CeBIT 2016: IT-Sicherheit einer der Schwerpunkte...

...›d!conomy‹ erneut Motto. Interview mit Marius Felzmann

Stand: 18.01.16

›d!conomy‹ ist auch in diesem Jahr Motto der CeBIT, wieso deshalb auch die IT-Sicherheit eine große Rolle spielt, erklärt Marius Felzmann, Geschäftsbereichsleiter CeBIT

Wieso fokussiert sich die CeBIT dieses Jahr unter anderem auf IT-Sicherheit?

Als Leitveranstaltung der Digital-Branche fokussiert die CeBIT all die Themen, die aktuell den IT-Markt und deren Abnehmer prägen. IT-Sicherheit rückt für alle Bereiche der Wirtschaft und die öffentliche Hand immer stärker in den Fokus: Das betrifft die Großindustrie genauso wie kleine und mittlere Unternehmen, den Handel oder die Verwaltung und natürlich auch Forschung und Wissenschaft. Die Investitionen in IT-Sicherheit ziehen deutlich an und haben bereits im vergangenen Jahr stärker zugelegt als der Gesamtmarkt für Software und IT-Services.

Wie verändert die ›d!conomy‹ den Blick auf IT-Sicherheit?

Das Thema ›d!conomy‹ beschreibt den unaufhörlichen Prozess der Digitalisierung von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Zu den Schlüsselthemen der digitalen Transformation gehören die umfassende Vernetzung, Big-Data-Anwendungen und das Internet der Dinge. Der Umgang mit großen Datenmengen, die permanente Verfügbarkeit sowie vernetzte Maschinen- und Produktwelten setzen allerdings höchste Sicherheitsvorkehrungen voraus.

Worin liegen wahrscheinlich die größten Fehler im Umgang mit IT-Sicherheit?

Der größte Fehler im Umgang mit IT-Sicherheit ist der, sie nicht ernst zu nehmen. Nach einer Befragung des Hightech-Verbands BITKOM sorgen lediglich 45 Prozent der Unternehmen für eine Verschlüsselung ihrer Daten. Nicht einmal jede dritte Firma bringt intelligente Sicherheitssysteme zur Absicherung gegen den Datenabfluss von innen oder Angriffserkennungssysteme für Attacken von außen zum Einsatz. Hier sind eine umfassende Aufklärung sowie branchenspezifische und anwenderorientierte IT-Sicherheitslösungen gefragt.

Welche Aussteller im Bereich IT-Sicherheit sind dieses Jahr auf der CeBIT vertreten?

Die führenden Anbieter sind alle an Bord. Die meisten davon im Schwerpunkt ›Business Security‹ in Halle 6. Um nur einige Namen zu nennen: Dell, G Data, Kaspersky, Secunet, Secusmart, Sophos, Wick Hill und das Bundesamt für Sicherheit. Rohde & Schwarz ist nach der Übernahme von Sirrix und Gateprotect mit einem deutlich vergrößerten Stand vertreten. Neu dabei sind unter anderem Airbus Defense, Bitdefender und Natek. Darüber hinaus sprechen zahlreiche IT-Security-Experten auf den CeBIT Global Conferences: unter anderem der Chef von F-Secure Christian Fredrikson, der CEO von AVG Technologies Gary Kovacs sowie die Verschlüsselungs-Ikone Phil Zimmermann von Silent Circle.

Wie schnell muss man in der IT-Sicherheit auf Bedrohungen reagieren – sind das Veränderungen in ›Börsengeschwindigkeit‹?

Wichtig ist, dass man nicht überhastet und konzeptlos reagiert. Wer schon bei der Konzeption seiner IT-Infrastruktur und dem dazu gehörenden Datenfluss die entsprechenden IT-Sicherheitsmaßnahmen beachtet und anwendet, kann später bei eventuellen Bedrohungs-Szenarien und möglichen Cyber-Angriffen auch schneller reagieren. Anders sieht es bei den Lösungsanbietern selbst aus. Hier wird analog der Bedrohungen ›aufgerüstet‹ und in hochqualifiziertes Personal und immer schnellere Systeme investiert, um auf neue digitale Bedrohungen und Angriffe sofort reagieren zu können.

Sicherheit und Freiheit werden ja gerne in der Politik gegeneinander ausgespielt: Wie sieht es damit in der IT aus – führt zu viel Sicherheit auch zu Einschränkungen der Freiheit?   

Es wird nie eine hundertprozentige Sicherheit und nie eine absolute Freiheit geben – auch nicht in der IT. Es gibt aber ein breites Angebot an IT-Sicherheits-Lösungen, das es uns ermöglicht, unsere Daten größtmöglich zu schützen. Wenn wir diese Sicherheitsmaßnahmen konsequent umsetzen, können wir auch einen hohen Grad an Freiheit im Netz erreichen. Den besten Überblick über das aktuelle Angebot an IT-Sicherheits-Lösungen  liefert die kommende CeBIT vom 14. bis 18. März – und darüber hinaus noch viel mehr. Besonders interessant für Studenten dürfte der ebenfalls in Halle 6 angesiedelte Schwerpunkt ›Research & Innovation‹ sein. Im ›Forschungslabor‹ der CeBIT zeigen Institute und Forschungszentren, Universitäten und Unternehmen aktuelle Forschungsergebnisse und werfen einen Blick in die Zukunft der digitalen Welt. Aktuelle Job-Angebote und Informationen über den Arbeitsmarkt finden Studierende bei ›job and career at CeBIT‹ in Halle 11–  der größten Jobbörse für Arbeitgeber und Arbeitsuchende im Umfeld der digitalen Wirtschaft.

Dieser Text stammt aus der Feder von:

Sami Rauscher

rauscher(at)audimax.de
Telefon: 0911-23779 24

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