Holzbrett mit verschieden Gemüse und Obst
Food, Fashion & Lifestyle this_is_jne / pixabay

Trends, Tricks und Tipps rund um Lifestyle, Food & Fashion

Diesmal auf der Agenda: Gewohnheiten, aktuelle Modetrends, außergewöhnliche Sportarten und beeindruckende Rekorde

 

Du bist, was du isst

Paleo, vegan oder von allem ein bisschen: Die Ernährungsformen von heute wandern auf einem schmalen Grat zwischen alltäglich und verwunderlich. Ein Überblick


Verzicht

Vegan

Zutaten finden  Pflanzliche Grundnahrungsmittel – also Gemüse, Obst, Reis, Linsen, Bohnen, Nüsse und Samen – finden sich sowohl in Discountern als auch in Biomärkten.

Alltagstauglichkeit  Laut Angaben des Instituts für Demoskopie Allensbach, IfD, und des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov sollen Anfang 2015 rund 1,1 Prozent Deutsche vegan gelebt haben – Tendenz steigend. Vegane Produkte können in Bio- und sogar auch in einigen Supermärkten gekauft werden, selbst vegane Restaurants gibt es mittlerweile.

Kostenfaktor  Vegane Ernährung muss nicht teuer sein: Viele Discounter haben neben Obst und Gemüse auch preiswerte vegane Drinks und Brotaufstriche sowie Fleischersatzprodukte im Sortiment.

Frugan

Zutaten finden  Frutarier oder Fruganer essen nur Lebensmittel, deren Ernte die Mutterpflanze nicht beschädigt. Obst, Nüsse, Samen, bestimmte Gemüsesorten wie etwa Tomaten oder Hülsenfrüchte sowie Getreide stehen auf ihrem Speiseplan. Tabu sind beispielsweise Kartoffeln oder Zwiebeln.

Alltagstauglichkeit  Diese Ernährungsform schränkt ein, besonders je extremer sie gepflegt wird: Einige versuchen sogar, nur Obst zu essen, das selbst von den Bäumen gefallen ist. Das erschwert das Beschaffen von Lebensmitteln ungemein. Hinzu kommt, dass bei dieser Ernährungsform die Gefahr besteht, zu wenig Nährstoffe aufzunehmen.

Kostenfaktor  preiswert


Zurück zum Ursprung

Clean Eating

Zutaten finden  Bei Clean Eatern kommen keine verarbeiteten Lebensmittel auf den Tisch. Eingekauft werden vorwiegend Bioprodukte.

Alltagstauglichkeit  Essen muss vorgekocht werden, denn sich in der Pause etwas vom Imbiss zu holen, ist tabu.

Kostenfaktor  Clean Eater greifen vorzugsweise zu Lebensmitteln aus nachhaltigem biologischen Anbau. Dadurch gestaltet sich der Einkauf etwas teurer.

Paleo

Zutaten finden  Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse, Obst, Samen und Nüsse stehen an der Tagesordnung, auf verarbeitete Lebensmittel und Getreide, Hülsenfrüchte, Zucker sowie Milchprodukte wird verzichtet. Denn wer nach dem Gedanken dieser Ernährungsform lebt, isst nur die Lebensmittel, die schon unsere Vorfahren in der Steinzeit gegessen haben sollen. Daher auch der Name Steinzeiternährung. Lebensmittel lassen sich in Discountern, Bio- und Supermärkten finden.

Alltagstauglichkeit  Der Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel ist zwar sinnvoll, aber die hohe Fleischlastigkeit der Ernährungsweise spricht gegen das Konzept – besonders in Bezug auf den Nachhaltigkeitsgedanken. Auch für Paleo-Anhänger heißt es: Essen vorkochen.

Kostenfaktor  normal


Mischkost

Flexitarier

Zutaten finden  Diese Ernährungsweise ist am weitesten verbreitet: Flexitarier essen lediglich etwas weniger Fisch und Fleisch als der durchschnittliche Bürger. Der Lebensmitteleinkauf gestaltet sich folglich unproblematisch.

