Junger Mann beim Gaming vor dem PC
@depositphotos, IrynaTiumentsev

Gaming: So macht es dich fit fürs Berufsleben

Längst ist Zocken kein verpönter Zeitvertreib mehr, dem höchstens pickelige Teenager in ihren ungelüfteten Zimmern mit heruntergelassenen Rollläden nachgehen. Das ehemalige Nerd-Hobby Nummer Eins hat sich zum Millionenbusiness gewandelt. Weltweit werden Turniere in Disziplinen wie Multiplayer oder Single Player und Spielen wie League of Legends oder Counter Strike veranstaltet. Milliarden Zuschauer verfolgen diese Wettkämpfe entweder live oder per Live-Stream und dicke Fische wollen die Profi-Gamer sponsern: unter anderem bekannte Namen wie Red Bull, Coca-Cola oder Vodafone.

Nun wird zwar nicht jeder, der Spaß am Zocken hat, zum absoluten Vollprofi. Bei vielen wird es ein Traum bleiben, vor der PlayStation zu sitzen und dabei Geld einzustreichen. Dennoch kannst du Gaming auch für andere Karrieren instrumentalisieren und dabei einiges lernen, was du im Berufsleben gut gebrauchen kannst. Dieser Artikel erklärt, wie Zocken dich fit für den Job macht.

Schnellere Entscheidungen treffen: Jump’n’Run-Games

Jump’n’Run-Games gab es schon in den Achtzigern und gehören wohl zu den simpelsten und doch beliebtesten Spielen aller Zeiten. Hier läuft der Spieler mit einer Figur durch einen Parcours und muss bestimmte Items einsammeln und Gefahrenquellen – tiefe Schluchten oder Fressfeinde – überwinden. Schnelle Reaktionen sind hier gefragt, ebenso wie schnelle Entscheidungen: Springen oder Rennen? Daumen oder Zeigefinger? So stupide Spiele wie Super Mario auf den ersten Blick auch scheinen mögen, ihr Mehrwert ist nicht zu unterschätzen. Denn auch im Berufsleben müssen täglich Entscheidungen gefällt werden und plötzliche Veränderungen erfordern Reaktionen ohne Verzögerung – insbesondere in Zeiten der Digitalisierung, in denen Neuigkeiten sich in Sekundenschnelle verbreiten. In der klassischen schulischen und universitären Ausbildung ist man hingegen selten mit derartigem Entscheidungsdruck konfrontiert.

Risiken besser einschätzen: Online Casino Games

Mit Spielen online kann man übrigens auch seine Risikofähigkeit trainieren. Dazu informiert man sich beispielsweise über beste Online Casinos und lässt in einer hochqualitativen Einrichtung gepflegt den ein oder anderen Taler springen. Solange man sein Spielverhalten gut im Auge behält und nicht in die Sucht abgleitet, lernt man hier durchaus, ein Risiko abzuschätzen und schnelle Entscheidungen zu treffen. Besonders gut geht das natürlich bei Spielen wie Poker oder Blackjack, wo sich der Spieler durch gutes Mitdenken auf Augenhöhe mit dem Haus bringen kann und ihm nicht hilflos ausgeliefert ist.

Strategisches Denken verbessern mit Age of Empires und Co.

Marketingmanager, Sales Officials, Personalleiter: Sie alle müssen strategisch denken können, um ihren Job ausgezeichnet auszuüben. In der Schule und in der Universität bekommt man allerdings selten Gelegenheit, diese Fähigkeit auszubilden. Gamer haben ihren nicht-gamenden Freunden dabei deutlich etwas voraus; denn bei vielen Spieleklassikern ist ihr strategisches Denken bereits gefordert. So schafft man bei Age of Empires sein eigenes kleines Reich mit Bauern, Soldaten, Untertanen und Pferden. Da es sich hierbei um ein Echtzeit-Strategiespiel handelt, wird auch die Geduld der Spieler trainiert. Denn Erfolge müssen häufig abgewartet und erarbeitet werden. Außerdem werden implementierte Maßnahmen auf ihre Effektivität hin überprüft. Ähnlich ist es später im Berufsleben, wenn festgestellt werden muss, ob die Social-Media-Kampagne wirklich zu größerer Beliebtheit geführt oder eine Verkaufsstrategie tatsächlich den Absatz gesteigert hat.

Multiplayer-Games steigern Kommunikationsfähigkeit

Wer effizient im Team arbeiten will, muss gut miteinander kommunizieren. Klar bildet man das auch im Alltag in der Interaktion mit Freunden und Kommilitonen aus. Doch Multiplayer-Games bieten noch einen entscheidenden Vorteil: Die Spieler arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin und müssen deshalb möglichst gut miteinander kooperieren. Dabei lernen sie, ihre Fähigkeiten aufeinander abzustimmen. Jeder verfügt über Stärken und Schwächen. Um ein Ziel zu erreichen, müssen die Stärken des jeweiligen ausgenutzt und die Schwächen durch den Einsatz anderer ausgebessert werden. Gamer, die häufig Multiplayer-Spiele wie League of Legends oder Counter Strike spielen, sind bei ihrem Einstieg ins Berufsleben bereits wesentlich fortgeschrittener in diesen Kompetenzen.

Gamer – die Leader von morgen?

Sogar schon akademisch beschäftigt man sich mit den Vorteilen, die Gaming den Spielern bringen kann. So vermutet Thomas Schutz von der Hochschule München, dass Zocken durchaus dabei hilft, Führungsqualitäten auszubilden. Als Clan-Chef bei WoW muss man seinen Clan aus so mancher Krise helfen und das gelingt nur, wenn man sein Team nach seinen Fähigkeiten einzusetzen weiß. Hinzu kommt noch, dass der Clan-Chef sich an die virtuelle Kommunikation gewöhnt, wie sie heute auch in internationalen Unternehmen häufig zum Einsatz kommt. So fantastisch die Welt von World of Warcraft also erscheinen mag, genauer betrachtet hat sie viel mit dem regulären Arbeitsumfeld gemeinsam.

Fazit: Zocker müssen kein schlechtes Gewissen mehr haben, wenn sie ihre Nachmittage vor dem PC verbringen. Auch besorgte Mütter werden diese Erkenntnisse sicherlich beruhigen: Sohn oder Tochter tun demnach tatsächlich etwas für ihre Zukunft, wenn sie in ihre Fantasiewelten eintauchen. Damit ist natürlich noch nicht geklärt, welche Konsequenzen Gewaltdarstellungen in Computerspielen für die Gamer hat und ab wann übermäßiger Konsum negative Konsequenzen mit sich zieht. Spielt man allerdings verantwortungsvoll und in Maßen, muss man sich für sein Hobby nicht mehr verstecken. Es kann sogar mit auf den Lebenslauf; am besten mit dem Hinweis, welche Kompetenzen man mit welchem Spiel schulen möchte.


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