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Richtig bewerben - so gehts!

Sich bewerben? Machen viele. Genommen? Wirst du! Weil du weißt, was geht in Sachen Vorbereitung, Lebenslauf, Anschreiben. Wo gelesen? Hier:

1. Du sollst üben

Du findest, die ausgeschriebene Azubi- oder Dual-Studium-Stelle passt zu dir wie Faust auf Auge? Dann bitte: Argumentations-Trockenübungen starten! Es hilft  immer, Eltern oder Freunden gegenüber zu argumentieren,  warum genau dieser Beruf oder die Ausbildungsstelle genau zu dir passt.

2. Du sollst nicht werten

Anschreiben: Deine eigene Bewertung deiner Fähigkeiten hat hier nix verloren. Niemand will wissen, ob du findest, du kannst gut Englisch oder Kaugummiblasen machen. Lock den Personalentscheider damit, klug deine Fähigkeiten mit dem Anforderungsprofil zu matchen. Die Bewertung überlässt du dem Leser.

3. Du sollst informiert sein

Deine Hauptmotivation, dich bei Firma XY zu bewerben, ist die, dass dir deine zehn Lieblingsfirmen Absagen gegeben haben? Dir fallen spontan keine richtig guten Argumente für Firma XY ein? Dann such sie dir! Recherchiere über jedes Unternehmen, bei dem du dich bewirbst: Was genau macht es, worin bestehen die Hauptgeschäftsfelder, ist es alt oder neu, wie groß ist das Team etc etc. Denn fest steht: Ohne Unternehmens-Kenntnisse keine brauchbare Bewerbung.

4. Du sollst schnörkellos sein

In Anschreiben und Lebenslauf bitte geläufige und ruhige Schriften verwenden, also Times oder Arial. Wirkt erwachsen und ansprechend, ist außerdem bei vielen Bewerbungen State of the Art. Lieber Finger weg von ausgefallenen und verspielten Schriften.

5. Du sollst rocken

Please notice: Niemand wartet auf dein Anschreiben, Personalleute kriegen oft 20 und mehr am Tag. Deshalb: Rock die Show! Sei richtig gut. Mach klar, warum du für den Job brennst und warum gerade du dem Unternehmen was bringst. Argumentiere stringent und leidenschaftlich, bezieh dich auf’s Unternehmen, auf seine Produkte oder seine Dienstleistung. Versetze dich in die Lage des Personalers: Würdest du dich kennen lernen wollen? Never, never, never Fehler machen!Lieber 10  mal korrekturlesen. Namen richtig schreiben!

6. Du sollst blütenweiß sein

In Sachen Papier bitte: weiß! Gute Qualität, 80 bis100 Gramm, unliniert, DIN-A4. Keine ›Löcher‹, Lücken in den Zeilen oder an deren Ende lassen. Und einzeiligen Zeilenabstand!

7. Du sollst du selbst sein

Sollen Eltern im Lebenslauf erwähnt werden? Auffassungssache. Einerseits: Es geht um dich, nicht um deine Herkunft. Daher der offizielle Rat: Eltern und Geschwister haben im Lebenslauf nichts verloren. Andererseits: Der Beruf deiner Eltern kann sich prägend auf dich auswirken und ist deshalb für den einen oder anderen Personalentscheider durchaus interessant. Deine Entscheidung. Und wie ist das in Sachen Staatsangehörigkeit? Spätestens seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz darf die Staatsangehörigkeit keine Rolle bei der Personalauswahl mehr spielen. Du musst sie also nicht angeben. Allerdings ist das in der Praxis nach wie vor manchmal anders, deshalb empfehlen wir deine Staatsangehörigkeit nur dann anzugeben, wenn du kein deutscher Staatsbürger bist oder dein Name dies vermuten lässt.

8. Du sollst akkurat sein

Fehler passiert? Nicht durchstreichen, nicht einfach stehenlassen nach dem Motto »schaut schon keiner so gründlich an«, sondern: neu ausdrucken. Gilt auch bei Flecken, Eselsohren, zerknittertem Papier! Kopien und Scans: Top-Qualität!

9. Du sollst für Optik sorgen

Für Ränder sorgen, please! Gut sind 25 mm links, 30 mm rechts, oben und unten mindestens 25 mm. Absolut Nein! sind  sind zentrierter Text und rechtsbündige Ausrichtung. Blocksatz auch eher bäh, zieht vor allem längere Wörter unnatürlich in die Länge und macht damit unlesbarer. Am besten Flattersatz oder linksbündig verwenden.

10. Du sollst ehrlich sein

Im Lebenslauf gilt: nicht lügen! Sitzengeblieben oder von der Schule geflogen? Dazu stehen. Lieber erklären, warum das passiert ist, auch holprige Phasen machen deine Persönlichkeit aus. Der Lebenslauf muss lückenlos erklären, welche Station du wann in deinem Leben durchlaufen hast. Leidenschaftliche Hobbys, ehrenamtliches Engagement und Ungewöhnliches kommen ebenfalls rein. Du hast keine richtigen Hobbys? Nichts erfinden! Nicht schreiben: Hobby »Joggen«, wenn du einmal im Jahr im Schulsport länger als 5 Minuten laufen musst. Du bist, wie du bist. Bitte am Schluss: Lebenslauf unterschreiben. In Schreibschrift, schwarz oder blau, idealerweise mit Füller.

 


Checkliste für die richtige Bewerbung.Checkliste für deine Bewerbung

  • umfasst ein Anschreiben mit kurzer Selbstdarstellung, Motivation für die ausgeschriebene Stelle und die Bitte um ein persönliches Gespräch
  • umfasst einen chronologisch geordneten Lebenslauf mit persönlichen Daten, Schulbildung, deinen Skills und ehrenamtlichem Engagement. Bewerbungsfoto: bleibt dir überlassen. Wir raten eher dazu, ist aber kein Muss
  • wird von dir unterschrieben, genau wie der Lebenslauf
  • enthält gegebenenfalls Praktikumszeugnisse oder Arbeitsproben, wenn du hast
  • enthält Nachweise und Zertifikate über besondere Fähigkeiten wie Sprachen
  • hast du deine Eltern oder Freunde gründlich lesen lassen
  • hat das aktuelle (!) Datum
  • benennt im Betreff, worauf du dich bewirbst

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