Alltagstauglichkeit  Im Alltag müssen Flexitarier keine Besonderheiten beachten: Einige Tage in der Woche vegetarisch oder vegan leben, schadet nicht – ganz im Gegenteil – und ist durchaus machbar.

Kostenfaktor  normal


Trendbewegungen auf der Spur

Warum sind Foodtrends heute so populär? Wie entstehen sie? Und welche Trends werden uns künftig beschäftigen? Zukunftsforscher Sven Gabor Jánszky bringt Licht ins Dunkel

Herr Jánszky, warum sind Foodtrends wie zum Beispiel das Thema Megafood aktuell in aller Munde?

Die Menschheit ist schon seit Anbeginn bestrebt, ihren Körper zu optimieren. Und zwar in drei Richtungen: ihn schön, gesund und leistungsfähig zu erhalten. Über Jahrhunderte wussten wir aber nicht, wie das wirklich geht. Mittlerweile stehen den Menschen viel mehr Informationen darüber zur Verfügung, was gut und was schlecht für ihren Körper ist. Nicht jede dieser Informationen ist richtig. Aber allein das Vorhandensein der Informationen führt dazu, dass die Optimierung des eigenen Körpers durch das Essen ein Riesenthema wird. Und der Trend wird sich noch verstärken. Je mehr unsere Körperdaten in den kommenden Jahren in Echtzeit gemessen werden können, desto stärker wird der Trend.

Aber haben wir uns denn früher, ohne Trendbewegungen, nicht auch schon gesund ernährt?

Wir erkennen mehr und mehr, dass wir früher zwar versucht haben uns gesund zu ernähren, dass wir es aber nicht wirklich getan haben. Denn wir hatten, ehrlich gesagt, kaum eine Ahnung über unsere Körperdaten, die Biochemie und die Stoffe, die in unserem Körper zu viel sind oder fehlen. Das können wir heute erst so langsam anfangen zu messen. Und mit jeder neuen Erkenntnis gibt’s das Potenzial für einen neuen Trend.

Klingt, als wären Trends in gewissem Maß vorhersehbar. Welcher erwartet uns in naher Zukunft?

Ganz klar: Bakterien! Das klingt aus heutiger Sicht etwas skurril. Aber jeder von uns wird binnen drei Jahren die Möglichkeit haben, für kleines Geld eine komplette Genanalyse seines Genoms in der Hand zu haben. Wir werden also wissen, welche Krankheiten in unseren Genen angelegt sind. Ob diese Krankheiten im Laufe des Lebens ausbrechen oder nicht, hängt im Wesentlichen davon ab, wie der Bakterienmix in unserem Körper aussieht. Jeder von uns wird also auch seinen individuellen, idealen Bakterienmix kennen. Das wird die Basis dafür sein, dass übermorgen viele von uns versuchen werden, den Bakterienmix in ihrem Körper selbstverantwortlich zu steuern. Möglich wird das durch Medical Food, also durch Lebensmittel, in die per 3D-Drucker der jeweils individuell und situativ richtige Bakterienmix ›eingedruckt‹ wird. Die einzige Frage ist: Wo steht dieser 3D-Drucker? In der eigenen Küche? Im Supermarkt? Auf der Logistikkette?

2030 sollen wir uns mitunter von Insekten ernähren. Ist das realistisch?

Das wird von einigen selbsternannten Trendforschern propagiert. Aber es ist großer Unsinn. Natürlich könnte der Mensch seinen Proteinbedarf auch mit Insekten decken. Aber das Essen ist tief in der Identität eines Kulturkreises verankert. Deshalb wird unser Essen in zehn Jahren nicht anders aussehen und schmecken als heute. Aber es wird Veränderungen geben in der Art, wie es hergestellt wird und bei dem, was darin enthalten ist. Deshalb sind Heuschrecken zum Frühstück ein Hirngespinst von Ernährungstheoretikern. Aber Schokolade aus dem Drucker und Kunstfleisch werden wohl zur Normalität. Insekten werden das bleiben, was sie sind: Ein Abenteuer-Event im Insektenrestaurant oder eine Mutprobe im Asien-Urlaub.

