So kannst du deine Daten im Netz löschen

Ob peinliche Partyfotos oder persönliche Daten: So kannst du versuchen, Informationen über dich wieder aus dem Internet zu löschen

Aktive Accounts geheimer machen

Achte darauf, dass all deine Beiträge in Social-Media-Netzwerken wie Facebook oder Instagram privat veröffentlicht werden. So können sich nur deine Freunde deine neuesten Posts ansehen. Überprüfe auch, dass dein Account selbst inklusive Profilfoto nicht für alle sichtbar im Internet aufzufinden ist, sondern nur für eingeloggte Nutzer.

Erste Spuren beseitigen

Logge dich auf Social-Media-Plattformen, Foren und anderen Webseiten ein, die du nicht mehr nutzt und lösche die dort gespeicherten und hinterlegten Daten selbst. Falls das nicht möglich sein sollte, kannst du dir auch einen neuen Namen sowie eine neue Anschrift und Telefonnummer verpassen. Stichwort: Datenverfremdung.

Website-Betreiber kontaktieren

Gelingt es dir nicht, deine Einträge selbst zu löschen, solltest du den Betreiber der betreffenden Webseite schriftlich oder telefonisch dazu auffordern, deine Daten verschwinden zu lassen. Sollte das nicht umsetzbar sein, dann verlange zumindest die Anonymisierung deiner Einträge, beispielsweise bei Foren.

Hartnäckig bleiben

Möglicherweise ignorieren die Website-Betreiber dein Anliegen erst einmal. Dann heißt es: Dranbleiben und die Zuständigen davon überzeugen, dass du es mit deiner Bitte ernst meinst. Falls weder Mails noch Anrufe fruchten, kannst du auf rechtliche Schritte verweisen.

Mr. Google bitten

Auch wenn deine Daten auf der ursprünglichen Webseite gelöscht sind, tauchen sie oft noch in den Ergebnissen von Suchmaschinen auf. Auf Google gibt es eine sogenannte Rechtliche Hinweise-Hilfe, die du unter folgendem Link findest. Dort stellt das Unternehmen einen Meldebogen zur Verfügung, mithilfe dessen Nutzer die Entfernung ihrer Inhalte aus den Google-Diensten beantragen können.

Inhalte überlagern

Das Löschen alter Einträge ist oft ein schwieriges, zeitaufwendiges und mitunter nicht sehr erfolgversprechendes Unterfangen. Die Alternative: Neue Inhalte schaffen, die deine aktuellen Meinungen zu bestimmten Themen unterstreichen. Geschickt suchmaschinenoptimiert tauchen nun deine aktuellsten Einträge auf, wenn dein Name gesucht wird – und veraltete führen auf den hintersten Seiten der Suchmaschinen-Trefferlisten ein Schattendasein.

Surfen mit Köpfchen

Gib nur so viele Daten an wie unbedingt nötig. Aktiviere Sicherheitseinstellungen und schalte Standortdienste aus. Surfe nur auf geprüften Websites mit verschlüsselter Online-Verbindung. Du erkennst sie am Schlosssymbol in der Browser-Adressleiste. Deaktiviere Cookies und leere deinen Cache in regelmäßigen Abständen. Prüfe die Zugriffsrechte und frage dich, ob sie deinem Nutzungszweck entsprechen. Falls nicht, suche nach einer Alternative. Beim Arbeiten an öffentlichen Computern oder innerhalb eines offenen WLANs, etwa auf deinem Campus, solltest du darauf verzichten, Online-Banking oder Social-Media-Netzwerke zu nutzen.

Power-Passwort

Dein sicheres Passwort ist möglichst lang, beinhaltet keine persönlichen Daten und setzt sich aus Buchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen zusammen. Du benutzt es nur für einen Account und änderst es häufig. Passwortgeneratoren und -manager können dich bei Erstellung und Verwaltung deiner Passwörter unterstützen.

Dein Recht

Nach dem Bundesdatenschutzgesetz darfst du von Anbietern Auskunft über deine gespeicherten Daten einfordern und verlangen, dass sie gelöscht werden. Außerdem gilt seit dem ersten Januar 2018 das Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Onlinenetzwerke mit über zwei Millionen Usern müssen seitdem gewährleisten, dass strafbare Inhalte leichter gemeldet werden können und eine schnellere Bearbeitung erfolgt. Beiträge, die üble Nachrede oder Gewaltandrohungen beinhalten, müssen dem Gesetz zufolge innerhalb von 24 Stunden gelöscht oder gesperrt werden.


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