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Klischee oder Wahrheit: Tourismus/ Versicherungswesen

NICHTS ALS DIE WAHRHEIT

Unsere Klischee-Wahrheit-Checks von Tourismus und Versicherung.

 

Tourismus

 

Klischee

Toursimuskaufleute verkaufen Urlaubsreisen. Ihr Arbeitsplatz ist das Büro. Hier sitzen sie und warten, warten, warten. Worauf? Dass ein Kunde anruft und Beratung sucht – das Highlight des gesamten Arbeitstags. Die übrige Zeit verbringen sie damit, Angebote von Hotels und Ferienanlagen in das Portfolio des Reiseveranstalters aufzunehmen und die aktuellen Buchungszahlen über Computersysteme zu verfolgen. Laaaangweilig! Ihre Kreativität leben die Verkaufsasse aus, wenn sie hübsche Reisekataloge entwerfen, die eher selten der Realität entsprechen. Kein Wunder, sie reisen schließlich nicht selbst um die Welt, um sich ein Bild von den Reisezielen und -unterkünften zu machen.

 

Wahrheit

Maximilian Weinhandl absolviert eine Ausbildung zum Tourismuskaufmann mit Schwerpunkt Reiseveranstaltung  bei FTI Touristik.
»Ich wollte wissen, was hinter einer Reise steckt. Das war für mich ein Grund für den Beginn meiner Ausbildung. Außerdem steht die Arbeit mit Menschen beim Reisen im Vordergrund, was mir sehr wichtig ist. Je nach Abteilung unterscheiden sich die Aufgaben. Ich bin jetzt im YieldManagement gelandet. Wir korrespondieren täglich mit Hotels und setzen deren Angebote um. So können wir eine optimale Auslastung und Buchung garantieren. Mir gefällt besonders, dass ich die Ergebnisse meiner Arbeit direkt sehen kann: Ich wirke an der Katalogproduktion mit und kann dann letzten Endes den neuen Katalog in den Händen halten oder spiele neue Angebote in die Systeme ein und sehe am nächsten Tag, wie sich die Buchungszahlen positiv verändern. Neben der täglichen Arbeit im Büro, durfte ich auch einige außergewöhnliche Momente erleben: Meine Highlights waren eine Inforeise nach Marokko und ein Reiseleiterpraktikum auf Gran Canaria. Im Zielgebiet konnte ich sehen und erleben, wie alle Bemühungen zusammenfließen, um unseren Gästen einen schönen Urlaub zu ermöglichen.«
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Versicherungswesen 

 

Klischee

Kaufleute für Versicherungen haben eine klare Aufgabe: Nichtsahnenden Kunden telefonisch Versicherungen aufschwatzen, die sie gar nicht benötigen. Daneben prüfen sie Anträge – zum Beispiel zu Zusatzversicherungen – und archivieren die Kundendaten. Dafür brauchen Azubis keine besonderen Fremdsprachenkenntnisse – ein Job für diejenigen also, die mit Englisch, Spanisch und Co. auf Kriegsfuß stehen. Lehrlinge erhalten einen Einblick in verschiedene Abteilungen. Dafür sollten sie jedoch ein hohes Maß an Selbstständigkeit mitbringen. Denn bei jedem Wechsel werden sie wieder ins kalte Wasser geworfen. Nach der Ausbildung landen sie in einem festen Bereich, in dem sie dann kaum mehr Abwechslung erwarten können. Prickelnde Zukunftsaussichten sehen anders aus.

 

Wahrheit

Joschka Schaub absolviert eine  Ausbildung zum Kaufmann für Versich - erungen und Finanzen bei der DEVK.
»Wer eine Ausbildung sucht, die einem gute Perspektiven aufzeigt und neben Abwechslung auch noch Sicherheit und Beständigkeit bietet, der kommt am Kaufmann für Versicherungen und Finanzen eigentlich nicht vorbei. Bei der DEVK hatte ich eine strukturierte Einarbeitung, die mir Sicherheit gab, sodass ich direkt im Tagesgeschäft – mit Kunden telefonieren und ihnen weiterhelfen – mitarbeiten konnte. Aktuell bin ich in der Sparte Krankenversicherung. Hier unterstütze ich die Sachbearbeiter: Ich prüfe Anträge zu Zusatzversicherungen auf Vollständigkeit und gebe die Daten ins System ein. Meine Aufgaben wechseln stetig: Nach einer Einführung in die theoretischen Grundlagen der jeweiligen Abteilung werde ich direkt in die täglichen Aufgaben eingebunden. Dadurch wächst mein Gesamtverständnis und zugleich auch die Komplexität meiner Aufgaben. Mein bisheriges Highlight hatte ich direkt am ersten Arbeitstag in der Praxis. Ein Kunde wollte sich zu den Themen Haftpflicht und Kasko informieren und ein Angebot erhalten. Der Kunde sprach aber nur Englisch. In einer fremden Sprache zu beraten war eine große Herausforderung. Letztlich konnte ich all seine Fragen beantworten und er hat den Vertrag mit der DEVK abgeschlossen. Solche Momente machen Freude und den Alltag abwechslungsreich. In dem Fall war ich froh, dass ich vor der Ausbildung ein Jahr in Australien verbracht habe, sonst wäre das mit der Beratung sicher schwieriger geworden.«
 


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