Menschengedränge an einer Ampel in Kanada
Lorenz

Canada Day!

Juhu!! Eigentlich wollte ich euch heute von meinem neuen Kurs erzählen, aber jetzt ist was Tolles dazwischengekommen, und zwar: Meine Zeit als TravelWorks-Stipendiat fällt in den Juni / Juli und das heißt: Ich hab den Canada Day live erlebt. Das ist der kanadische Nationalfeiertag - er findet statt am 1. Juli und erinnert an die Unabhängigkeit Kanadas. Nun ist es ja kein Geheimnis, wie feierfreudig Amerikaner und Kanadier zu solch einem Anlass sind, und entsprechend gespannt war ich!

Also hab ich mir ein paar Kumpels geschnappt und wir haben uns beim Italiener am Stadion getroffen. Ein paar leckere Pizzen später ging's mit dem Skytrain ab nach Downtown. Und: Es war jede Menge los! Am Canada Place gab’s eine Riesen-Waterfront-Party mit Live-Musik und Unterhaltung auf drei Bühnen, natürlich alles kostenlos.

Uns in Deutschland sagen die Gigs, die zu sehen waren, vielleicht nichts - aber die Kanadier sind voll abgegangen auf zum Beispiel Hannah Georgas, so ne Art Singer-Songwriterin, die schon für allerlei Preise nominiert war. Die Stimmung war richtig schön ausgelassen, und es hat unglaublichen Spaß gemacht, zusammen am Wasser entlangzuschländern und überall diese unverfälschte Fröhlichkeit zu erleben, ganz abgesehen davon, dass es für mich als Fremden natürlich total spannend war, zu sehen, wie die Kanadier sowas aufziehen.

Essen gab’s natürlich auch überall, Food Carts noch und nöcher, und klar haben wir uns vom Bar-B-Q über Maiskolben bis zu allerlei Asiatischem durchgefuttert. Abends um sieben gab’s dann den nächsten Höhepunkt: die Canada Day Parade. Und interessant: Normalerweise habe ich mit solchen Demonstrationen von Heimattum nichts am Hut, aber irgendwie - vielleicht liegt das an der langen Tradition, die Paraden hier haben - war die Stimmung einfach klasse und es durchaus interessant zu sehen, wer alles seinen Beitrag leistet als Paradenteilnehmer. Denn mehr als um Nationalismus geht es bei der Canada Day Parade - obwohl die dominierenden Farben natürlich die kanadischen Nationalfarben Rot-Weiß waren - darum zu zeigen, wie vielfältig, bunt und multikulturell die kanadischen Gesellschaft ist.

Viele asisatische Beiträgt sind dabei, farbenprächtig und voller eigener Kultur, aber auch schottische oder irische und natürlich Latinoamerikanische Neighbourhouds mit ihren Traditionen, Instrumenten und Farben. Alle Leute haben Kanada-Fähnchen, die Polizisten tragen so ne Art „Bärenkostüm“ und nur eine Weste, die sie drüber haben, kennzeichnet sie als Police. Richtig schön - ich kam aus dem Gucken gar nicht mehr raus.

Im Anschluss daran, so gegen 10 Uhr abends, gab’s dann auch noch ein Riesen-Feuerwerk, das eine halbe Stunde gedauert hat und einfach gigantisch war. Das hat einen Tag ausgeläutet, der mir immer in Erinnerung bleiben wird und den wir natürlich mit einem Bierchen am Strand haben ausklingen lassen - obwohl es abends, daran hat sich nichts geändert, immer ziemlich kalt wird.

Und: news zum Studium gibt’s in den nächsten Tagen!


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