Straße in Kanada mit Laternen und Auto

Halftime!

Die Zeit rast: Schon ist Halbzeit in meinem TravelWorks-Kanada-Stipendium, wie schade ist das denn! Aber das Glas ist ja bekanntlich nicht halb leer, sondern halb voll, und also freue ich mich auch die nächste Runde Greystone College und bin total gespannt, was mich erwartet: Ein neues Modul in meinem „Business Communication“-Studiengang mit einem neuen Thema und - zumindest zum Teil - neuen Studienkollegen.

Die Abschlussarbeit und die Prüfungen zum letzten Modul „Organizational Behaviour“ sind rum, ich hab sie gut bestanden, was mich gefreut hat. Passenderweise bin ich gleich danach mal eine Runde krank geworden, das ganze Husten-Schnupfen-Hals-Fieber-Programm, aber dank Frau Wongs Pflege war das alles kein Problem und ich bin wieder fit. Ihr seht also auch sowas ist hier leicht zu schaffen, man ist ja schließlich nicht alleine ;-)

A propos nicht alleine: Mein italienischer Mit-Familien-Gastbewohner ist angekommen, Davide, er ist 17, kommt aus Verona und macht hier für zwei Monate einen Sprachkurs. Als Gastgeschenk hat er der Familie ein riesiges Stück italienischen Parmesan mitgebracht (den gab's heute zu den Nudeln) -sehr nett! Durch meine Krankheit hatten wir noch nicht allzuviel Gelegenheit, was miteinander zu machen, aber das kommt die nächsten Wochen dran.

Was das miteinander machen angeht - ihr fragt euch vielleicht, wie die Abende und die Freizeitgestaltung hier so ist und was ich da so treibe? Also, unter der Woche bin ich abends oft bei den Wongs, wir essen zusammen, quatschen ein bisschen oder schauen fern und dann ist der Abend fast schon rum. Weggehen und Nightlife ist in meinem Fall nicht so einfach, weil in British Columbia - der Bezirk in dem Vancouver liegt - die Volljährigkeit erst mit 19 beginnt und ich erst 18 bin. Clubs und Kneipen sind daher bisweilen ein schwer zu eroberndes Gelände, weil wir nie wissen, wie gründlich die Kontrollen sind.


Wir, das sind meine College-Kumpels und ich, sie sind alle älter als ich und manchmal klappt es auch, mich im Pulk wo reinzuschmuggeln. Aber oft, und das macht mir mindestens genauso großen Spaß, treffen wir uns bei Augusto, chillen uns - falls das Wetter gut ist - mit seinen Mitbewohnern bei ihm im Garten, spielen mit dem Hund seines mexikanischen Kumpels und quatschen über Gott und die Welt, was immer richtig nett ist. Er wohnt in einer lustigen WG, denn er bleibt ein ganzes Jahr in Vancouver und ist schon 23 Jahre alt, da hat er mit Gastfamilie natürlich nix mehr am Hut. Für mich passt das aber gut, man hat irgendwie so eine Art „Homebase“, was ich angenehm finde. Außerdem hat Augusto ein Auto, und eines der nächsten Wochenende fahren wir in die USA nach Seattle, das ist nicht allzu weit, ca 250 km - Freude! Sobald ich mein neues Kursthema weiß, gibt’s eine Runde Neuigkeiten aus dem College-Alltag, bis dahin viele Grüße!


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