fünf Menschen Arm in Arm

Mein Auslandssemester in Kanada

Zwischen Elchen, Ahornsirup und weiter Natur

Frankreich oder die USA? Une nouvelle mode de vie oder a new way of life?

Vor dieser Frage stand ich vor meinem Auslandssemster: Ich hatte mich im Rahmen meines Studiengangs Kulturwirtschaft an der Universität Passau für den angloamerikanischen Kulturraum als Studienschwerpunkt entschieden. Allerdings hatte ich schon meine Facharbeit damals auf Französisch geschrieben, war schon öfters in Frankreich und fasziniert von Land und Leuten.

Wohin also gehen?

Im November 2013 sah ich die Liste der Partneruniversitäten meiner Heimatuni durch und stieß auf die Université Laval in Québec: Eine französischsprachige Provinz in dem zweisprachigen Kanada, nahe der amerikanischen Grenze? Schien mir von Anfang an perfekt – meine Entscheidung, mich zu bewerben stand fest.

Von da an ging es Schlag auf Schlag: Bewerbung schreiben und mit allen notwendigen Unterlagen abschicken, einige Wochen später kam eine Zusagen (die mich dazu brachte, vor Freude durch die Wohnung zu tanzen) und dann ging es ans Organisieren: Flug, Wohnheims-Zimmer, Sprachnachweise, noch eine offizielle Bewerbung an Gastuniversität senden, warme Winterklamotten kaufen, Krankenversicherung und, und und… Mitte August 2014 saß ich dann endlich im Flugzeug gen Westen und blickte meinem Trimester in Kanada entgegen.

Und schon mach wenigen Tagen war mir klar: Je l’aime!

Unterschiede zu Deutschland gab es in Kanada einige – zum Beispiel die Universität. Die Université Laval ist wie die meisten nordamerikanischen Unis eine Campus-Universität. Theoretisch wusste ich das vor meiner Ankunft in Québec, die wirkliche Größe des Campus hat mich dann allerdings doch überrascht: Von einem eigenen Friseur, über vier Wohnheime, einem riesen Sportzentrum mit zwei Schwimmbecken, mehreren Fußball/Football/Eishockey/Tennis/..-Feldern bis zu einem eigenen Buchladen, mehreren Cafés, einem Pub und einem Tante-Emma-Laden gab es praktisch nichts, was es auf dem Universitätsgelände nicht gab. Und dank unterirdischen, beheizter Tunnels, die die Gebäude miteinander verbanden, konnte man alles auch bei Schnee und -20°C problemlos erreichen.


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