Kostspielige Anschaffungen wie ein neuer Laptop lasen sich häufig nur durch einen Nebenjob finanzieren.

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Die lukrativsten Nebenjobs für Studenten

In Deutschland gibt es mehr als 2.850.000 Studenten (Stand 2018/19). Die Anzahl steigt laut Statistik kontinuierlich an. Gut 50 Prozent von ihnen gehen zusätzlich einer Arbeit während des Semesters nach, knapp 65 Prozent in den Ferien. Die staatliche oder elterliche Unterstützung reicht oftmals nicht aus, um die Lebenshaltungskosten zu decken. In der Regel sind Wohnungsmiete und Nebenkosten zu zahlen, Lebensmittel einzukaufen und teilweise entstehen hohe Fahrtkosten, um zur Universität oder nach Hause zu gelangen. Innerhalb Deutschlands kommen folgende Beträge pro Monat auf Studierende zu:

  • Es fallen zwar keine Studiengebühren an, jedoch muss ein Semesterbeitrag gezahlt werden, der zwischen 85 und 290 Euro liegt.
  • In einer Wohnungsgemeinschaft lässt sich mit einer Miete ab 160 Euro rechnen.
  • Für eine eigene, kleine Studentenwohnung beträgt die Miete im Durchschnitt 360 Euro.
  • Wer sparsam ist und oft in der Mensa speist, kann zwischen 150 und 170 Euro für Lebensmittel einplanen.
  • Lernmaterialien stellen einen Kostenfaktor von etwa 20 bis 60 Euro dar.
  • Einkalkulieren sollte man für Kommunikationskosten (Internet, Handy, Rundfunkgebühren) circa 30 bis 35 Euro.
  • Ab und an wird auch neue Kleidung fällig. Studenten geben dafür im Durchschnitt etwa 55 Euro aus.
  • Die Fahrtkosten betragen für Autobesitzer durchschnittlich circa 100 Euro, für die Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln ungefähr 40 Euro.

Da kommt monatlich ein hübsches Sümmchen zusammen, das vielen Studenten keine andere Wahl lässt, als einem Nebenjob nachzugehen. Während sich in einigen Bereichen Geld nur schwer verdienen lässt, gibt es auch zahlreiche lukrative Möglichkeiten, um die laufenden Kosten tragen zu können. Schwierig wird es, wenn eine größere Anschaffung wie ein Computer, der heute für Studenten unumgänglich ist, im Raum steht. Im Notfall muss Geld ausgeliehen werden, sei es bei Familienangehörigen, Freunden oder bei einem Geldinstitut. Dies ist aufgrund mangelnder Sicherheiten nicht immer einfach. Eine gute Chance hat man bei der Kreditvermittlung Bon-Kredit.de, die mit über 20 Partnerbanken zusammenarbeitet. Dort erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, einen auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Kredit zu erhalten.


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Kellnern – der klassische Studentenjob

Ein Großteil der Studenten verdient sich Geld beim Kellnern. Der Job lässt sich als relativ einfach bezeichnen, hat man nicht gerade zwei linke Hände oder ist menschenscheu. Grundvoraussetzungen sind Freundlichkeit, gute Umgangsformen und die Bereitschaft, teilweise bis spät abends oder nachts zu arbeiten. Darüber hinaus sollten wenigstens die Grundzüge der Mathematik sitzen und Fähigkeiten zum Bedienen einer Kasse vorhanden sein. Der allgemeine Stundenlohn ist nicht gerade für seine Unschlagbarkeit bekannt. Wer jedoch gut in seinem Job ist, kann dies durch das Trinkgeld wieder auszugleichen.

Fabrikarbeit in Nacht- oder Wochenendschicht

In diesem Bereich sind körperliche Belastbarkeit und zeitliche Flexibilität gefragt. Vorteilhaft für manche Studenten ist, dass man sich bei der Arbeit in der Fabrik nicht auf ständig wechselnden Publikumsverkehr einstellen muss. Oftmals ist in Industriebetrieben und Co. zwar auch ein Jobben tagsüber möglich, jedoch ist die Nacht- oder Wochenendschicht deutlich besser bezahlt. Gerade in den Semesterferien gibt es oftmals viele Angebote, besonders in der Hauptreisezeit, wenn viele Festangestellte in den Urlaub fahren. Eine gute praktische Erfahrung ist der Nebenjob in einer Fabrik für Studierende, die einen ingenieurwissenschaftlichen oder technischen Bildungsweg eingeschlagen haben.

