Mann am Steuer
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Karriere im Bereich Connected Cars

Hier erfährst du, welche Connectivity-Funktionen es schon gibt, welche kommen werden und worin die Heraus­forderungen bestehen

Connectivity-Funktionen im Überblick

Sicherheit geht vor

Das Notrufsystem eCall ist seit April Pflicht für Neuwagen und kann im Zweifel Leben retten. Das System alarmiere bei einem Unfall automatisch die Rettungsdienste und lotse sie zur Unfallstelle, so Dr. Helmut Meitner, verantwortlich für Digital Transformation bei Dräxlmaier.

Sajjad Khan von Daimler beschreibt die Car to X-Kommunikation: Mit diesem Service warnen Autos, die Glatteis oder ein liegengebliebenes Auto bemerken, andere Fahrzeuge im relevanten Umkreis. Das bringt zusätzliche Sicherheit.

Ein optimal vernetztes Auto trage Michael Crusius, Pressesprecher Technologie und Innovationen bei Audi, zufolge mit seinen Sensordaten in wenigen Jahren zum Aufbau einer HD Live Map bei. Das sei ein Echtzeitabbild des aktuellen Verkehrsgeschehens inklusive aller temporären Einflüsse wie wetterbedingte Störungen, lokale Hindernisse oder eine intelligente ­Verkehrsflussprognose. Ein Ziel sei das unfallvermeidende Fahrzeug.

Komfort is King

»Durch die Verbindung von Connected Cars mit anderen Mobilitätsangeboten wie dem öffentlichen Personennahverkehr, Car und Bike Sharing, der Bahn oder dem Flugzeug werden intermodale Routenplanungen sogar während der Reise möglich«, prophezeit Dr. Helmut Meitner von ­Dräxlmaier. So könne das Auto während der Fahrt das Verkehrsaufkommen auswerten und die Ankunftszeit berechnen, einen geeigneten Park&Ride-Parkplatz ermitteln und online ein Ticket für die U-Bahn kaufen.

Durch eine App bietet Mercedes seinen Kunden bereits jetzt die Möglichkeit, jederzeit zu prüfen, ob ihr Fahrzeug abgeschlossen ist, wie voll der Tank noch ist oder auch einfach nur nachzusehen,, wo genau ihr Fahrzeug geparkt ist, wenn sie es nicht mehr finden.

»Wir sehen den automatisiert fahrenden Audi von morgen als ­effizienten Arbeitsplatz, als Ort der Entspannung, als Erlebniswelt mit attraktivem Unterhaltungswert und unbegrenzten Informationskanälen«, verrät ­Michael Crusius von Audi.

Gefragte Talente für aktuelle Herausforderungen

Moderne Arbeitsmethoden weltweit

»Generell benötigen wir die richtigen IT-Talente«, betont Sajjad Khan, Vice President Vehicle & Mobility bei Daimler. Das Unternehmen arbeite mit den aktuellsten Arbeitsmethoden wie Scrum und Schwarmorganisationen und sei natürlich weltweit vertreten, in den USA genauso wie in Indien, China oder Tel Aviv. Dabei müsse Daimler innovativ und agil sein, und trotzdem sichere Produkte entwickeln, die neben den gesetzlichen Anforderungen auch die eigenen hohen Standards erfüllen.

Maschinelles Lernen

Das maschinelle Lernen sei Michael Crusius von Audi zufolge ein wichtiges Thema. Mit Hilfe von intelligenten Algorithmen kann sich ein Automobil in seiner komplexen Umwelt vollständig orientieren und auf sich verändernde Gegebenheiten reagieren. Im Rahmen der Herausforderung, eine Vielzahl von Funktionen in eine übergreifende Softwarearchitektur zu integrieren, schafft Audi neue Berufsschwerpunkte wie zum Beispiel Cloud-Architekten, Daten-Analytiker oder Deep-Learning-Spezialisten.

Was ITler für den Connectivity-Job mitbringen sollten

»Neben sehr guten Programmierkenntnissen, Pioniergeist und analytischem Denken muss die Fähigkeit vorhanden sein, in unterschiedlichsten Teams und an internationalen Orten arbeiten zu können«, unterstreicht Khan von Daimler. Des Weiteren müssten Mitarbeiter die Bereitschaft ­haben, ständig neu dazu lernen zu wollen und neugierig zu bleiben.

Im aktuellen Entwicklungsumfeld sind Dr. Meitner von Dräxlmaier zufolge insbesondere IT-Absolventen gesucht, die Kenntnisse mit dem Einsatz und der Programmierung verteilter Systeme mitbringen. Anwendungen im Bereich der Cloud-Technologien und des Internet of Things fordern das agile und interdisziplinäre Arbeiten mit hoher fachlicher Flexibilität und ingenieurstypische Neugier.

Einsteiger, die sich für Aufgaben im Bereich Audi connect interessieren, sollten möglichst erste Kenntnisse im Bereich Automotive / Embedded Security, Software Engineering, Robotik, Fahrzeugtechnik, Funktionsentwicklung oder neue Fahrzeugarchitektur mitbringen. »Außerdem sollten sie schon während ihres Studiums Soft Skills trainieren wie Teamwork, Flexibilität und einen internationalen Blick auf die Welt,« empfiehlt Antje Maas, Leiterin internationales Personalmarketing bei Audi.


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