Arbeitsmarkt für Informatiker: Deine Chancen

Guten Tag, lieber Absolvent der Informatik oder eines artverwandten Faches: Wir müssen reden. Über deine Zukunft. Die wird schließlich nicht von alleine zu dem, wie du sie gerne hättest. Oder etwa doch? Siehst du dich auf der Gewinnerseite? Haderst du mit ihr? Sicher scheinst du dir ja manchmal nicht zu sein, wie es weitergehen soll. Vielleicht würdest du nach dem Bachelor lieber arbeiten, aber hast Angst, dass der erste Studienabschluss dafür nicht ganz reicht.

Vielleicht möchtest du dich weiter spezialisieren und weißt aber nicht genau, in welche Richtung. Weil du diese Fragen mit dir rumträgst und sie vielleicht manchmal dein Leben etwas erschweren, ist es an der Zeit, gemeinsam einen Blick dorthin zu werfen, wo du bald ankommen wirst: auf dem Arbeitsmarkt.

Gute Chancen in den kommenden Jahren

Die gute Nachricht vorweg: Dieser sieht für nächstes Jahr für deine Zunft rosig aus

Die Nachfrage an IT-Fachkräften ist ungebremst. Bestätigen kann dir dies Dr. Stephan Pfisterer vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM):

»Uns sind keine Bereiche bekannt, in denen die Zahl sinkt.«

Es sei zwar eine gewisse Schwankung im wichtigen Bereich der Finanzwirtschaft zu beobachten, wobei aber eher die Organisationsmodelle wechseln:

»Die Ausgründung von IT-Sparten als Dienstleister, die auch den allgemeinen Markt bedienen sollen, steht der Re-Integration von IT als erfolgskritische Ressource gegenüber«, erklärt Pfisterer, Bereichsleiter Bildungspolitik & Arbeitsmarkt, weiter.

Vor allem in der Logistik-, Automotive- und Maschinenbaubranche sieht es gut für Absolventen aus – ebenso im Bereich der wissensintensiven Dienstleistungen, also Dienstleistungen, bei denen die Nutzung oder Erzeugung neuen Wissens im Vordergrund steht. Wo genau du letztendlich unterkommst, hängt davon ab, welche Grundlagen und erste praktischen Erfahrungen mit Tools und Anwendungen du mitbringst. Gesucht sind vor allem Kenntnisse in betriebswirtschaftlichen Anwendungen, insbesondere SAP, IT-Sicherheit, Cloud Computing, Social Media, Big Data sowie Spezialisierungen auf Apps und mobile Webseiten.

Hast du dich während deines Studiums bereits mit Arbeitsplatztechnologien, Rechenzentren, Netzwerken, IT-Sicherheit, Kommunikations- und Informationsmedien oder Prozessberatung beschäftigt, böte sich ein Einstieg bei Computacenter im Consultingbereich an. Oder siehst du dich eher in der Anwendungsentwicklung? Dirk Neumann, Personalreferent bei der Talanx Service AG würde dich dort ebenso gerne sehen. Günstig wäre dabei eine Spezialisierung im Bereich Business Intelligence, Datenbankkenntnisse mit Oracle, Unix-Administration und Erfahrung in der Entwicklung mit Java.

Was sagen Personaler zu Informatikern?

Auch Frank Dobelmann sucht Absolventen, die sich im Studium verstärkt mit Java- und Microsoft-Technologien beschäftigt haben. Dobelmann ist Prokurist und Leiter Line of Business Software Development bei der adesso AG:

»Generell sind wir auf der Suche nach neuen Mitarbeitern mit unterschiedlichen Qualifizierungsniveaus vom Bachelor über den Master hin zum Promovierten. Bei Berufseinsteigern und Young Professionals ist es uns dabei wichtig, dass diese erste Praxiserfahrungen mitbringen. Fachliche Erfahrung in den Branchen, in denen wir tätig sind, können wir bei Einsteigern hingegen kaum voraussetzen, weil Branchen-Know-how im Studium meist nicht auf den Lehrplänen steht. Da uns fachliches Wissen jedoch sehr wichtig ist, schulen wir die neuen Mitarbeiter selbst in unserem internen Schulungsprogramm und vermitteln ihnen möglichst früh intensives Branchenwissen«, sagt Dobelmann.