Callcenter – für hartgesottene und geduldige Menschen

Man kennt es selbst, dass unbekannte Telefonstimmen einem etwas schmackhaft machen möchten. Oftmals kommt der Anruf in einem ungünstigen Augenblick, so dass man das Gespräch einfach nur schnell im Keim ersticken möchte. Wer einen Nebenjob in einem Callcenter hat, sitzt auf der anderen Seite. Freundlichkeit steht hier an erster Stelle, gute Ausdrucksformen, eine angenehme Stimme und unendliche Geduld gehören zu den wichtigsten Voraussetzungen bei dieser Art von Arbeit. Ein Vorteil ist, dass die Zeiten zum größten Teil flexibel vereinbar sind. Allerdings gehört in der Regel auch die Bereitschaft zu Wochenend- und Nachtdienst dazu. Die meisten derartigen Jobs werden auf Provisionsbasis abgerechnet. Das heißt, wer nicht gut ist, verdient wenig, wer sich als Top Telefonist herausstellt, kann auch ordentliche Einnahmen verzeichnen.

Messearbeit: guter Stundenlohn inklusive

Zu den Messearbeiten zählen das Aufbauen von Messeständen, Tätigkeiten im Service und im Gastronomiebereich. Studentinnen werden zum Beispiel häufig als Hostess eingesetzt. Der Nebenjob besteht dabei im Empfang der Besucher, der Gästebewirtung, Bestellaufnahme, Beratung und dem Ansprechen potentieller Kunden. Eine gute Portion Selbstbewusstsein ist gefragt, bei männlichen Aufbauhelfern handwerkliches Geschick. Mit einem Verdienst zwischen neun und zwölf Euro ist die Bezahlung nicht schlecht, beinhaltet aber meist auch einen Ganztageseinsatz. Der beste Weg, sich für einen solchen Job zu bewerben, ist über eine Messeagentur. Hat man dort erst einmal Fuß gefasst, erhalten Studenten meist regelmäßige Anfragen beziehungsweise Aufträge.

Nachhilfe – ein beliebter Nebenjob

Wer Nachhilfe gibt, muss kein angehender Lehrer sein. Auch aus anderen Bereichen, in denen man sich gut auskennt, kann umfangreiches Wissen an Schüler vermittelt werden. Die Bezahlung liegt im oberen Bereich. Das heißt, wird auf privater Basis gearbeitet, ist ein Stundenlohn von bis zu 15 Euro möglich. Entscheidet man sich für ein Nachhilfeinstitut, ist mit etwa zehn Euro pro Stunde zu rechnen. Studenten, die sich für diesen Job entscheiden, sollten einen guten Draht zu Kindern haben und selbstverständlich gute Kenntnisse in dem zu unterrichtenden Stoff vorweisen können. Geduld ist das A und O. Nicht vergessen sollte man, dass die Stunden sowohl vor- als auch nachbereitet werden müssen. Dies nimmt zusätzliche Zeit in Anspruch, die den Verdienst im Verhältnis ein wenig verringert.

Nützlich für die spätere Karriere

Studenten, die bereits während ihres Studiums in der beabsichtigten Branche Fuß fassen können, sind eindeutig im späteren Arbeitsleben im Vorteil. Ein angehender Ingenieur findet möglicherweise ein passendes Unternehmen. Ist er gut, steht meist ein langfristiger Nebenjob zur Verfügung. Für Ärzte bietet sich der soziale Bereich an, der sich gut in dem Lebenslauf macht. Auch wissenschaftliche Hilfskräfte an einem Lehrstuhl, sogenannte „HiWis“ werden teilweise gesucht. Wer sich für die Zukunft in der Forschung oder an einer Universität sieht, kann dort ein Sprungbrett finden. Als zukünftiger Redakteur kommt ein Job bei einer Zeitung in Frage. Hier gibt es häufig die Möglichkeit, auch in Heimarbeit zu arbeiten, so dass man zusätzliche Zeit für den Hin- und Rückweg zum Arbeitgeber einspart.

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