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Die Relevanz von Soft Skills und wie du diese im Studium verbesserst

Für den Karrierestart ist eine gute fachliche Ausbildung unabdingbar. Doch auch Soft Skills sind im Berufsleben sehr gefragt und werden bei Bewerbungs-Tipps immer wieder gerne zitiert.

Wenn es von der Schulbank über Hörsäle direkt in das Arbeitsleben geht, kann es schwerfallen, der Ausbildung der sogenannten „weichen“ Fähigkeiten genügend Spielraum zu geben. Hier findest du Tipps, wie du diese Kompetenzen ausprägen kannst.

Soft Skills und das Studium

Es ist ein Modell, das immer häufiger vorkommt: Nach dem Abitur geht es direkt ins Studium, das dank Bologna-Reform in Rekordzeit absolviert wird – dann geht es ab ins kalte Wasser des Berufslebens. Dabei fällt häufig etwas zu spät auf, dass es neben der vielen Theorie, die im Studium vermittelt wurde, etwas an praktischer Lebenserfahrung mangelt. Doch diese ist häufig mindestens genauso wichtig für den beruflichen Erfolg.

Nicht ohne Grund sind gut ausgeprägte Soft Skills daher sehr gefragt und werden auch bei jedem Vorstellungsgespräch gründlich abgeklopft. Doch bei der Flut von Lektionen aus Lehrbüchern, die du im Studium bewältigen musst, fällt dieser Aspekt häufig etwas unter den Tisch.

Damit das letztendlich nicht zu einem Problem im Arbeitsalltag wird ist es wichtig, bewusst mit diesem Thema umzugehen. Dieser Text handelt davon, wie wichtig Soft Skills beim Berufseinstieg sind und wie du dich darin verbessern kannst.


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Der Begriff Soft Skills und seine Bedeutung

Soft Skills sind die persönlichen Fähigkeiten, die zwar nicht direkt mit der fachlichen Qualifikation zusammenhängen, aber dennoch sehr wichtig sind – sowohl im alltäglichen Privatleben, als auch bei der Ausübung des Berufs. Besonders, um in der Karriere ein möglichst komplettes Bild von Tauglichkeit mitzubringen, müssen sowohl fachspezifisches Können, als auch zusätzliche Fähigkeiten im Einklang stehen.

Bei Soft Skills handelt es sich hauptsächlich um soziale und persönliche Kompetenzen oder Eigenschaften, die wichtig sind, um bestimmte Aufgaben optimal bewältigen zu können. Wenn es um deine Eignung im Job geht, werden viele verschiedene Soft Skills häufig zitiert, die besonders nützlich sind:

  • Kommunikationsfähigkeit: Ohne Kommunikation läuft nichts – besonders auch im Berufsleben. Egal, ob es um die Tätigkeit selbst geht wie beispielsweise im Kundenkontakt, oder intern zwischen Arbeitskollegen oder mit Vorgesetzten. Es gibt immer schwierige Situationen, in denen die richtige Ausdrucksweise alles ist.
  • Teamfähigkeit: Toll, ein anderer macht’s.“ Genau das sollte Team für dich nicht bedeuten. Fähigkeit, sich unterzuordnen, Kompromisse einzugehen, zielgerichtet zu arbeiten und ein gutes Gespür für das Annehmen und Ausdrücken von Kritik sind wichtige Teilbereiche. Auch Positiva gehören hierzu, wie etwa die richtige Anwendung von Lob und Motivation.
  • Ehrgeiz: In einer Festanstellung kann man sich schnell verlieren und nur das Minimum arbeiten. Wer jedoch von Natur aus ehrgeizig ist, wird dies jedoch nicht tun, sondern immer versuchen, Bestleistungen zu bringen.
  • Empathie: Sich gut in andere hineinversetzen zu können, um ihre Perspektive zu verstehen und eventuell ihre Bedürfnisse automatisch zu erkennen, all das ist in jeder Lebenslage ultimativ wichtig. Gerade für kundenorientierte Arbeit ist diese soziale Kompetenz unabdingbar.
  • Eigeninitiative: Wenn du dich immer so aktiv wie möglich in Prozesse einbringst und nicht davor zurückscheust, auf eigene Faust Verantwortung zu übernehmen, bist du für viele Stellen ein hervorragender Kandidat. Besonders in projektverantwortlichen Positionen oder in Startups ist das eine hervorragende Eigenschaft.
  • Belastbarkeit: Dieser Begriff findet sich immer häufiger in Stellenanzeigen. Gerade in kleinen Unternehmen und Startups tragen Mitarbeiter einen immer größeren Teil an Verantwortung mit, wodurch es sich nicht vermeiden lässt, dass es hin und wieder zu Stressphasen kommt. Daher suchen Arbeitgeber vermehrt nach Talenten, die in diesen Perioden über sich hinauswachsen können.
  • Kreativität: Sehr gerne werden regelrechte Problemlöser gesucht, die „out of the box“ denken können. Egal, ob zur Lösungsfindung neuer Probleme oder zur Optimierung bestehender Geschäftsprozesse, ein kluges Köpfchen das alles von Grund auf überdenkt und neue Ansätze finden kann, ist gerne gesehen.

