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Car-IT: Deine Zukunft 
ist vernetzt

Leg einen Gang zu und starte deine Karriere in der Car-IT

 

 

1. Zahlen auf den Tisch

Wusstest du, dass im vergangenen Jahr 1.400 neue ­Erfindungen im Bereich Car-IT auf den Markt ­kamen? Und das nur aus Amerika und Europa. Die Beiden Länder sind klare Innovationsführer, wobei die Amerikaner noch leicht die Nase vorne haben. Aber auch Deutschland lässt sich nicht lumpen: Der Automobilzulieferer­ Bosch meldete zwischen 2010 und 2017 ganze 958 Patente in Bezug auf Autonomes Fahren an. Und auch für die Zukunft versprechen die Prognosen ein Wachstum der Car-IT-Branche: Im Jahr 2022 soll der weltweite Umsatz mit Connected-Car-Technologien 155,9 Milliarden US-Dollar betragen. Damit ist der ­Bereich Car-IT eindeutig eines der bedeutungsvollsten Felder der ­kommenden Jahre und für Einsteiger besonders attraktiv.

 

 

2. Innovative Ideen

Wenn es um vernetzte Fahrzeuge geht, ist der Spielraum der Fantasie so gut wie unbegrenzt. Wer weiß, vielleicht können wir bald auf dem Heimweg über unser Auto zuhause den Ofen vorheizen und den Rasensprenger anschalten. Klingt utopisch? Noch ist es das vielleicht auch, aber die Ideen der ­Autobauer gehen mittlerweile weit über Spracherkennung und Spurhalteassistent hinaus. Ein Ziel der deutschen Automobilindustrie ist, alle Autos miteinander zu vernetzen. So sollen sie sich im Straßenverkehr erkennen und aufeinander reagieren ­können. Dadurch würden beispielsweise Ampeln oder auch Stoppschilder auf Dauer überflüssig werden.

 

 

 

3. Entwickler sein

Sebastian Wienecke arbeitet als Entwickler bei ­Valtech Mobilty. Er ist zuständig für den Core einer Plattform, über die eine Vielzahl vernetzter Fahrzeuge läuft: ­»Meine Aufgabe fällt hierbei hauptsächlich auf das Entwickeln von neuen Features. Abgesehen davon bin ich für den Einsatz ­unserer Applikationen auf den Testumgebungen mitverantwortlich und erledige Supportaufgaben für die Betriebsumgebungen«, erzählt Wienecke.

 

 

 

4. Megatrends Mitgestalten

»IT spielt für die Mobilitätskonzepte der Zukunft eine große ­Rolle. Als ITler bekomme ich meist fertige Anwendungsideen von den Fachbereichen. Ich gehe diese Ideen dann gemeinsam mit dem Fachbereich durch, validiere sie und bespreche ­Lösungsansätze«, ­berichtet Annett Hübner von Volkswagen. Als Cloud-Architektin ist sie direkt ­beteiligt an den Megatrends der Mobilität und kann diese durch ihre Arbeit ­bereichern. Mit der Art und Weise, wie sie Lösungen umsetzt, kann Hübner die Akzeptanz beim Kunden maßgeblich steigern. Indem sie zudem ­wart- und erweiterbare Architekturen oder Plattformen schafft, sorgt sie langfristig für ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. ­»Komplexe Software baut man nie allein – Teamwork und eine gute Projekt­organisation sind weitere Grundvoraussetzungen, zu denen ich natürlich auch als ITler meinen Beitrag leisten kann«, schließt Hübner.

 

 

5. Geld regiert die Welt

Als ITler hast du großartige Chancen auf hohe Einstiegs­gehälter. Grund dafür ist beispielsweise der Fachkräfte­mangel. Unternehmen müssen mit Benefits und guter ­Bezahlung locken, um im War for Talents die Besten für sich gewinnen zu können. Ein Teamleiter im Bereich ­Connected Cars kann mit einem Jahresbruttogehalt von 50.000 Euro rechnen. 10.000 Euro mehr bekommst du als Car-IT-­Security-Architekt. Das absolute Spitzengehalt eines Car-IT-Spezialisten liegt bei 90.000 Euro. Prinzipiell varriert die Bezahlung je nach ­Abschluss, Berufserfahrung und Zusatzkompetenzen wie etwa Programmier-Skills.

