Bewerbungsfoto: Do´s and Don´ts

Foto: jarmoluk // Quelle: pixabay.com unter CC0 Domain

Bloß nicht die Zähne zeigen! Offene Haare sind ein No-Go! Solche Tipps rund um das perfekte Bewerbungsfoto finden sich zahlreich im Internet. Aber welche davon sollte man ernst nehmen? Die wichtigsten Punkte für dein Bewerbungsfoto hat die univativ Journal-Redaktion zusammengestellt.

 

Der erste Eindruck zählt

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Was im täglichen Leben stimmt, gilt genauso für das Bewerbungsbild. Personalbeauftragten bleibt für die erste Sichtung der Unterlagen kaum Zeit: Im Schnitt sind es zwei Minuten. Das Bewerbungsfoto sorgt tatsächlich bei jeder Bewerbung für den ersten Eindruck, denn Personaler sehen es sich in der Regel zuerst an, auch wenn anonymisierte Bewerbungsverfahren immer wieder ein Thema sind. Entsprechend sollte das Foto aussagekräftig sein und sich positiv von den Mitbewerbern abheben. Mit einem schlechten Foto verbaut man sich die Chance, beim Empfänger schon vor der Beurteilung der Eignung Sympathiepunkte zu sammeln. Was aber unterscheidet nun ein gutes von einem schlechten Bewerbungsfoto?

Bewerbungsfoto selber machen?

Ein paar Basics gilt es zu beachten. Absolut tabu sind Fotos aus dem Automaten. Diese sind zwar günstig und schnell zu haben, überzeugen aber nicht durch ihre Qualität. Auch Urlaubsschnappschüsse oder private Aufnahmen sind keine Alternative zu professionellen Bildern vom Fotografen. Und: Das Bewerbungsfoto sollte nicht älter als zwei Jahre sein und dem Äußeren des Bewerbers entsprechen. Der Bewerber trägt täglich Brille, hat neuerdings kurze Haare oder sein Äußeres in irgendeiner Form stark verändert? Dann ist es Zeit, zum Fotografen zu gehen und ein aktuelles Bild machen zu lassen. Das Geld ist gut investiert.

Den richtigen Fotografen finden

Ganz entscheidend für ein überzeugendes Foto ist die Wahl des richtigen Fotografen. Der Preis sollte hierbei eine untergeordnete Rolle spielen, allerdings müssen professionelle Fotos nicht gleich mit dreistelligen Beträgen zu Buche schlagen. Oft können hier verschiedene Leistungspakete gebucht werden. Wichtig ist, dass man am Ende eine digitale Version des Fotos bekommt. Einen ersten Hinweis auf einen guten Fotografen gibt hier die Webseite. Entsprechen die Beispielbilder dem persönlichen Geschmack, wird sehr wahrscheinlich auch das eigene Foto gefallen. Aber auch Meinungen anderer zu vermeintlich guten Bildern können helfen. Sehr hilfreich ist es auch, sich im Freundeskreis umzuhören, wer bei welchem Fotografen gute Erfahrungen gemacht hat. Wenn der passende Fotograf gefunden ist, ist auch ein kurzes Vorgespräch sinnvoll. Denn er kann wertvolle Hinweise zum Foto geben – sei es zum Format, zum passenden Outfit oder Frisur und Makeup.

Farbe und Format des Bildes

Die Frage nach Hoch- oder Querformat etwa ist Geschmackssache. Dasselbe gilt für die Größe des Bildes – ob 5x7cm oder 10x5cm, wichtig ist, dass kein Passbildformat, sondern ein Bewerbungsformat gewählt wird. Möchte man das Bild etwa nicht in den Lebenslauf integrieren, sondern auf einem gesonderten Deckblatt platzieren, so kann es auch das Großformat sein. Auch die Farbwahl bleibt dem Bewerber überlassen. Aber Achtung: Fotos in sepia werden als altmodisch wahrgenommen und sind deshalb keine Alternative. Schwarz-weiß Fotos hingegen werden von Personalbeauftragten als hochwertig und klassisch wahrgenommen, sie lassen aber harte Gesichtszüge noch härter wirken. Farbe wirkt im Vergleich eher wie ein Weichzeichner. Vorsicht gilt auch bei zu gewagten Bildausschnitten. Ein angeschnittenes Gesicht kann dem Foto mehr Persönlichkeit verleihen, dennoch sollte der Bewerber vollständig zu sehen sein. Ob klassisches Porträt oder ein Bildausschnitt, auf dem Oberkörper, Hände und Arme zu sehen sind: Der Bildausschnitt sollte zur Persönlichkeit passen, natürlich wirken und die Aussage des Bildes unterstreichen. Egal, auf welche Variante der Bildausschnitt fällt: Der Blick sollte unbedingt frontal in die Kamera gerichtet sein, um dem imaginären Gegenüber in die Augen zu schauen. Ein Lächeln – ob mit oder ohne Zähne – bringt Sympathiepunkte. Aber Vorsicht – wenn es erzwungen ist, sieht man das auch auf dem Foto. Wer sich also ohne wohler fühlt, sollte dabei bleiben und dafür authentisch wirken. Ein guter Fotograf hat ein Auge für solche Dinge und hilft auch bei den wichtigen Details zur richtigen Haltung, Position und Sitz der Kleidung.

