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Bewerbungsabsage: So reagierst du richtig

Du hast viel Zeit in deine Bewerbung gesteckt, dich bestens auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet – und trotzdem eine Absage erhalten. Klar, dass du enttäuscht und vielleicht sogar wütend auf den Personaler oder dich selbst bist. Doch so frustrierend die Situation auch im ersten Moment ist – du kannst sie positiv nutzen. Wie? Das erfährst du hier.

Bewerbungsabsage: Kopf hoch!

Deine Bewerbungsunterlagen konnten den Personaler nicht überzeugen, das Vorstellungsgespräch hat nicht so gut geklappt – ganz egal, woran es letztendlich gescheitert ist: Mach das Beste draus. Der erste Schritt, um die Absage deiner Bewerbung positiv zu nutzen, ist die Aufarbeitung: Welche Fehler habe ich selbst gemacht? Woran kann ich noch arbeiten? Jüngere Bewerber neigen manchmal zur Selbstüberschätzung und bewerben sich auf Positionen, für die sie nicht ausreichend qualifiziert sind. Bei älteren Bewerbern ist das Gegenteil der Fall: Sie unterschätzen sich selbst oder geben sich auch mit Jobs zufrieden, für die sie überqualifiziert sind. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie du mit einer Absage umgehen kannst:

  • Wieder aufstehen: Du lässt dich nicht von der Absage entmutigen und bleibst optimistisch. Dein Selbstbewusstsein ist groß genug, um weiterhin auf deine Ziele zuzusteuern. Wenn dir Steine in den Weg gelegt werden, dann baust was Schönes draus.
  • Alles schwarzsehen: Du nimmst die Absage persönlich. Sie genügt, damit du deine komplette Zukunft anzweifelst. Du badest in Selbstmitleid und grübelst ewig darüber nach.

Falls dich dich eher in Kategorie zwei einordnen würdest, dann solltest du unbedingt weiterlesen. Wir sagen dir, wie du die Absage zur Chance zauberst.

Bewerbungsabsage: Frag nach Feedback

Es ist dein gutes Recht, bei einer Absage nach Feedback zu fragen. Schließlich willst du wissen, woran es lag und was du verbessern kannst. Konstruktive Rückmeldung kommt leider nicht automatisch. Wenn du nachfragst, können sich Personaler zwar trotzdem herauswinden – die Chance auf Feedback ist aber wesentlich höher.

Deshalb ist ein Feedback wichtig:

  • Du erfährst, welche Teile deiner Bewerbung nicht überzeugend sind
  • Du kannst deine Bewerbungsunterlagen optimieren und hast dadurch zukünftig bessere Chancen
  • Du kannst das Gespräch nutzen und dich noch einmal als potenzieller Mitarbeiter auf den Radar bringen

So deutest du die Bewerbungsabsage richtig

Zuallererst spielt der Zeitpunkt der Absage eine entscheidende Rolle. Kommt sie ziemlich flott, kannst du davon ausgehen, dass du wirklich nicht auf die Stelle gepasst hast oder dir gewaltige Fehler erlaubt hast. Wartest du ein paar Wochen auf eine Rückmeldung, ist das schonmal ein gutes Zeichen. Klar, Absage bleibt Absage. Aber eine längere Wartezeit bedeutet, dass die Personaler sich mit deiner Bewerbung auseinandergesetzt und sich Gedanken gemacht haben. Eine Absage kann natürlich nicht nur auf deine Bewerbungsunterlagen, sondern auch auf das Vorstellungsgespräch folgen. Bekommst du den Korb direkt nach dem Gespräch, ist es den Personalern scheinbar leicht gefallen, dich gehen zu lassen. Dann solltest du deine Selbstpräsentation überdenken.

Neben dem Zeitpunkt gibt auch die Formulierung der Absage Deutungshilfe. Bekommst du einen Standardtext, kannst du wahrscheinlich nicht viel herauslesen. Ein personalisierter Text lässt hingegen schonmal Wertschätzung erkennen und zeigt, dass deine Bewerbung ernst genommen wurde. Noch besser ist es, wenn lobende Worte wie »Ihre Bewerbung hat uns gut gefallen« auftauchen. Das Unternehmen schickt deine Unterlagen nicht an dich zurück, sondern will sie behalten? Super! Es behält dich also für zukünftige Stellen im Hinterkopf. Trotz Absage kannst du solche Zeichen also als positiv werten.

So nutzt du die Bewerbungsabsage professionell

Die folgenden Tipps helfen dir, die Absage für deine zukünftigen Bewerbungen zu nutzen und diese zu optimieren:

  • Du darfst trauern: Nimm dir, wenn nötig, Zeit, traurig oder sauer zu sein – aber nicht zu lange! Und ganz wichtig: Nimm die Absage nicht persönlich. Kein Personaler will dir persönlich etwas Schlechtes.
  • Bitte um Feedback: Wenn du keinen gerechtfertigten Grund für die Absage findest, dann frag nach. Aber Vorsicht: Du musst damit rechnen, keine ehrliche Antwort zu bekommen. Probiere es am besten telefonisch, E-Mails werden leicht ignoriert.
  • Prüfe deine Fehler: Aus jeder Bewerbung – egal, ob Zusage oder Absage – lernst du. Geh deine Unterlagen nochmal durch und überlege genau, wo es Verbesserungspotenzial gibt
  • Such dir Inspiration: Sieh dir die Lebensläufe von erfolgreichen Menschen an und schöpfe daraus Kraft und Inspiration. Auch sie haben womöglich schon Rückschläge erlebt.
  • Schließ damit ab: Es hat diesmal nicht geklappt – ärgerlich, aber nicht lebensbedrohlich. Lass die Absage auf sich beruhen und grüble nicht wochenlang darüber nach.
  • Definiere deine Arbeitgebersuche: Leg deinen Fokus nicht nur auf bekannte Unternehmen. Mittelständler und kleinere Firmen haben auch interessante Stellen zu bieten. Erweitere deinen Suchradius.
  • Enge dich nicht selbst ein: Oft sind wir in unseren Suchen sehr festgefahren und halten nur nach bestimmten Berufsbezeichnungen Ausschau. Probiere neue Suchbegriffe aus – so findest du vielleicht Jobs, an die du nie gedacht hättest, die aber perfekt zu dir passen
  • Such nach Alternativen: Gerade am Anfang der Karriere kann es schwer sein, direkt eine Festanstellung zu ergattern. Meistens fehlt einfach die geforderte Berufserfahrung. Vielleicht ist ein Praktikum ja erstmal besser für dich?
  • Frag um Hilfe: Wenn alle Stricke reißen und du einfach nicht weiterkommst, bitte Leute um Hilfe, die schon mehr Erfahrungen mit Berwerbungen gesammelt haben. Du kannst auch einen Profi, also einen Karrierecoach um Rat fragen.
  • Zeig weiterhin Interesse: Trotz Absage kann das Vorstellungs -oder Feedbackgespräch vorher gut gelaufen sein. Deshalb solltest du dem Unternehmen weiterhin zeigen, dass du an einer Stelle dort interessiert bist. Halt die Augen nach neuen Stellen offen, verfolge die Social-Media-Kanäle und bleib so auf dem Schirm.

Und immer daran denken: Eine Absage bedeutet nicht das Ende der Welt. Dir stehen noch viele weitere Jobs und Möglichkeiten offen.

Noch Fragen? Wir haben jede Menge Tipps und Tricks zu überzeugenden Bewerbungsunterlagen, aufregenden Vorstellungsgesprächen und weiteren Themen rund um deine Karriere für dich parat.


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