zum Beispiel Senioren, Diabetiker, Krebspatienten oder gefragte Bereiche wie Homöopathie, Pflanzenheilkunde und Kosmetik spezialisieren. Gerade habe ich an der Hochschule Schmalkalden zusätzlich meinen Abschluss als Pharmazieökonomin gemacht, wodurch mich weitere spannende Herausforderungen im Apothekenmanagement erwarten. Manche PTA nutzen auch die guten Jobaussichten außerhalb der Apotheke, beispielsweise als Pharmareferenten, im Marketing von Pharmaunternehmen, in Laboren, bei Krankenkassen oder pharmazeutischen Verlagen. Andere sehen den Beruf einfach als ein super Sprungbrett für ein anschließendes Pharmaziestudium.«


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