Die richtige Kleidung für den Fototermin

Das passende Outfit muss mehrere Anforderungen erfüllen. Es muss nicht nur zur Branche/dem Berufsbildpassen, sondern sollte auch den Typ unterstreichen. Fühlt sich ein Bewerber verkleidet, strahlt er dieses Gefühl auch auf den Fotos aus. Grundsätzlich machen Frauen mit einer Bluse und einem Blazer nichts falsch. Abhängig von der Branche reicht auch eine Bluse oder ein schickes Oberteil. Nicht geeignet sind auffällige Muster, sie bringen unnötige Unruhe ins Bild und sorgen schlimmstenfalls für ein „Flimmern“. Für Männer gelten diese Regeln genauso. Hemd, Sakko und Krawatte für den klassischen Business Look, legerer wird es ohne Krawatte. Abgerundet wird das Outfit durch dezenten Schmuck und ein natürliches Makeup – gerne auch für die Männer. Das Abpudern und Kaschieren von Unreinheiten sorgt auf Fotos für ein ebenes Erscheinungsbild.

Darauf sollten Frauen auf Bewerbungsbildern achten

Zwar hört man immer wieder, dass Frauen ihre Haare zwingend zusammenbinden sollten, allerdings sollte das Hauptaugenmerk auf einer gepflegten Erscheinung liegen. Sind die Haare gut frisiert, sehen gepflegt aus und verdecken das Gesicht der Bewerberin nicht, dürfen sie auch für das Bewerbungsfoto offen getragen werden. Außerdem sollten Frauen darauf achten, nicht viel mehr Haut als ihre männlichen Mitstreiter zu zeigen. Ein tiefes Dekolleté etwa wirkt unprofessionell. Je nach Typ kann auch ein allzu starkes Lächeln negative Auswirkungen auf den ersten Eindruck haben. Studien haben ergeben, dass Frauen generell durch weibliche Reize – dazu zählen auch offene Haare – gegenüber Männern benachteiligt werden. Das Gesamtbild sollte also stimmig sein. Wer unsicher ist, sollte das Thema bei der Bildauswahl mit dem Fotografen besprechen. Denn: Nicht jedem steht dasselbe Detail. Wie unterschiedlich Empfehlungen ausfallen können, zeigt eine Foto-Aktion der Wirtschaftswoche, in der Expertin Maja Skubella 65 Bilder kommentiert hat.

Durch Authentizität überzeugen

Bei allen Faktoren, die es für ein gelungenes Bewerbungsfoto zu beachten gilt, sollten Bewerber eines nicht vergessen: Natürlichkeit. Gestellte Fotos, die den Bewerber in unnatürlichen Posen zeigen, hinterlassen einen faden Beigeschmack und kommen bei Personalbeauftragten nie gut an. Ein offenes, ehrliches Lächeln und eine aussagekräftige Gesamtkomposition überzeugen hier deutlich mehr. Die Qualität des Fotos lässt Rückschlüsse auf die Motivation und Zielstrebigkeit des Bewerbers zu und sollte außerdem die Neugier des Empfängers wecken. Im Idealfall sichert sich ein Bewerber so die Einladung zum persönlichen Gespräch – das Ziel einer jeden Bewerbung.

Checkliste für dein Fotoshooting:

  • Am besten ist es, wenn du dir bereits Gedanken zum Fotomotiv gemacht hast: Welcher Hintergrund würde dir gefallen, was ist deine „Schokoladenseite“?
  • Bereits zu Hause solltest du deine Haare und Nägel für deinen Auftritt in Form bringen.
  • Es schadet nicht, die Kleidung nochmal sorgfältig mit einer Fusselbürste abzufahren oder diese auch zum Termin mitzunehmen – sicher ist sicher.
  • Vor Ort wird natürlich noch mal Hand angelegt – du musst Dich nicht um glänzende Haut sorgen. - Bringe verschiedene Outfits mit, die zum gewünschten Hintergrund passen (kläre aber vorher, ob ein Outfitwechsel im Termin inbegriffen ist)
  • Schuhe mit Absatz bzw. Businessschuhe geben dir eine bessere Haltung.
  • Achtung: Wenn Du ins Solarium gehst, lasse deiner Haut zwei Tage vor dem Shooting Zeit sich wieder zu regenerieren.

 

Gewinnspiel

Da Du nun genau weißt, worauf es ankommt, setz es doch gleich in die Tat um! Zusammen mit dem Fotostudio Studioline Photography verlosen wir ein professionelles Fotoshooting für Bewerbungsfotos im Wert von 69 Euro! Darin enthalten sind:

  • 1 Motiv als Datei inkl. Bildbearbeitung
  • 4er-Abzug - Du wählst aus 60 Aufnahmen.
  • Inkl. sind das Make-up und Outfitwechsel während des Termins.

Studios findest du in ganz Deutschland über die Studioline Suche.

 

Du möchtest das Fotoshooting gewinnen? Registriere dich für den univativ Newsletter und sende bis zum 9. Oktober 2016 eine E-Mail mit dem Betreff „Bewerbungsfotos“ an redaktion(at)univativjournal.de. Der Gewinner wird am 10. Oktober 2016 ausgelost und per E-Mail informiert (Spam-Ordner checken!). Viel Glück!

Gastbeitrag von Julia Bellinghausen, univativ Journal Redaktion

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