Union Jack mit BREXIT Aufschrift

Der Brexit ist eine mittlere Katastrophe!

Ende Juni dieses Jahres erlebte das gemeinsame Europa einen gewaltigen Schockmoment. Eine knappe Mehrheit der Briten stimmte für einen Austritt aus der Europäischen Union. Seit über einer Generation sind die EU und das Vereinigte Königreich politisch und wirtschaftlich miteinander verwachsen. Dies gilt es nun wieder zu entflechten. Eine Vorgang, der nicht über Nacht geschehen wird und bei vielen für Verunsicherung sorgt. Auch für die europäische Hochschullandschaft stellt sich nun die Frage, welche Auswirkungen der bevorstehende Austritt des Vereinigten Königreichs hat. Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich Experten aus Politik und Wissenschaft beim Santander Berlin Dialog im vergangenen September. Der Deutsche Hochschulverband (DHV) und Santander hatten in die Berliner Humboldt-Universität eingeladen.

In einem Punkt war man sich schnell einig: Als Raum der Bildungs- und Forschungsgemeinschaft ist Europa jetzt mehr denn je gefordert.

„Auch künftig müssen jungen Menschen alle Möglichkeiten geboten werden, während ihres Studiums internationale und praktische Erfahrungen zu sammeln. Großbritannien sollte ein Teil dessen bleiben“, betonte Oliver Burda, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Santander Consumer Bank.

Auch deshalb fördere Santander das größte Stipendienprogramm weltweit.

Über das Erasmus-Programm ist das Sammeln von Erfahrungen, Freundschaften und interkulturellen Kompetenzen für Studierende schon fast eine Selbstverständlichkeit. Eine Möglichkeit, die künftig nicht mehr in Großbritannien genutzt werden kann? Auch Denise Feldner, Geschäftsführerin German U15 e. V., zeigte sich überzeugt, dass „der Austausch unter den jungen Leuten unheimlich wichtig ist, um ein Verständnis füreinander zu entwickeln.“ Ein Gedanke, den man jetzt nicht untergehen lassen dürfe, so Feldner während der Diskussion weiter.

Die einhellige Einschätzung der Experten: Auch die britischen Universitäten werden weiterhin eher auf Kooperation statt Konfrontation setzen. Hier sichert der DHV seine Unterstützung zu.

„Wir als Hochschulverband werden alles in unserem Rahmen Mögliche tun, um unseren Einfluss auf die deutsche Politik geltend zu machen, damit zumindest die Freizügigkeit von Studierenden und Forschenden erhalten werden kann.“, so Prof. Bernhard Kempen, Präsident des DHV.

Trotz der tiefgreifenden Veränderungen und der Unsicherheiten, die der Brexit bereits verursacht hat, bleibt die Stimmung also optimistisch. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit den Hochschulen des Vereinigten Königreich wird nicht enden.


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