Unser tägliches Leben wird zunehmend digitaler. Das ist bequemer - doch gibt es auch negative Folgen? Bildquelle: © unsplash.com | Christina

Digitalisierung: Auch die Folgen beachten

Die Vorteile der Digitalisierung werden bei jeder Diskussion über die Fortschrittlichkeit derselben in den Vordergrund gestellt. Sicherlich macht die Digitalisierung vieles einfacher und hilft beispielsweise, Ressourcen zu sparen. Dabei dürfen die Nachteile jedoch nicht vernachlässigt werden. Die Rede ist nicht allein von den wegfallenden einfachen Arbeitsplätzen, sondern auch die Auswirkungen, die die Digitalisierung auf nahezu jeden Menschen hat. Dieser Artikel schaut sich die nicht so häufig hervorgehobenen Probleme einmal genauer an.

Zunehmende Isolation durch technische Lösungen

In gewisser Weise ist das aktuelle weltweite Geschehen ein Einblick darin, was mal kommen könnte. Die Digitalisierung wird immer wieder mit Home-Offices und dem Arbeiten von jedem gewünschten Ort aus gleichgesetzt. Grundsätzlich bietet die Digitalisierung eben, dass Arbeiten vermehrt digital verrichtet werden können. Das Problem ist: Nicht jeder Mensch ist dafür geschaffen:


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  • Isolation – die Arbeit im Home-Office klingt zuerst entspannt, doch mit dem Alltag fallen die Folgen auf: Es gibt keinen Kaffeeklatsch, keine Gespräche mit Kollegen, sondern jegliche Kommunikation findet virtuell statt. Menschen mit einem hohen Bedarf an Kontakt fällt dieser Zustand im Regelfall schwer.
  • Ausgrenzung – das klingt nun ungewöhnlich, doch Menschen, die von überall aus arbeiten können, sind im Alltag zumindest bislang noch teilweise ausgegrenzt. Der Grund ist simpel, denn übliche Gespräche über Staus, Kollegen und Mittagspausen entfallen.
  • Rhythmus – auch dieser kann im digitalen Zeitalter von der Normalität abweichen. Aktuell berichten beispielsweise mitunter an Depressionen leidende Menschen, dass ihnen die Strukturierung im Home-Office durch den sonst typischen Arbeitsalltag fehlt.

Arbeiten immer mehr Menschen auf dem digitalen Wege, so dürften die Ausgrenzung zwar entfallen, doch Isolation und der fehlende Rhythmus stärker ins Gewicht fallen. Daher ist es unheimlich wichtig, für sich selbst einen festen Plan zu erstellen, der wiederum auch Kontakt zu anderen Menschen beinhaltet. Schon ein Besuch im Café oder der tägliche Kleinsteinkauf im Supermarkt können hilfreich sein.

Mehr und mehr Vernetzung: Gesundheitliche Folgen beachten

Zugegeben, es gibt nur wenige Berichte über Personen, die dermaßen von der durch die Digitalisierung entstehenden Strahlung betroffen sind, dass sie ein Einsiedlerleben wählen mussten. Doch auch abseits der massiven Gesundheitsprobleme gibt es immer häufiger Studien und Mutmaßungen, dass die Strahlenbelastung den Körper angreift. Die Digitalisierung spielt hier eine tragende Rolle, denn durch und für sie ist eine noch größere Vernetzung notwendig, die wiederum dazu führt, dass auch in privaten Räumen kein geschützter Bereich mehr entsteht. Dieser Bereich muss schließlich als Büro genutzt werden. Aber was ist allgemein das Problem?

  • Mobilfunk – mit 5G kommt nun ein weiterer Standard hinzu. Würde man das Mobilfunknetz sichtbar machen, so würde es als ein großes Netz erscheinen, dessen Maschen mit jedem Standard und zusätzlichen umstrittenen Mobilfunkantennen enger gestrickt wären.
  • Clients – immer mehr Geräte greifen auf das Mobilfunknetz oder auch das WLAN zu. Die Clients verflechten das Strahlennetz noch mehr, so dass die Strahlung immer höher wird. Kommen künftig noch autonom fahrende Autos (5G) oder andere Verkehrsmittel hinzu, wird sich das Bild noch verschärfen.
  • Privaträume – auch sie werden immer digitaler. WLAN-Geräte, Bluetooth, auch Assistenten wie Alexa oder Google spielen mit eine Rolle. Personen, die im digitalen Zeitalter von zu Hause aus arbeiten, können die Funkübertragung nicht eben ausschalten, da sie sonst keinen Zugriff auf die Arbeit haben. Dabei sollte man bedenken, dass auch WLAN Strahlung schädlich oder gefährlich sein kann.

