Foto: Alexandra Zenleser

Silicon Valley: Im Tal der Täler

High-Tech-Riesen wie Google, LinkedIn & Co. einmal vor Ort miterleben und sich mit den Experten persönlich austauschen – klingt wie ein Traum? Für Alexandra ist er als GWA Discoverer wahr geworden

Bereits zum vierten Mal reiste der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA mit seinen Mitgliedern und deren Kunden ins Silicon Valley. Ich hatte Glück und die einmalige Chance, als Nachwuchsreporterin von der Reise berichten zu können. Das eröffnete mir zum einen die Möglichkeit, mich selbst einer neuen Herausforderung zu stellen. Zum anderen konnte ich aus erster Hand Neues über Trends und Technologien lernen. Eines steht fest: Der Ausflug in das wohl bekannteste Tal der Welt hat sich gelohnt.

Reisefieber und kalifornische Sonne

Zunächst ging es vor der Reise darum, mich auf meine spannende Aufgabe als GWA Discoverer vorzubereiten: vom passenden Equipment über meine ESTA-Registrierung, das Briefing des GWA bis hin zur Planung meiner ­Berichterstattung vor Ort. Da zu jeder neuen Herausforderung auch ein paar schlaflose Nächte gehören, gepaart mit Nervosität und Vorfreude, fühlten sich bereits die Tage vor meiner Reise wie ein kleines Abenteuer an. Zahlreiche Check­listen, Fragen, Konzepte und Notizen später, ging es endlich los. Ready for Take-off!

Bevor die eigentlichen Unternehmens­besuche starteten, erkundeten wir gemeinsam San ­Francisco. Das klassische American Breakfast im David's um die Ecke, ein kurzer Besuch bei den Painted Ladies und eine sonnige Radtour über die Golden Gate Bridge durften da nicht fehlen. ­Der Tag war perfekt für ein erstes Kennenlernen und das Einstimmen ins richtige ›California Feeling‹.

Ready, Steady, Go!

Montag, 8. September 2018. 9:00 Uhr. Mit geladenen Akkus, mobiler Ladestation und voller ­Power stehe ich in den Startlöchern – oder besser gesagt im Aufzug unseres umwerfenden Hotels in San Francisco. Erster Halt unserer Tour: ­German Accelerator Tech. Kennst du noch nicht? Das Unternehmen unterstützt durch seine Programme und Mentoren deutsche Start-ups im Silicon Valley dabei, erfolgreich zu werden. Solltest du also eine grandiose Geschäftsidee haben, notiere dir die Firma am besten direkt. Neben spannenden Geschäftmodellen diskutieren wir gemeinsam mit dem Mentor Stephan Nobs die Unterschiede zwischen der Kultur in Deutschland und dem Silicon Valley.

Der lockere Lebensstil und die offene Art der Menschen an der Westküste hatten mich bereits 2015 während meines Auslandssemesters in Kalifornien begeistert. Umso gespannter war ich nun, wie sich das kalifornische Lebensgefühl in den großen Technologieunternehmen in San Francisco und dem Silicon Valley anfühlen würde. So viel kann ich verraten: Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Es empfingen uns durchweg aufgeschlossene und bodenständige Mitarbeiter und Speaker, die sehr offen über ihre Arbeit und ihr Leben erzählten. Das Thema ›Silicon Valley Mindset‹ und die Unterschiede zwischen den Denkweisen und Kulturen in Deutschland und dem Silicon Valley zogen sich durch unsere gesamte Tour.

Lessons learned

Der Unterschied, der mir am stärksten in Erinnerung geblieben ist? Die Fehlerkultur.  Denn Fehler zu machen ist im Silicon Valley keine Schande, sondern eine Möglichkeit, daraus zu lernen. Das Motto lautet: Einfach mal loslegen und nicht immer von Anfang an Perfektionismus anstreben, sondern Mut beweisen und schnell agieren.  Das ist eine wichtige Erkenntnis der Reise, die ich seit meiner Rückkehr bewusster in meinen Alltag integrieren möchte.

Auch die weiteren Tage waren mit tollen Besuchen bei LinkedIn, Salesforce und Google gefüllt. Eine besondere Überraschung war für mich der Tag bei Salesforce. Hier stimmte einfach alles: die Begrüßung, der Austausch mit den Mitarbeitern, die Vorträge und die traumhaften Ausblicke über San Francisco. Besonders spannend war es, die Unternehmenskultur von Salesforce kennenzulernen. Denn die Firma legt intern großen Wert darauf und hat sogar eigene Tools für die ­optimale Integration neuer Mitarbeiter eingesetzt.

Expertentum und Herzblut

Mein Highlight der Reise war es, all die unterschiedlichen und erfolgreichen Menschen kennenzulernen. Natürlich war der Rahmen dieser Begegnungen mit imposanten Gebäuden,­ traumhaften Ausblicken und den Straßen San Franciscos mehr als nur ein netter Nebeneffekt. Trotzdem stand für mich auf dieser Reise im Vordergrund, dass ich mich mit Experten vor Ort sowie mit den anderen Teil­nehmern – Spezialisten auf ihrem Gebiet – austauschen konnte.

Ganz besonders beeindruckt hat mich Dan Kaufman, Senior Director Engineering und Head von ATAP, der uns durch seinen tiefen Einblick in Spitzentechnologien und derzeitige Projekte mit auf eine gedankliche Reise in die Zukunft nahm. Mit seinem fantastischen Humor und seiner bodenständigen Art zog er uns vollkommen in seinen Bann und machte den Vortrag zu einem einmaligen Erlebnis.

Bei allen Vorträgen der Speaker steckte neben einer Menge interessantem Wissen auch eine ganz persönliche Note und viel Herzblut. Das war spürbar. Der Enthusiasmus und die Motivation der Speaker beeindruckten mich sehr. Hinsichtlich des Unterhaltungsfaktors könnte sich der ein oder andere zu Hause, mich selbst eingeschlossen, für die nächste Kundenpräsentation noch eine ganze Scheibe abschneiden.

Mein persönliches Fazit dieser Reise: Es lohnt sich, sich ­etwas zu trauen und aus der eigenen Komfortzone zu treten, um neue Facetten und Möglichkeiten kennenzulernen. Ein ständiger Austausch mit ­Experten und anderen Menschen über aktuelle ­Themen und das kontinuierliche Verbessern und ­Weiterentwickeln gehört heutzutage zum Erfolg dazu. Jeder von uns kann etwas zu ­unserer ­gemeinsamen Zukunft beitragen. Mach was ­daraus!

 

Alexandras Tipps

Unvergesslich: Der Blick über die Wolkenkratzer und die Küste San Franciscos. Diesen konnten wir im obersten Stock des Salesforce Towers erhaschen.

Das geht nur hier: Den extremen Kontrast zwischen den bedeutsamsten High-Tech-Unternehmen und dem Hippieflair in Haight-Ashbury erleben.

Unbedingt probieren: Die Fish and Chips in Sausalito. Nach einer Radtour über die Golden Gate Bridge genau die richtige Stärkung.

Typisch Silicon Valley: Junge Mitarbeiter mit -Laptop unter dem Arm.

 

Alexandra Zenleser gewann die gemeinsame Ausschreibung von audimax und dem Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA zum ›GWA Discoverer -Silicon Valley‹. Sie reiste im -Oktober in kaliforniens berühmtes tal und besuchte zusammen mit den Teilnehmern der Innovationsreise Technologieunternehmen wie Google, LinkedIn und Salesforce.

 


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