Es gibt natürlich noch viel mehr Soft Skills, die besonders für den Karriereweg eine große Bedeutung haben. Doch die genannten sollten die Vielfalt ausreichend illustrieren und zeigen, dass sich hinter diesem Begriff keine besonders komplexen Konzepte verstecken.

Vielmehr handelt es sich um ganz normale, menschliche Eigenschaften, die dabei helfen, im Arbeitsalltag effektiver zu arbeiten und Probleme zu vermeiden.

Auch Dinge wie ein gutes Allgemeinwissen, öffentliches Reden, Disziplin oder ein gutes Selbstbewusstsein können dementsprechend dazu gezählt werden. Ebenfalls ein wichtiger Soft Skill, der von vielen Bewerbern leider nicht beachtet wird, ist sicherer Umgang mit digitalen Medien und dem Internet. Gerade hier suchen viele Unternehmen nach Knowhow, das junge „Digital Natives“ heutzutage für selbstverständlich halten – oder erst gar nicht wagen, es als positive Fähigkeit zu betonen.

Soft Skills: Essenziell für die Bewerbung

Wenn der Begriff noch so Neudeutsch klingt, das Konzept dahinter ist natürlich steinalt. Bei jedem Vorstellungsgespräch werden Kandidaten – bewusst oder unbewusst – bezüglich ihrer sozialen Kompetenzen auf Herz und Nieren getestet. Kommunikation, Belastbarkeit und Selbstbewusstsein werden in dieser Situation automatisch neben dem Abfragen der beruflichen Qualifikationen überprüft.

Doch darüber hinaus haben sich Soft Skills längst ihren Platz unter den professionellen Qualifikationen im Lebenslauf verdient. Es ist mehr als empfehlenswert, diese im Bewerbungsschreiben zu betonen und ebenfalls Beschreibungen der wichtigsten Kernfähigkeiten hinzuzufügen.

Optimal ist es, wenn bereits im professionellen Umfeld angewandte und verfeinerte Soft Skills an dortiger Stelle möglichst kurz aber prägnant erwähnt werden. Warst du beispielsweise in einem Praktikum Teil einer Arbeitsgruppe, kannst du dort das Stichwort Teamfähigkeit oder Teamarbeit unterbringen. Auch außerfachliche Qualifikationen, beispielsweise aus vorheriger branchenfremder Arbeitserfahrung – besonders bei Quereinsteigern der Fall – können in Verbindung damit erwähnt werden.

Ansonsten ist es natürlich auch möglich, bei den besonderen Kenntnissen einige davon zu nennen, falls sie besonders relevant für die jeweilige Stelle sind. Zumeist haben sie ihren Platz jedoch im kurzen Motivationsschreiben, das dem Lebenslauf vorausgeht. Doch auch hier ist es wichtig, sie möglichst mit tatsächlichen Erfahrungen zu belegen – sonst wird spätestens im ersten Vorstellungsgespräch die Fragerunde darauf abzielen, diese Behauptungen genauestens abzuklopfen.

Karriereaufschwung durch Soft Skills

Im Berufsalltag realisierst du schnell eine Sache: Man hat bei der Arbeit stets mit Menschen zu tun. Je nach Arbeitsumfeld kann das sehr viel ausmachen, wenn es um die interne Anerkennung und somit den beruflichen Aufstieg geht.