Von elektrischen Geräten geht zudem immer Elektrosmog aus, welcher ebenfalls eine Strahlungsform ist. Sinnvoll ist es schon heute, wenigstens das Schlafzimmer sicher und strahlungsarm zu gestalten und elektronische Geräte möglichst aus dem Raum zu verbannen.

Datensicherheit wird immer schwieriger

Umso mehr Daten übertragen werden, desto größer ist natürlich das Angriffspotenzial. Mit nicht im Betrieb selbst liegenden Arbeitsplätzen werden zunehmend sensible Daten durch das Netz geschickt, was das Anliegen an die Datensicherheit noch einmal erhöht. Trotzdem gilt:

  • Wo ein Weg ... – da ist ein Hacker. Es wäre falsch zu glauben, dass es ausgeschlossen wäre, dass Daten abgefangen werden könnten. Deshalb müssen alle Beteiligten sich so gut, wie es nur möglich ist, absichern.
  • Konkretere Daten – würden beispielsweise Kreditanträge nur noch von zu Hause bearbeitet, so würden Betrüger natürlich an wesentlich konkretere und wichtigere Daten kommen, als diejenigen, die Onlineshopbestellungen abfangen können. Die Digitalisierung wird aber genau die Übertragung von höchst sensiblen Daten erhöhen und Betrügern somit einen direkten Weg auf die wichtigsten Details ermöglichen.

Services – schon jetzt sind etliche Programme und Services cloudbasiert. Unternehmen und Privatpersonen geben die Sicherheit der Daten aus der Hand, denn sie können nur sicherstellen, dass ihr eigener Zugriffspunkt via Updates, VPN und Schutzsoftwares geschützt ist. Die Cloud, in der sich letztlich Programme und abgespeicherte Daten befinden, liegt auf dem Server des Herausgebers. An dieser Stelle ist ein enormes Vertrauen notwendig, das sicher auch ausgenutzt wird oder werden wird.

Die größte Schwachstelle geht jedoch immer vom Einzelnen aus. Verbraucher und Arbeitnehmer müssen künftig noch besser geschult werden, um Schwachstellen zu erkennen. Das betrifft die komplette Cybersicherheit und beginnt bei der schlechten Phishingmail und endet bei der perfekt kopierten Banking-Homepage. Im Zuge der Digitalisierung ist es auch die Aufgabe von Unternehmen, ihre Mitarbeiter entsprechend zu schulen und soweit zu sensibilisieren, dass sie erkennen können, wenn ein cloudbasierter Service seltsame Unstimmigkeiten aufweist.

Fazit – die Digitalisierung ändert das Leben

Die Digitalisierung hat Vorteile, obgleich aktuell etliche Arbeitnehmer sagen, dass Kinderbetreuung und Home-Office doch nicht so perfekt sind, wie geglaubt. Doch bei allen Vorteilen dürfen die möglichen Folgen und Gefahren nicht vernachlässigt werden. Der Arbeitsalltag ändert sich massiv und gerade diejenigen ohne eine große Familie oder einen großen Freundeskreis können arbeitend daheim vereinsamen. Andere Menschen haben Schwierigkeiten mit der Strukturierung ihres digitalen Alltags, andere wiederum leiden unter Schlafstörungen aufgrund der starken Strahlung.

Ein besonders massiver Angriffspunkt ist jedoch die Datensicherheit. Und umso mehr Daten übertragen werden, desto einfacher ist es für Betrüger auch, Daten unbemerkt abzufangen. Diesbezüglich ist eine neue Achtsamkeit im Umgang mit dem Internet notwendig, gerade dann, wenn die übertragenen Daten keine simplen Facebookposts, sondern sensible Kundendaten sind.

Ein Beitrag der externen Autorin Anja Klein.