Radfahrer am Meer bei Sonnenuntergang
Lorenz

Bicycle Ride!

Wochenende, tolles Wetter, die Sonne scheint - was bietet sich da mehr an als Draußen-Aktivitäten in dieser colen Stadt, die ich hier für acht Wochen erleben kann? Denn, ganz klar, Vancouver ist immer schön und jederzeit einen Besuch mehr als wert, aber unter uns gesagt: Bei schönem Wetter ist’s noch viel viel toller. Und das hatten wir am Wochenende.

Die Vancouvianer lieben bisweilen ein bisschen schräge Freizeitbeschäftigungen, das hab ich schon mitgekriegt in meiner Zeit als TravelWorks-Stipendiat. Am Samstag gab’s dann eine solche, zu der wir natürlich hin sind: Den „Pink Floyd: The Wall Bycicle-Ride“. Da radeln viele viele Radler gemeinsam von der Stadtmitte zum Stanley Park, den ganzen Weg führt übrigens ein echt schöner Radweg direkt am Wasser entlang, jeder mit einem mobilen Abspielgerät, und alle lassen möglichst gleichzeitig „The Wall“ aus ihren Lautsprechern spielen. Klar, dass Augusto, die anderen und ich uns das anschauen und dabeisein wollten.

Also flink Mercedes, die Mitbewohnerin von Augusto, gefragt, ob ich ihr Fahrrad leihen darf? Klar, kein Problem! Typisch Kanadier: Nett, unkompliziert und ohne tausend Ermahnungen im Stil von „pass drauf auf, sperr es ab, bau keinen Unfall“ - einen kleinen Unfall hab ich auf dem Heimweg im Dunkeln übrigens gebaut - aber kein Problem ;-). Wirklich Supernett. Dann damit in den Skytrain, musste es ja irgendwie in die Stadt kriegen, auch kein Problem.

Dort mit den anderen losgeradelt, noch kurz durch die Stadt - und: Vor der Science World tatsächlich auf so um die hundert anderen Radler gestoßen, die alle den gleichen Plan hatten: The Wall abspielen und gemeinsam radeln. Es war einfach der Knüller, denn die Leute sind so nett, alle haben sich gefreut, der Stanley Park und die ganze Radelei am Wasser entlang war herrlich und immer wieder und überall war diese Musik zu hören, ein echtes Erlebnis.

Danach waren wir noch Pizza essen und haben rumgechillt bei Augusto und seinem Mitbewohner und hatten einfach eine gute Zeit. Im Greystone College lief mein neuer Kurs an, in den ich mich noch ein bisschen einfinde und von dem ich euch beim nächsten Eintrag mehr erzähle, wenn ich selber ein genaueres Bild habe. Bis dahin liebe Grüße nach Deutschland!


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