Genau hier kommen die sozialen Kompetenzen rund um Kommunikation, Teamwork und Selbstbewusstsein ins Spiel. Zwar ist eine gute Arbeitsleistung die wichtigste Grundlage, um die Aufmerksamkeit von Vorgesetzten zu erregen. Aber dass das Aufbauen guter interner Beziehungen und ein positives Persönlichkeitsbild mindestens genauso wichtig ist, ist unbestreitbar.

Genau damit stehen unmittelbar Soft Skills in Verbindung. Eine steile Karriere hängt also zu gleichen Teilen von beruflicher Leistung und den ergänzenden Fähigkeiten ab.

Darüber hinaus können gut ausgeprägte Soft Skills eben die Arbeitsleistung enorm steigern, vor allem bei direktem Kunden- oder Partnerkontakt. Das wirkt sich natürlich auf die Aufstiegschancen aus. Hier ist ein geschickter Umgang mit anderen Menschen besonders wichtig.

Vergleicht man etwa zwei Mitarbeiter, die im Presales-Bereich arbeiten – einer kontaktiert in einer bestimmten Zeit weit mehr Kunden, der andere weist jedoch eine höhere Konversions- und Kundenbindungsrate, aber vor allem eine höhere Kundenzufriedenheit auf.

Für viele Vorgesetzte, die ihre Arbeit machen und nicht nur auf die reine Masse schauen, wäre die Wahl für einen Kandidaten für zusätzliche Verantwortungen klar. Gleiches gilt für einen Mitarbeiter, der ein auffällig gutes Verhältnis zu wichtigen Kunden hat und somit Eignung für eine höhere Position mit mehr Kontakt zu Geschäftspartnern oder Key Accounts darlegt.

Wie Arbeitgeber von Soft Skills profitieren

Die Relevanz von Soft Skills für den beruflichen Erfolg kommt natürlich nicht von Ungefähr. Arbeitgeber bewerten diese so hoch, weil sie ihnen letztendlich wirtschaftlich zu Gute kommen. Viele wichtige Vorgänge in großen oder kleineren Firmen werden durch zwischenmenschliche Beziehungen bestimmt. Durch eine gute Anwendung von Soft Skills lassen sich große Potenziale abschöpfen.

Gerade bei der Abwicklung von Geschäftspartnerschaften, Pitches, der Pflege von Beziehungen mit Kunden oder der Motivation und beim Aufbau von Zusammenhalt in Teams sind Soft Skills wichtig. Der tatsächliche wirtschaftliche Effekt ist schwer messbar, aber zweifelsohne enorm.


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Besonders bei schwierigen Vorhaben in denen ein gutes Auftreten oder hohe Überzeugungskraft wichtig sind, können gut ausgeprägte soziale Fähigkeiten das gewisse Etwas beisteuern und letztendlich entscheidend sein.

So ist es zwar ein kontraintuitiver Gedanke, doch es kommt regelmäßig vor, dass Unternehmen – gerade im mittelständischen Bereich – Entscheidungen treffen, die eher auf emotionaler als rein wirtschaftlicher Ebene basieren. Ein angenehmer Geschäftspartner, mit dem man aus zwischenmenschlichen Gründen gerne zusammenarbeitet, wird dann womöglich ansonsten vorteilhafteren Optionen vorgezogen. So lange Menschen noch über solche Dinge entscheiden, wird das der Fall sein.

Gleiches gilt bei der Arbeit mit Kunden in schwierigen Situationen. So ist der Vorgang der Kundenrückgewinnung eine Aufgabe, bei der Soft Skills wie Einfühlungsvermögen oder Kommunikationskompetenz enorm wichtig sind. Da die Personen, die man zu diesem Zweck kontaktiert, bereits eine begründete Entscheidung gegen das eigene Angebot getroffen haben, handelt es sich dabei immer um einen Versuch entgegen aller Wahrscheinlichkeit. Wer derartige Aufgaben dank exzellenter sozialer Fähigkeiten meistern kann, ist sehr wertvoll für jeden Arbeitgeber.

