Taschenrechner, Block und Quittungen auf Tisch
@pixabay

Bewerbungskosten absetzen - Was, Wann und Wie?

Eine Bewerbung ist neben einem hohen Zeitaufwand auch mit Kosten verbunden. Diese kannst du von der Steuer absetzen! Wie das funktioniert und welche Kosten absetzbar sind erfährst du bei uns.

Bewerbungskosten absetzen – als Werbungskosten absetzen

Du hast gerade dein Studium abgeschlossen, hast dich bei etlichen Unternehmen beworben und wurdest zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Einziges Problem: Das Unternehmen ist 200 Kilometer weit weg. Als frischer Absolvent hat man noch nicht so viel Geld. Du solltest also alle Möglichkeiten nutzen, die dir das Steuersystem bietet um dein Geld zurückzuholen!

Bewerbungskosten absetzen - Welche Kosten kannst du angeben?

Bewerbungskosten sind Werbungskosten, da du mit deiner Bewerbung um dich wirbst. Diese Kosten kannst du von der Steuer absetzen. Welche Kosten kannst du absetzen? Diese! Kosten für:  

  • Beglaubigungen, Kosten für Übersetzungen

  • Bewerbungskurse

  • Bewerbungsmappen

  • Bewerbungsratgeber

  • Briefmarken, Briefpapier, Briefumschläge

  • Büromaterial: Druckerpatronen, Kleber, Stifte…

  • Internetzugang, Telefonkosten (Handyvertrag)

  • Klarsichthüllen

  • Kopien

  • Lebenslaufdesign

  • Stelleninserate

Viele dieser Kosten kannst du nur anteilig absetzen. Deinen Internetzugang, beispielsweise, nutzt du vermutlich nicht nur für Bewerbungen.

Bewerbungskosten – als Reisekosten absetzen

Reisekosten für die Bewerbung kannst du natürlich auch von der Steuer absetzen. Zu diesen gehören:

  • Fahrt zum Vorstellungsgespräch (Auto, Bahn, Taxi...) 

  • Parkgebühren

  • Stadtpläne

  • Unterkunft

  • Verpflegung

Am besten bewahrst du alle Quittungen auf, um diese dem Finanzamt vorzulegen.

Bewerbungskosten – Pauschale für Faule

Natürlich berechnet das Finanzamt auch Pauschalen. Für eine schriftliche Bewerbung werden dir 8.50 Euro berechnet und online Bewerbungen bzw. Bewerbungen per Email berechnet dir das Finanzamt 2.50 Euro. Die Fahrtkosten werden mit 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer angesetzt.

Studiengebühren absetzen

Neben den Bewerbungskosten kannst du Studiengebühren von der Steuer absetzen. Die Studiengebühren kannst du als Werbungskosten oder Sonderausgaben absetzen, jedoch musst du wissen, ob dein Studium als Erst- oder Zweitausbildung gilt. Falls zum jetzigen Zeitpunkt keine Steuern zahlen musst, werden die entstandenen Kosten später im Berufsleben berücksichtigt.

Studiengebühren absetzen – Welches Studium als Erst- oder Zweitausbildung angeben

Die Erstausbildung ist deine erste Ausbildung, welche du absolviert hast, um deinen späteren Beruf zu erlernen. Dabei solltest du wissen, dass ein abgebrochenes Studium nicht zählt, sondern nur ein abgeschlossenes Studium. Als Zweitausbildung sieht man jede weitere Ausbildung nach der Erstausbildung an. Wenn du den Bachelor abgeschlossen hast, zählen ein weiterer Bachelor oder ein Masterstudium als Zweitstudium.

Studiengebühren absetzen – Sonderausgaben oder Werbungskosten

Wenn du deine Studiengebühren in der Erstausbildung absetzen willst, musst du diese als Sonderausgaben gültig machen. Die Sonderkosten kannst du nur bis 6000 Euro gültig machen, da diese als Kosten der privaten Lebensführung gesehen werden. Deine Zweitausbildung kannst als du als Werbungskosten geltend machen, was wir dir auch empfehlen würden, denn die Summe ist hierfür unbegrenzt.  

Studiengebühren absetzen – Welche Kosten kann ich als Studiengebühren absetzen

Was du als Ausgaben für das Studium absetzen kannst, listen wir dir stichpunktartig hier auf:

  • Fahrtkosten zu Lerngemeinschaften

  • Fahrtkosten zwischen Uni und Wohnung

  • Kosten für Bücher und Büromaterialien

  • Kosten für ein Arbeitszimmer

  • Kosten für Sprachkurse, falls beruflich veranlasst

  • Prüfungs- und Studiengebühren

  • Zinsen für ein Ausbildungsdarlehen 


Anzeige

Anzeige