 

 

6. Voll und ganz connected

›Connected Car‹-Lösungen finden in vielen Bereichen ihren ­Einsatz. Sie sollen Sicherheit gewährleisten, dafür werden ­automatisierte Notruf-, Spurhaltesysteme und Notbrems­assistenten entwickelt. Außerdem sorgen sie für Unter­haltung an Bord: Musik- und Videostreaming, Zugang zu sozialen Netzwerken und Smartphone-Integration macht's möglich. Um genauer zu navigieren werden Echtzeit-­Verkehrsinformationen und Routenplanungen bereitgestellt. Auch die Parkplatz­suche übernimmt das Auto selbst. Dank Anzeige der Kraftstoffpreise in der ­Umgebung, können Autofahrer günstiger tanken und Online-Nachrichten­dienste informieren sie über aktuelle ­Ereignisse. Das Auto ist also ­Sicherheitsassistent, Animateur, Navigator und Nachrichtensprecher in einem.

 

 

7. Vorwärts Richtung Zukunft

In der Digitalisierung gibt es keine Stagnation. Solange das so ist, wird sich auch die Car-IT weiterentwickeln. Denn neue Technologien laden zu vielerlei Spielereien ein, die das ­Autofahren künftig weiter erleichtern, sicherer und angenehmer machen. »Ich bin mir sicher, dass gut bedienbare, ­zuverlässige Anwendungen im Auto in Zukunft eine wesentlich größere Rolle für die Kaufentscheidung eines ­Kunden spielen werden. Mit der Entwicklung von Anwendungen für das Auto, ­Bereitstellung der Infrastruktur für den ­Betrieb dieser Anwendungen sowie Funktionsentwicklung im Fahrzeugbackend gibt es zahlreiche spannende ­Themen und Entwicklungsmöglichkeiten in ­verschiedenste fachliche ­Richtungen«, so Anett Hübner, Cloud Architektin bei Volkswagen.

 

 

8. Smarte Straßen

Venetzte Fahrzeuge, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten, gibt es bereits. Doch was sich seit ihrer Geburtsstunde nicht sonderlich weiterentwickelt hat, sind die Straßen. Klar, sie wurden mit Schildern und teilweise Sensoren ­ausgestattet, sind ­breiter geworden und haben vielleicht ­einen ausgereifteren Belag bekommen. Aber das Grundprinzip ist gleich geblieben. So haben es sich einige Tüftler zur Aufgabe gemacht, diesen Dauerzustand zu ändern. Das Unternehmen Arup aus London möchte beispielsweise folgende Idee umsetzen: Je nach Situation soll die Nutzung der Straßen­ränder neu strukturiert werden: Einzelne Abschnitte sollen zur Mittagszeit als ­Spazierweg dienen, zur Rushhour dann als Fahrradweg und nachts als Be- und Entladezone für Lkw fungieren.

 

 

9. Übernimm Projektverantwortung

Die Car-IT ist ein riesiges Feld – es gibt also jede Menge einzelne ­Baustellen, an denen zeitgleich gearbeitet und entwickelt werden muss. Für dich heißt das, dass du sehr früh eigene Projekte über­tragen bekommst und Verantwortung übernimmst. Sebastian Weinecke, Entwickler bei Valtech Mobilty, erinnert sich: »Zur Authentifizierung und Autorisierung der Fahrzeuge wurde früher immer ein Lightweight Directory Access Protocol verwendet, welches dann durch eine Datenbank ersetzt wurde. Im Laufe dieses Projekts bekam ich immer mehr Verantwortung und am Ende ging alles ohne größere Probleme live. Spannend war dabei natürlich auch, dass es das erste Projekt war, das ich betreut habe.«


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