Niemand verlangt also von dir, dass du allwissend aus dem Studium kommst. Damit du dir ein Bild davon machen kannst, was du dennoch für deinen Einstieg mitbringen sollst, haben wir uns ein wenig umgehört:

Michael Groß, Leiter Personalmarketing,  Audi AG:

»Bei Audi suchen wir grundsätzlich aus den Besten die Richtigen – das heißt, diejenigen, die am besten zu uns passen. Das Gesamtpaket des Bewerbers muss stimmen. Das gilt für Berufe in der IT wie auch in jedem anderen Bereich. Entscheidend bei der Personalauswahl ist, dass das individuelle Kompetenzprofil zum Anforderungsprofil der Position passt. Und solche Positionen für IT-Absolventen gibt es im gesamten Unternehmen, von der Entwicklung bis zum Vertrieb.«

 Lena Lau, HR Business Partner, GfK SE:


»Ganz wichtig: Spaß am Job, an IT und Spaß an Innovationen. Neben guten Englischkenntnissen aber natürlich auch fundiertes Fachwissen, gerne auch ein erstes Praktikum oder Erfahrungen aus einer Tätigkeit als Werkstudent. Wir suchen hoch motivierte Persönlichkeiten, die sich gern in ein engagiertes Team integrieren.«

Christiane Küstermann, Recruiting Specialist, Native Instruments GmbH:

»Neben guten technischen Fähigkeiten müssen Absolventen sehr gute kommunikative Fähigkeiten, auch auf Englisch, mitbringen. Zudem aber natürlich auch eine Passion für den Beruf und Gestaltungswillen.«

Anne-Katrin Storm, Human Resources Recruiting and Development, Steria Mummert Consulting:

»Neben einem überzeugenden Studienabschluss in der (Wirtschafts-)Informatik, Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwissenschaften oder Naturwissenschaften setzen wir voraus, dass sich die Bewerber engagieren, gerne kommunizieren und analytisch denken können. Wir haben Schlüsselqualifikationen definiert, die anders sind, weil wir uns Mitarbeiter wünschen, die anders sind. Anders sein bedeutet, denken und machen, selbstbewusst seine Position vertreten, Verantwortung übernehmen und mit dem Freiraum souverän umgehen, ein freundschaftliches Miteinander leben und pflegen, aufgeschlossen und fröhlich sein und Projekte zu Ende führen können und wollen.«

Thomas Knauer, HR Referent, Scout24:»

Wir suchen bevorzugt Absolventen, die schon neben dem Studium erste praktische Erfahrungen in Agenturen, IT-Unternehmen oder bei Service-Dienstleistern gesammelt haben. Ehrenamtliche Tätigkeiten, aber auch interessante Nebenjobs oder Auslandsaufenthalte zahlen auf die Persönlichkeit ein. Das Gesamtbild ist für uns entscheidend.«

Felix Wehmeyer,  Graduate Recruitment Consultant, Oracle:

»Da Oracle ein sehr kundenfokussiertes Unternehmen ist und wir IT-Absolventen primär im Bereich der Systemberatung einstellen, sollten Informatiker neben guten technischen Kenntnissen in den Bereichen Java/Datenbanken/Middleware/BI vor allem über sehr gute Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten verfügen, da die Vermittlung von technischen Zusammenhängen hierbei im Vordergrund steht.«

Lisa Kopf, Human Resources Manager, CAS Software AG:

»Authentisch, locker, positiv, begeisterungs- und vor allem teamfähig – diese Kompetenzen sind uns sehr wichtig. In jedem Fall sind unsere Mitarbeiter neugierig auf die Entwicklung innovativer Produkte. Die Basis für einen Einstieg bei uns bilden natürlich fachliche Kenntnisse beziehungsweise ein abgeschlossenes Studium/Ausbildung. Wenn dann auch noch die Chemie stimmt, kann es schon nächsten Monat losgehen.«

Warum niemand explizit nach einem Bachelor- oder Masterabschluss verlangt?

Weil kaum ein Unternehmen dies für keinen Bereich pauschalisieren möchten und können:

»Wichtiger sind uns vielmehr die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, der Mut eigene Entscheidungen zu treffen und ein hohes Maß an Lernbereitschaft. Diese Eigenschaften lassen sich nicht an einem Abschluss festmachen«, sagt Yvette Burger, HR Recruiting Specialist bei Computacenter.

