Leerer Unterrichtsraum an kanadischer Uni
Unser Klassenzimmer Lorenz

Tag 5 am College

Der Alltag in der Uni geht weiter! Ich bin jetzt schon über eine Woche hier - die Zeit vergeht wie im Flug!

Wenn ihr euch fragt, wie so ein kanadisches College aussieht – hier bitteschön. Das Greystone College ist kein Riesencampus, auf dem man sich nicht zurechtfindet und in dem man eine Nummer unter vielen Studentennummern ist, ganz im Gegenteil hat es eher den Charakter einer privaten Business School: Es liegt mitten in der Stadt, was natürlich cool ist, weil man so nicht nur dieses Lern-Feeling hat, sondern auch noch Leben mitkriegt. Wenn man den recht unscheinbaren Eingang gefunden hat und im 1. Stock ankommt gibt es eine richtige kleine „Rezeption“, alles ist sehr persönlich, jeder kümmert sich um einen und alle Fragen werden schnell geklärt.

Was ich gleich mal gelernt habe: Hier gibt es Noten auf Pünktlichkeit! Darauf legt unsere Lehrerin – Leyvi, die den Unterricht übrigens echt super macht – größten Wert. 5 Prozent der 60 Punkte, die man in meinem achtwöchigen Kurs erreichen muss, um ihn zu bestehen, machen die Püntklichkeit aus. Da kann ich also dran arbeiten ;-)

Unser Kurs ist herrlich klein, wir sind 11 Leute, da ist das Lernen schon was anderes als beim uns am Gymnasium mit 30 Leuten pro Fach. Ich selbst bin übrigens der mit Abstand Jüngste, und: Der einzige Europäer. Meine Mitstudenten stammen, wie schon geschrieben, fast alle aus Brasilien, da bin ich schon sehr gespannt, was sie aus ihrem Heimatland erzählen. Viele von ihnen machen das Kurzstudium als Ergänzung zu ihrem ersten Studienabschluss und nehmen die Sache echt wichtig - und entsprechend anspruchsvoll ist auch der Unterricht. Es wird viel diskutiert und jeder muss mitmachen - rumchillen während der Vorlesungszeit ist Fehlanzeige!



Der Unterricht geht gleich in die Vollen, um 9 Uhr geht es los, und heute z.B. standen verschiedene Motivationsstrategien auf dem Programm. Für mich, der ich nach dem Abi noch nicht so richtig weiß, in welche Richtung es mich zieht und ich mir von meinem Gap-Year die eine oder andere Erkenntnis erhoffe, ist das komplettes Neuland und sehr spannend. Wir lernen viele psychologische Herangehensweisen, und als der Unterricht am Nachmittag um halb drei vorbei ist, frag ich mich, wo die Zeit hinverflogen ist. Hausis gibt’s auch: Bis Freitag müssen wir unsere erste Hausarbeit schreiben, die zum Glück nur drei Seiten umfasst - nach der Seminararbeit ein Klacks.

Wetter sei Dank – es war regnerisch und kühl – hab ich in meiner Freizeit noch nicht allzu viel draußen unternommen. Natürlich bin ich in Collegenähe rumspaziert - und habe dabei mit Erstaunen festgestellt, wie viele Menschen asiatischer Herkunft in Vancouver leben!

Heute aber, juhu, ist das Wetter super, die Sonne scheint und ich freu mich drauf, die herrliche Stadt zu erkunden. Und natürlich darauf, am Wochenende mit den anderen was zu unternehmen - das ist letzte Woche ja buchstäblich ins Wasser gefallen! Was wir unternehmen werden und wie’s war, lest ihr natürlich hier.


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