Ziemlich clever

Abgerissene Knöpfe, vom Kleiderbügel rutschende Oberteile und sich verselbstständigende Reißverschlüsse waren gestern. Mit diesen sechs Mode Lifehacks sparst du Geld, Zeit und Nerven

Dosendeckelöffnungslaschen – also die Dinger, die hochgedrückt werden müssen, um eine Getränkedose zu öffnen – sind auch im Kleiderschrank ganz nützlich: Um den Haken des Kleiderbügels gehängt, kann ein weiterer Bügel eine Etage tiefer eingehakt werden.

Ramponierte Lederschuhe, Taschen oder Geldbeutel wieder auf Vordermann bringen? Ein Klecks feuchtigkeitsspendende Bodylotion eignet sich, um das Leder zu pflegen und Kratzer mit einem Tuch auszupolieren.

Ein offener Hosenstall zieht auch das coolste Outfit ins Lächerliche. Gegen sich verselbstständigende Reißverschlüsse hilft ein Schlüsselring: Diesen einfach durch den Zipper des Reißverschlusses ziehen und um den Hosenknopf hängen.

Glanzlose Lackschuhe? Da muss kein Schuhpflegemittel her. Ein handelsüblicher Glasreiniger tut’s auch: Auf einen Stofflappen gesprüht, lassen sich deine Lackschuhe damit ganz einfach polieren.

Blusen oder Hemden rutschen ständig vom Kleiderbügel? Einfach ein Gummiband links und rechts auf dem Bügel anbringen, schon hat’s sich ausgerutscht.

An Lieblingshose oder -hemd ist ein Knopf ab? Vorbeugen mit Klarlack: etwas auf den Knopf gepinselt, bleibt er an Ort und Stelle.

Von Spiel und Sport bis Rekord

Extrembügeln

Air Style, Rocky Style, Water Style oder Synchron – alles Disziplinen einer Sportart, die Ende der 1990er vom Engländer Phil Shaw erfunden wurde. Er hatte schlicht keine Lust, seinen Tag mit Hausarbeit zu verbringen – und nahm Bügelwäsche, -eisen und -brett mit zum Bergsteigen. Eine wachsende Fangemeinde bügelt sich nun über den Planeten: etwa in Tropfsteinhöhlen, beim Snowboarden, Surfen, Base Jumpen oder Kajakfahren.

Tough Mudder

Schlamm, eiskaltes Wasser und meterhohe Hindernisse – das ist Tough Mudder, ein 18 Kilometer-Hindernislauf. Bestens geeignet, um deine Kraft und Ausdauer zu testen – und deine Willensstärke und deinen Teamgeist unter Beweis zu stellen. Im Ziel erwartet dich ein eiskaltes Bier und die Freude über einen kurzen Ausbruch aus dem Alltag – ein paar Kratzer inklusive.

Quidditch für Muggel

Einen Besen zwischen die Beine geklemmt, mit Volleyball und Dodgebällen ausgestattet, zielen die Jäger auf die Torringe, während die Treiber die gegnerischen Spieler abwerfen. Und der Schnatz? Ist in diesem Fall ein Tennisball, versteckt in einer Socke, die am Hosenbund eines unparteiischen Spielers befestigt ist. Fängt ihn der Sucher, endet das Spiel. Lust bekommen? Dann check’ mal das Hochschulsportprogramm deiner Uni – viele haben den Sport im Angebot.

Monopoly

Einige Brettspiele sind so beliebt, dass erstaunliche Rekorde rund um die Top Seller aufgestellt werden. Ein Beispiel: Monopoly. Die Niederländische Studentenvereinigung Ceres errichtete 2016 ein 900.228 Quadratmeter großes Monopoly-Spielfeld. Das größte der Welt! Übrigens: Das längste Monopoly-Spiel dauerte 70 Tage lang. Und 2008 spielten mehrere Tausend Menschen aus 23 Städten rund um den Globus zeitgleich das beliebte Gesellschaftsspiel. Sie verdienten sich einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.


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