Pfisterer vom BITKOM differenziert ein wenig, indem er IT-Bachelors eine hervorragende Eignung für die Betreuung, Anpassung und inkrementelle Weiterentwicklung von IT-Systemen beim Kunden bescheinigt. Außerdem haben sie den Vorteil, früher ins Unternehmen einsteigen zu können.

»Bei der Entwicklung komplexer Systeme, für Fragen der IT-Gesamtarchitektur werden aber auch Master benötigt. Teilweise ist für bestimmte Beratungstätigkeiten einfach auch eine bestimmte persönliche Reife gefragt, sodass hierfür Masterabsolventen eher infrage kommen als Bachelor-Einsteiger«, erklärt der Arbeitsmarktexperte weiter.

Wer also wo unterkommt, hängt von vielen Faktoren ab. Dennoch ist eine etwaige Angst, dass du nirgends unterkommen wirst, völlig unbegründet. Laut Job-Ampel, die der Stern gemeinsam mit Michael Weegen, dem Leiter des Informationssystem Studienwahl und Arbeitsmarkt (ISA) an der Universität Duisburg-Essen, entwickelt hat, steht deine Zukunft auf Grün. Kurz: Sehr gut. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass manche Unternehmen damit rechnen, im nächsten Jahr nicht alle vakanten Stellen besetzen zu können. Auch Yvette Burger von Computacenter ist sich dessen sehr bewusst:

»Es wird nicht einfach werden, alle unsere Einstiegspositionen zu besetzen. Viele suchen nach dem Studium den Einstieg bei einem größeren und bekannteren Unternehmen. Das ist sehr schade, da auch viele kleine oder mittelständische Unternehmen neben spannenden Aufgaben viel zu bieten haben.«

Bei adesso sorgt ein »sehr guter Recruitingprozess dafür«, dass die meisten Stellen besetzt werden, aber auch Frank Dobelmann sieht die Herausforderung, die auf das Unternehmen zukommt. adesso wächst schneller als der Markt, was es schwierig mache, qualifizierte Nachwuchskräfte zu finden: »Dieser Punkt wurde deshalb entsprechend hoch bei allen Führungskräften priorisiert, die wie das Recruiting darum bemüht sind, alle offenen Stellen rechtzeitig zu besetzen«, erklärt der Prokurist.

Möglichkeiten des Einstiegs, ob Traineeprogramm oder Direkteinstieg, gibt es dabei viele: Bei der GfK kannst du als Junior IT Specialist oder Junior IT Consultant in den unterschiedlichen IT-Fachrichtungen einsteigen. »Wir suchen aber auch IT-Spezialisten, die gerne mit großen Datenmengen arbeiten, die die Software weiterentwickeln und die uns bei der Sammlung und Auswertung der Daten unterstützen«,  sagt Lena Lau, HR Business Partner bei GfK.

Bei adesso können Absolventen als Softwareentwickler mit verschiedenen technologischen Schwerpunkten als auch als Analyst IT-Consulting einsteigen. Auch Scout24  bietet vielfältige Einstiegsmöglichkeiten – sei es als Web-Entwickler, Agile Tester, in der Software-Entwicklung, als Scrum-Master, im Mobile Development oder in der App-Entwicklung. Die Auswahl ist wahrlich groß – der Bedarf ebenso. Aus diesem Grund schlägt die Stunde für Quereinsteiger. Diese haben nächstes Jahr beste Chancen, ihren Einstieg zu finden – unter gewissen Voraussetzungen: »Bei uns in der Talanx Systeme AG gibt es sicherlich Positionen, bei denen nicht notwendigerweise ein Abschluss in Informatik Voraussetzung ist. Allerdings sollten Kandidaten überzeugend darlegen, warum sie für eine Position geeignet sind, wo und wie sie sich die benötigten Fachkenntnisse angeeignet haben«, sagt Personalreferent Dirk Neumann. Auch Dobelmann von adesso sieht gute Chancen für Quereinsteiger: »Häufig bringen sie Fähigkeiten oder Wissen mit, die bei klassischen IT-Absolventen möglicherweise weniger ausgeprägt sind, beispielsweise Fachkenntnisse, Erfahrungen im direkten Kundenumgang und manchmal einfach ein offeneres Querdenken.«