So kultivierst du Soft Skills während des Studiums

Frische Uni-Absolventen werden gerne als reine Theoretiker bezeichnet. Das stimmt so nicht mehr unbedingt, da vielerorts ein immer größerer Wert auf Praxiserfahrung gelegt wird. Ein Praktikum oder Seminare zu angewandten Thematiken sind Teil vieler Studiengänge. Außerdem kommt es immer häufiger vor, dass vor der ersten Bewerbung auf die Vollzeitstelle mit Studentenjobs, längerfristigen Praktika oder gar Auslandsaufenthalten praktische Arbeitserfahrung gesammelt wird.

Vollständig praxisfremd sind Absolventen also nicht. Dennoch kann die Zeit, die zur Kultivierung wichtiger Soft Skills verfügbar ist, recht knapp bemessen sein. Insbesondere während der Vorlesungen liegt der Fokus vermehrt auf Hard Skills, also Kernfähigkeiten, die für die fachliche Qualifikation zentral sind.

Wer in diesem Bereich möglichst gut aufgestellt sein möchte, muss sich dessen bewusstwerden und aktiv handeln. Da es im Angebot der meisten Universitäten fast keine Kurse gibt, die diese ohnehin schwer fassbaren Konzepte gezielt trainieren, bist du selbst gefragt.

Zu Beginn dieses Prozesses steht zuerst einmal eine Bestandsaufnahme. Versuch dir bewusst zu machen, wo du Defizite hast oder welche Art von Soft Skills zu besonders herausbilden möchtest. Je nach Art der eigenen Persönlichkeit und der angestrebten Karriere kann die Auswahl sehr unterschiedlich ausfallen – Führungspersönlichkeiten in Spe haben ganz andere Voraussetzungen als Mitarbeiter im Kundendienst.

  • Passives Lernen: Da es sich bei Soft Skills um grundlegende Eigenschaften handelt, gibt es fast in jeder Lebenslage Möglichkeiten, diesbezüglich etwas daraus zu lernen. Die Herausforderung besteht hier darin, immer aufmerksam durch jede Situation zu gehen und sich darauf zu sensibilisieren, gerade auf solche Aspekte zu achten. Mach dir beispielsweise einmal Gedanken darüber, wie dein Chef, dein Professor, dein Mentor oder sonstige Vorbilder agieren, sprechen oder mit Problemen umgehen. Man tendiert als Mensch dazu, alles als selbstverständliches Verhalten hinzunehmen und nur die eigene Perspektive zu sehen. Doch mit der richtigen Einstellung kannst du aus den Handlungen deiner Mitmenschen viel mitnehmen und deine eigenen Schlüsse ziehen.

Die Schwierigkeit liegt dabei darin, sich dies zur aktiven Gewohnheit zu machen. Zu Beginn lohnt es sich daher möglicherweise, Buch zu führen und darin festzuhalten, was man heute beobachtet hat und was man daraus lernen kann. Gib beispielsweise während Vorträgen und Referaten von Kommilitonen hauptsächlich darauf Acht, wie sie etwas präsentieren oder ausdrücken, anstatt darauf, was sie sagen.

  • Uni-Angebote gezielt nutzen: Eigentlich bilden das Studium und die einzelnen Seminare, Übungen und Kurse an der Uni die perfekte Umgebung, um sich in Kernkompetenzen weiterzubilden, die später wichtig werden. Sich aktiv an Seminaren oder Gruppenarbeiten zu beteiligen ist daher sehr wichtig. Natürlich fällt dies gerade Personen, die möglicherweise Defizite in solchen sozial herausfordernden Situationen haben, besonders schwer. Daher ist das größte Problem hier häufig, einfach den inneren Schweinehund zu überwinden und sich einfach einmal für eine Präsentation freiwillig zu melden. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken!

Gerade bei Studiengängen, bei denen Seminare zu außerfachlichen Kompetenzen Teil des Modulplans sind, gibt es hier häufig viel Spielraum, um diejenigen Veranstaltungen auszuwählen, die den eigenen Bedürfnissen am besten entsprechen. Willst du beispielsweise mehr Übung im öffentlichen Reden, dann solltest du mehr Seminare auswählen, die eine Präsentation anstatt einer schriftlichen Klausur als Prüfungsform angeben. Ähnliches gilt für Teamwork – auch hier lässt sich häufig im Voraus herausfinden, ob Teile der Lehrveranstaltung aus Gruppenarbeiten wie etwa praktischen Fallstudien bestehen. Daher solltest du während des Studiums darauf achten, solche Kurse und Seminare zu belegen, die die oben genannten Soft Skills so gut wie möglich fördern.

