Frau vor Fluganzeigetafel
pixabay

Auslandssemester? So klappt's!

Kein Geld, noch weniger Zeit und doch sooo viel Sehnsucht nach Ferne. Viele Studenten wären gern für ein Semester in Madrid statt Münster. Geht nicht? Geht doch!

Jedes Jahr nutzen über 60.000 deutsche Studenten die Möglichkeit, für ein paar Wochen, Monate oder Semester Auslandsluft zu schnuppern. Insgesamt absolviert jeder fünfte Student im Laufe seiner Uni-Zeit ein zeitweiliges Auslandsstudium. Dazu kommen noch jene Studenten, die etwa für ein Praktikum oder einen Sprachkurs die heimischen Gefilde verlassen. Viele weitere Hochschüler würden gern für eine gewisse Zeit ins Ausland, können aber nicht. Warum?

»Finanzierungsprobleme, mangelnde Unterstützung durch die Hochschule und schwierige Vereinbarkeit mit den Anforderungen im Studiengang sind die Hauptgründe, warum Studenten den Gang ins Ausland scheuen«, berichtet Claudius Habbich vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

Der DAAD ist die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern – aber nicht erster Ansprechpartner für jene, die vom Fernweh geplagt werden. »Wichtigste Anlaufstelle sind zunächst einmal das Akademische Auslandsamt beziehungsweise das Internationale Büro in der Hochschule und die Auslandsbeauftragten, die es in vielen Fachbereichen gibt«, erklärt Habbich und ergänzt:

»Diese Institutionen wissen Bescheid über Partnerschaften mit ausländischen Hochschulen sowie finanzielle Förderung. Bei der Finanzierung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die hochschulspezifisch ausgeprägt sein können.«

Abschrecken solle sich kein Interessierter lassen, denn »eigentlich sollte sich fast immer ein Weg finden, den Wunsch auf einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt zu realisieren«.

Ob dieser in Form eines Auslandsstudiums, Praktikums, Sprachkurses oder einer Studienreise stattfindet, muss jeder für sich selbst entscheiden. Auch die Dauer der Reise ist variabel gestaltbar. Und was bedarf es noch, um den eigenen Horizont irgendwo zwischen Warschau und Washington zu erweitern? DAAD-Experte Habbich kennt die Antwort:

»Ein aktives Verhalten und eine positive Einstellung sind ebenso notwendige Voraussetzungen wie gute Information, gründliche Vorbereitung und Beratung. Wer sich gut vorbereitet und im Vorfeld gute Kontakte geknüpft hat, dürfte keine größeren Probleme haben.«


Anzeige

Anzeige