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Der tabellarische Lebenslauf – wie sollte er aussehen?

Ein aktueller Lebenslauf ist unverzichtbarer Bestandteil jeder Bewerbung. Doch in welcher Form sollte er abgefasst sein, um bei Personalabteilungen einen positiven Eindruck zu hinterlassen? Sofern nicht ausdrücklich etwas anderes verlangt wird, gilt heute der tabellarische Lebenslauf als "Goldstandard". Er ist allgemein üblich und akzeptiert, denn er bietet dem Leser die Möglichkeit, sich besonders schnell und effizient über den Bewerber sowie dessen Qualifikationen, Kompetenzen und Erfahrungen zu informieren. Doch die tabellarische Auflistung der verschiedenen Daten und Fakten allein ergibt noch keinen perfekten Lebenslauf. Vielmehr müssen dafür einige weitere Kriterien erfüllt werden, die in der Praxis mitunter vernachlässigt werden.

Wie viele Seiten sollte der tabellarische Lebenslauf umfassen?

Eine grundsätzliche Entscheidung betrifft die Seitenzahl des Lebenslaufes: Soll dieser eine, zwei oder gar mehrere Seiten umfassen? Dafür gibt es keine eindeutige Regel. Im Normalfall sind ein oder zwei Seiten auf jeden Fall in Ordnung, und bei Bewerbungen um besonders anspruchsvolle Führungspositionen und entsprechend umfassenden beruflichen Erfahrungen dürfen es durchaus auch einmal mehr als zwei Seiten sein. Besonders übersichtlich ist es allerdings, wenn alle relevanten Informationen auf einer Seite untergebracht werden können. Die Verwendung von Vorlagen und Beispiellebensläufen kann dabei eine wichtige Hilfe sein. Denn mit der entsprechenden Vorlage lässt sich schnell ein moderner tabellarischer Lebenslauf erstellen, der alle wesentlichen Informationen enthält, aber nicht zu viel Platz erfordert. Dabei stehen unterschiedliche Layouts zur Auswahl, die sich in der Praxis bereits vielfach bewährt haben. Sie ermöglichen es, die einzelnen Informationen so auf der Seite anzuordnen, dass diese übersichtlich wirkt und die einzelnen Details vom Leser schnell erfasst werden können. Außerdem können gute Vorlagen dazu beitragen, typische Fehler im Lebenslauf zu vermeiden. Dies gilt nicht zuletzt für die chronologische beziehungsweise antichronologische Gliederung. Die ideale Lösung ist dabei die antichronologische Darstellung, bei der die jüngsten und aktuellsten Tätigkeiten oder Qualifikationen jeweils zuerst genannt werden. Bei einem einseitigen tabellarischen Lebenslauf wäre eine chronologische Darstellung auch möglich, weil alle Informationen auf einen Blick und ohne Blättern erfasst werden können, sie ist jedoch in der Praxis weitaus seltener anzutreffen. Auf keinen Fall sollten beide Darstellungsweisen innerhalb eines Lebenslaufes miteinander vermischt werden, denn dies würde eher verwirrend wirken.

Worauf es bei tabellarischen Lebensläufen sonst noch ankommt

Neben der Seitenzahl und der Chronologie sollte auch die Typografie nicht dem Zufall überlassen werden. So ist beispielsweise Times New Roman eine beliebte Schrift für längere Fließtexte, für einen tabellarischen Lebenslauf dagegen eher ungeeignet. Serifenlose Schriften wie Arial oder Helvetica sind für tabellarische Darstellungen die bessere Wahl, weil sie dem Auge das vertikale "Wandern" zwischen verschiedenen Informationen leichter machen. Farbige Hervorhebungen oder farbige Hintergründe als Mittel zur Gliederung der Seite sollten nur äußerst sparsam verwendet werden. Neben dem Schwarz der Schrift sollte allenfalls eine weitere Farbe auftauchen. Anderenfalls entsteht schnell ein zu bunter und zu verspielter Eindruck. Dasselbe gilt für grafische Spielereien wie Wasserzeichen oder Ornamente, die in einem professionell gestalteten Lebenslauf grundsätzlich fehl am Platz sind. In den meisten Fällen werden Bewerbungen heute in elektronischer Form eingereicht. Wird explizit gewünscht, dass die Bewerbungsunterlagen auf dem Postweg eingereicht werden, sollte natürlich auch auf eine angemessene Papierqualität geachtet werden. Dünnes, graues Recyclingpapier wirkt ebenso unangemessen wie farbige Papiere. Das klassische Weiß ist dafür nach wie vor Standard.

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