Scrabbel-Steine ›Time for Change‹
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Jobwechsel – So begründest du ihn richtig

Jobwechsel finden sich heutzutage in fast jedem Lebenslauf. Du möchtest deinen Job wechseln und befindest dich in der Bewerbungsphase? Ob mehr oder weniger freiwillig: Wie du auf Wechselkurs gehen kannst ohne in Erklärungsnot zu kommen, erfährst du von uns.

Jobwechsel – Richtige Gründe angeben

Es gibt viele gute Gründe den Job zu wechseln – mehr Gehalt, neue Herausforderungen oder eine bevorstehende Kündigung. Leider wird dein neuer Arbeitgeber von manchem dieser Gründe nicht begeistert sein. Warum auch immer du deinen Job wechseln möchtest, in deiner Bewerbung und im Vorstellungsgespräch musst du den Wechsel erklären können.

Bist du Berufsanfänger? Glück gehabt. Dir werden Jobwechsel leichter verziehen. Viele akzeptieren diese Zeit als ›Orientierungsphase‹. Du musst deinen neuen Arbeitgeber davon überzeugen, dass du jetzt weißt, was du möchtest. Achtung: Zwei Jahre solltest du in den Unternehmen durchhalten um zu zeigen, dass du Engagement mitbringst!

Konzentriere dich bei deiner Erklärung nicht auf die Vergangenheit. Negative Erinnerungen an den alten Arbeitgeber könnten sonst zwischen den Zeilen erkennbar werden. Formuliere zukunftsorientiert Gründe, die mit deinen Erwartungen an den neuen Arbeitgeber und deinen Fähigkeiten, die du mitbringst, zusammenhängen. Fokussiere dich auf das, was du im neuen Job einbringen und erreichen kannst. Auch falls der Personaler nicht lockerlässt und nach Details zu deinem derzeitigen Arbeitsverhältnis fischt, verzichtest du darauf aus dem Nähkästchen zu plaudern.

Äußerst du dich negativ über deinen alten Arbeitgeber, kann dein neuer davon ausgehen, dass du beim nächsten Wechsel auch über ihn herziehen wirst. Bleibe souverän. Das wirkt selbstbewusst, loyal und verschwiegen. Die Nachfragen könnten ein Test sein, um Informationen über die Konkurrenz herauszufinden. Solltest du diese preisgeben, kann dein neuer Arbeitgeber nicht auf deine Verschwiegenheit vertrauen.

Jobwechsel – richtig erklärt

Viele Gründe den Job zu wechseln sind auf persönlicher Ebene nachvollziehbar, aus Sicht des Personalers aber als ungünstig für das Unternehmen einzustufen. Eine gute Begründung für deinen Jobwechsel ist essenziell. Diese Beweggründe kommen gut beim Arbeitgeber an:

  • Eine neue Herausforderung: Du möchtest die nächste Sprosse der Karriereleiter erklimmen und dich persönlich und fachlich weiterentwickeln, aber es fehlt an Möglichkeiten? Mache klar, dass du Motivation und Begeisterung mitbringst. Was möchtest du erreichen? Inwiefern möchtest du mehr Verantwortung übernehmen und Herausforderungen meistern?
  • Wunsch nach mehr Internationalität:  Du arbeitest in einem nationalen Unternehmen, willst aber seit der Schulzeit verschiedene Kulturen kennenlernen und reisen? Versuche deutlich zu machen, welchen Mehrwert du für das Unternehmen mitbringst. Deine Sprachkenntnisse und Auslands oder Berufserfahrung, die du auf internationaler Ebene vertiefen möchtest – das sind Gründe, die dein zukünftiger Arbeitgeber hören möchte.
  • Familiäre Gründe: Du folgst deinem Partner in eine neue Stadt, oder wechselst den Wohnort um näher an deiner Familie zu leben oder um Angehörige zu pflegen? Diese Gründe erklären ohne Zweifel jeden Berufswechsel. Trotzdem solltest du deine Motivation für die neue Stelle nicht vergessen. Achtung: Mehr Zeit für die Familie oder eine ausgewogenere WorkLife-Balance kommen beim Personaler weniger gut an. Er interpretiert daraus Dienst nach Vorschrift. Den neuen Job möchtest du nur, um Geld zu verdienen. Achte darauf, dass deine Motivation und Eignung für den neuen Job deutlich werden!
  • Tapetenwechsel: Du bist seit langem im selben Unternehmen? Vielleicht ist der Wechsel in eine andere Branche das Richtige für dich. Das wird schwieriger zu erklären als gedacht. In deinem bisherigen Gebiet hast du viel Erfahrung gesammelt. Für den Einstieg in eine andere Branche fehlt dir diese jetzt sehr. Versuche klarzumachen, wie du deine Kompetenzen übertragen und an deinem neuen Arbeitsplatz gewinnbringend einbringen kannst.

Jobwechsel – So solltest du ihn nicht begründen

Grundsätzlich gilt: Erkläre aber rechtfertige dich nicht. Damit bist du in der Defensive und musst deine Entscheidung verteidigen. Verdeutliche, dass du deinen Job wechseln möchtest, um dein Potential noch besser entfalten zu können. Das Tätigkeitsprofil des neuen Jobs entspricht genau deinen Vorstellungen und Kompetenzen? Dann gehe darauf ein. Mache deine Motivation deutlich!

Viele Gründe reichen jedoch nicht aus, um eine ausreichende Motivation zu verdeutlichen oder werden negativ ausgelegt. Diese kannst du hier lesen:

  • Markennamen: Du möchtest für eine bekannte Marke arbeiten? Falls das deine einzige Begründung ist, ist das zu wenig. Ganz im Gegenteil: Du könntest oberflächlich und zu abhängig von Bestätigung von außen wirken. Versuche, eine tiefere Motivation zu vermitteln – aber ohne übermäßig in Schwärmerei zu verfallen!
  • Mehr Geld: Der finanzielle Aspekt steht für viele Jobwechsler im Vordergrund. Trotzdem sollte das nicht der einzige Grund für deinen Wechsel sein. Damit könnte der Eindruck entstehen, dass du bei einem besseren Angebot das Unternehmen schnell wieder verlassen würdest. Versuche weitere Gründe aufzulisten um das zu umgehen.
  • Kündigung: Hier kommt es darauf an, aus welchem Grund gekündigt wurde. Hast du selbst gekündigt, kannst du vermitteln, dass du die Kontrolle hast und dein Jobwechsel eine wohlüberlegte Entscheidung war.
    Bist du betriebsbedingt gekündigt worden, warst nur befristet bei der alten Firma, oder nur als Vertretung für Elternzeit angestellt? Erkläre den Sachverhalt kurz und sachlich.
    Wurde dir wegen fehlender Leistung oder negativem Verhalten gekündigt? Versuche, nicht in die Defensive zu geraten und formuliere zukunftsorientiert. Konzentriere dich auf die Leistungen, die du bereits erbracht hast. Sollte der Personaler trotzdem nachfragen? Bleib bei der Wahrheit, aber verzichte auf Details.

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