Fehlende Qualifikationen können neue Mitarbeiter dabei mittels verschiedener Schulungsangebote nachholen.  Für Personalverantwortliche heißt es demnach auch nächstes Jahr: Vollbeschäftigung. Sie werden nicht nur auf Messen unterwegs sein und den klassischen Weg der Stellenausschreibung gehen, sondern »müssen wir auch dort suchen, wo sich unsere Zielgruppen aufhalten«, sagt Burger von Computacenter und führt weiter aus, dass Social-Media-Kanäle hier eine große Rolle spielen. Weiter werde auch der persönliche Kontakt zu interessierten Kandidaten immer wichtiger. Dobelmann verweist ebenfalls auf Social Media, um potenzielle Bewerber anzusprechen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Hinzu kommen neben den üblichen Maßnahmen Aktivitäten wie Workshops und Vorlesungen. Anne-Katrin Storm, Human Resources Recruiting and Development bei Steria Mummert Consulting, sieht einen anhaltenden Trend, dass Mails, Nachrichten und Facebook schnell zwischendurch auf dem Smartphone oder Tablet gelesen werden. »Aber auch Stellenanzeigen werden zunehmend zwischendurch überflogen.

Deshalb wird sich der Trend zum mobilen Recruiting weiter fortsetzen.« Für die Personalverantwortlichen bedeute dies, dass der Bewerbungsprozess dem neuen Bewerberverhalten anzupassen sei. Vorausgesetzt, der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter erfolgreich. Die Sterne hierfür stehen bestens. Aber so sehr Einsteiger mit einem durchaus arbeitnehmerfreundlichen Arbeitsmarkt rechnen dürfen, so sehr sollten sie sich aber auch auf gewisse Herausforderungen einstellen. Dr. Stephan Pfisterer vom BITKOM betont, dass der Kosten- und Effizienzdruck weiter erhalten bleibe und IT-Projekte stets auch betriebswirtschaftlich sauber geplant werden müssen. Außerdem schreite die  Vernetzung der Systeme weiter voran. Pfisterer erwähnt in diesem Zusammenhang »Industrie 4.0«.Mit diesem Stichwort verweist Pfisterer auf eine Wirtschaft, die sich am Übergang zur vierten industriellen Revolution befindet. Dabei wachen die reale und die virtuelle Welt immer weiter zusammen. »Die Kennzeichen der zukünftigen Form der Industrieproduktion sind die starke Individualisierung der Produkte unter den Bedingungen einer hoch flexibilisierten (Großserien-) Produktion, die weitgehende Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse und die Verkopplung von Produktion und hochwertigen Dienstleitungen, die in so genannten hybriden Produkten mündet«, wie weiter auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu lesen ist. Von großer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang sogenannte ›Cyber-Physical-Systems‹ (CPS), die Vernetzung eingebetteter IKT-Systeme mit dem Internet und untereinander. Machen wir’s kurz: Es gibt viel zu tun. Je mehr die Vernetzung der Netze voranschreitet, desto komplexer gestalten sich Projektarbeiten und -management. »Einsteiger müssen sich in aller Regel mit den besonderen Herausforderungen von Branchen vertraut machen, für die sie tätig sind«, betont Pfisterer. Hinsichtlich verschiedener Technologien werden IT-Spezialisten auf absehbare Zeit mit extrem kurzen Lösungen leben müssen. Außerdem erfordert der Umstieg von stationären auf mobile Lösungen die Nutzung neuer Entwicklungsumgebungen ebenso wie der Übergang zu Cloud-basierten Lösungen neue Prozesse und Tools voraussetzt. Cloud-Computing ist ein wachsender Markt, dessen Volumen im nächsten Jahr bereits 6,94 Milliarden Euro betragen soll. Im Zuge neuer Cloud-Lösungen und auch hinsichtlich privater sowie öffentlicher Datenskandale steigen gleichzeitig die Anforderungen an Datensicherheit, Datenauthentizität und den allgemeinen Datenschutz: »Hier müssen IT-Spezialisten fit sein und ›sichere‹ Produkte sowie Prozesse entwickeln. Die gesetzlichen Anforderungen werden hier vermutlich weiter steigen«, erklärt der Arbeitsmarktexperte vom BITKOM weiter. ›Weiter steigen.‹ Das sind die Stichworte, die in der IT-Branche nächstes Jahr noch öfter fallen werden. Sei es bezüglich der Nachfrage an gut ausgebildeten Fachkräften, das Marktvolumen, die technischen Herausforderungen und die Karrierechancen. Zusammengefasst wird 2014 für sie mehr zu bieten haben, womit mancher momentan vielleicht nicht rechnet. Die Angst vor einer drohenden Arbeitslosigkeit ist mehr als unbegründet. Aber eine schlaflose Nacht sei dir vergönnt: Die nach Unterzeichnung deines Arbeitsvertrags.

