Anlagen bei der Bewerbung: Umfang und Ordnung

Wenn dein Anschreiben und dein Lebenslauf fertig sind, fehlen noch die Anlagen für deine Bewerbung. Wie auch beim Rest deiner Bewerbungsunterlagen kommt es hier auf die Relevanz an. Den Personaler interessiert bei der Durchsicht der Unterlagen nicht, ob du in der Grundschule eine gute Note in Sport bekommen hast - auf relevante Infos, die dich für die Besetzung der ausgeschriebenen Stelle qualifizieren, kommt es an.

Anlagen bei einer Online-Bewerbung

Das Bewerbungsfoto wird niemals gesondert geschickt, sondern immer in den Lebenslauf integriert. Schickst du eine ausführliche Bewerbung inklusive Zeugnissen, solltest du nicht jedes Sportabzeichen-Zeugnis mitschicken. Denk dran, der Empfänger muss alle Anhänge einzeln öffnen, da ist weniger oft mehr!

»Lebenslauf und Zertifikate sollten insgesamt höchstens zwei bis drei pdf-Dokumente ausmachen«, meint auch Oliver Niemeyer, Ausbildungsleiter bei Schwäbisch Hall. 


  • Beschriftung: Wenn du einzelne Dateien an die E-Mail anhängst, dann beschrifte sie sinnvoll. Beispielsweise kann der Lebenslauf den Namen 'Lebenslauf_Vorname_Nachname.pdf' bekommen.
  • Dateigröße und Dateiformat: Je kleiner desto besser, aber die Anlagen sollen trotzdem noch qualitativ hochwertig sein! Am besten verschickst du deine Bewerbung als PDF, das Format ist weniger virenanfällig, das Layout bleibt bestehen und die Dateigrößen werden nochmals erheblich verkleinert. Die E-Mail sollte insgesamt nicht größer als fünf Megabyte sein.
  • Do not ZIP: Das bedeutet zusätzliche Arbeit für den Personaler – und kostet Nerven! Und das, logo, ist nicht gerade förderlich für den ersten, hoffentlich positiven Eindruck.
  • Besser eine Anlage als viele: Empfehlenswert ist es deine komplette Bewerbung in einem einzigen PDF-Dokument zusammenfassen, der schnelle Ausdruck ist dem Personaler garantiert und der Personaler muss nicht viele einzelne Dokumente öffnen! 

Checkliste: Diese Anlagen sind nötig!

Hier heißt das Zauberwort 'Relevanz'. Lies die Stellenbeschreibung noch einmal durch und überlege dir, welche deiner bisherigen Erfahrungen oder Stationen relevant sind. Welche Dokumente bescheinigen, dass du die geforderten Qualifikationen besitzt?

  • Arbeitszeugnisse, falls vorhanden
  • Praktikumszeugnisse, falls vorhanden
  • Hochschulzeugnisse, falls bereits vorhanden. Falls nicht, den aktuellen Notenspiegel beilegen
  • Bescheinigungen von Fortbildungen, außeruniversitären Kursen (TOEFL-Test, Soft-Skill-Kurse...), sofern relevant

Verzeichnis und Reihenfolge

Wenn du deiner Bewerbung mehr als fünf Anlagen beifügst, solltest du ein Verzeichnis mit einem sinnvollen Ordnungsprinzip voranstellen.

Ansonsten gilt als Merkhilfe für die Reihenfolge: Die aktuellen und wichtigsten Dokumente nach vorne, der Rest folgt. Schließlich möchtest du den Personaler bei der Bewerberauswahl begeistern und nicht langweilen.

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Eine kreative Bewerbung kann ein Bonus sein, weil sie auffällt. Oder du schießt dich damit komplett ins Aus, wenn die Branche nicht passt oder der Personaler schlechte Laune hat. Unser Karrierecoach gibt Tipps, wann eine kreative Bewerbung angebracht ist und wann du dich besser ganz klassisch bewerben solltest.

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