Und dass du während des Studiums bereits versuchen kannst, deine Selbstdisziplin zu verbessern und effektiv und zielgerichtet zu arbeiten, ist selbstverständlich. Das mag im Hinblick auf das entspannte Studentenleben anderer sehr anstrengend wirken, doch am Ende zahlt es sich definitiv aus.

  • Praktika machen: Praxiserfahrung ist in vielen Branchen das A und O und ein wichtiges Bewerbungskriterium. Doch dabei geht es vielen Unternehmen nicht einmal darum, dass bereits fachliche Kompetenzen angewandt wurden – Geschäftsprozesse sind ohnehin häufig stark unterschiedlich. Vielmehr ist wichtig, dass der Bewerber bereits Erfahrungen bezüglich Berufsalltag sowie professioneller Kommunikation gesammelt hat.

Genau hierfür sind Praktika jeder Art wunderbar geeignet, völlig unabhängig von der beruflichen Ausrichtung. Auch Nebenjobs in größeren Betrieben sind gute Möglichkeiten, um die eigenen sozialen Kompetenzen einmal auf Herz und Nieren zu testen. Mit etwas Arbeitserfahrung lassen sich wichtige Erfahrungen sammeln, die besonders für die Einschätzung und letztendlich Verbesserung der Teamfähigkeit und Eigeninitiative, aber auch Selbstdisziplin sehr fruchtbar sein können.

  • Kurse für Persönlichkeitsentwicklung: Das große Interesse an diesen Fähigkeiten ist an unabhängigen Akademien natürlich nicht vorbeigegangen. Wenn alle Stricke reißen, kann ein solcher Lehrgang dabei helfen, sowohl Soft Skills als auch wichtige Persönlichkeitszüge zu fördern und herauszubilden. Insbesondere in den Bereichen freies Reden vor einem Publikum oder zu sozialem Konfliktmanagement findet man auch bei offiziellen Angeboten von den Handelskammern der Länder interessante Angebote zu Blockseminaren. Der Nachteil hier jedoch: Solche Intensivkurse kosten natürlich viel Geld. Natürlich kann die Verbesserung in diesen Bereichen letztendlich unbezahlbar sein, doch du musst für dich selbst entscheiden können, ob dafür ein solcher Kurs nötig ist.

Da viele Soft Skills eng mit Aspekten der Persönlichkeit verwoben sind, ist es natürlich nicht immer ganz einfach, diese gezielt zu trainieren. Insbesondere Themen wie die eigene Belastbarkeit oder Kreativität benötigen besondere Herangehensweisen, um entsprechend effektiv daran arbeiten zu können.

Da man nicht einfach seinen Charakter und beispielsweise natürliche Stresslimits verändern kann, müssen hier Wege gefunden werden, damit umzugehen. Verschiedene Bewältigungsstrategien die dabei helfen können, die Belastungen des Berufsalltags unbeschadet zu überstehen, treten dann an die Stelle von hoher Belastbarkeit – und sind im Optimalfall von außen nicht davon unterscheidbar.

Fazit: Soft Skills sind Hard Skills

Die Unterscheidung in Soft und Hard Skills wurde auch in diesem Text häufiger gemacht, jedoch sind sie im Grunde genauso wichtig für eine erfolgreiche Karriere – und sollten dementsprechend auch ebenso bewusst kultiviert werden. Sowohl als ursprüngliches Einstellkriterium auf dem Bewerbungsschreiben, als auch im späteren Verlauf im Arbeitsalltag sind gute soziale Kompetenzen häufig der entscheidende Faktor.

Um sicherzustellen, diesbezüglich die besten Chancen für den Arbeitsmarkt zu haben, gilt daher: Aktiv werden und sich gezielt Tätigkeiten und Situationen aussetzen, in denen die Soft Skills möglichst gefordert und somit verfeinert werden.

Ein Beitrag der externen Autorin Anja Klein.