 

 

Realitätscheck: Was Personaler Absolventen raten, die in Krisenzeiten auf Jobsuche sind.

Hannover RückHolger Verwold, Leiter Personalentwicklung:

»Mein Rat ist: Qualität setzt sich immer und gerade in Krisenzeiten durch. Demzufolge sollten Studenten versuchen, bestimmte Anforderungen, wie etwa einen guten Abschluss oder Auslandserfahrungen, zu erfüllen, was ihre Berufschancen in vielen Unternehmen sicherlich sichert beziehungsweise erhöht.«

 

 

Claudia A. Hoffmann Merck KgaAMerck KGaAClaudia A. Hoffmann, Recruiting und Personalentwicklung:

»Lassen Sie sich nicht verunsichern oder demotivieren! In der heutigen Zeit ist Flexibilität in puncto Region, Stelle und Wahl des Unternehmens gefragt. Gundsätzlich ist es immer wichtig, den persönlichen Kontakt zum Unternehmen im Vorfeld der Jobsuche zu suchen. Ein erster Kontakt kann durch Messen, Workshops, Exkursionen oder Praktika entstehen, der dann weiter ausgebaut wird.«






SAP AGChristine Keiner, Director Recruitment University & Diversity:

»Absolventen sollten sich durch die Krise nicht zu sehr verunsichern lassen. Der Fachkräftemangel und damit zusammenhängend der globale Wettbewerb nach hervorragenden Absolventen wird in den nächsten Jahren voraussichtlich sogar zunehmen. Es ist jedoch wichtig, das Studium auch dafür zu nutzen, praktische und internationale Erfahrung durch Praktika und Auslandssemester zu sammeln.«





 





Atos OriginStefan Pieper, Corporate Communication:

»Absolventen sollten in schwierigen Zeiten auf dem Arbeitsmarkt mehr denn je darauf achten, offensichtliche ‘Massenbewerbungen’ zu vermeiden. Wenn möglich sollten sie auf der Homepage des jeweiligen Unternehmens herausfinden, welche Art von Bewerbung bevorzugt wird und vollständige Unterlagen einreichen. Auch wenn Absolventen einen Direkteinstieg bevorzugen, kann es durchaus hilfreich sein, durch ein Praktikum ‘einen Fuß ins Unternehmen’ zu bekommen.«









Hermes GroupKaren Oberhoff, Recruiting:

»Der Berufsmarkt für IT-Mitarbeiter ist generell sehr groß. Jedoch werden in den Unternehmen meist vorrangig Mitarbeiter mit Berufserfahrung gesucht. Es ist daher für Berufseinsteiger immer sinnvoll, so viel Praxiserfahrung wie möglich zu erlangen. Ein Praktikum eignet sich hervorragend, um erste Erfahrungen im Beruf zu sammeln und ist zudem eine gute Gelegenheit, ein interessantes Unternehmen, seine Organisation und Branche vorab besser kennen zu lernen.«









Deutsche Postbank AG
Vera Strack, Personalmarketing:
»Die aktuelle Krise birgt aus Sicht von Absolventen einige spannende Herausforderungen: Die Branche ist weltweit im Umbruch und Einsteiger haben jetzt die einmalige Chance, aktiv an der Neugestaltung der Finanzwelt mitzuwirken. Unser Rat: Bewerber sollten sich durch die Krise nicht verunsichern lassen, ihre Lebensläufe stringent gestalten und auch überzeugend verkaufen können. Praktische Erfahrungen, zum Beispiel durch vorangegangene Praktika in der betreffenden Branche oder an dem betreffenden Aufgabengebiet, sind dabei ebenso wie das Knüpfen von Kontakten von besonders großer Bedeutung.«

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Foto: Pixabay / CC0

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