Gamedesign - Beruf mit Zukunft

Ohne Gamedesigner wäre deine virtuelle Welt trister, langweiliger und einfach zu einfach.

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Charles Greensight ist jung, dynamisch, will etwas verändern, steht für Innovation und Fortschritt und achtet zugleich darauf, dass sich das alles mit der Umwelt verträgt. Und in den Augen von Thorsten Unger, Betriebswirt, Geschäftsführer und Mitbegründer von Zone 2 Connect, einem Anbieter von Lernsimulationen und virtuellen Welten, der perfekte Bewerber. Wer als Gamedesigner in seinem Unternehmen einsteigen möchte, muss nicht unbedingt Informatiker, Soziologe oder eben fachspezifischer Gamedesigner sein.

Auch für Quereinsteiger gibt es durchaus Möglichkeiten. »Wir sind der Auffassung, dass berufliche Fähigkeiten nicht unbedingt durch ein universitäres Diplom dokumentiert sein müssen. Gerade in kreativen Berufen besteht durchaus die Gelegenheit, sich im privaten Umfeld Fähigkeiten anzueignen, welche für uns als Unternehmen von Wert sind«, erklärt der 39-Jährige.

Wer für eine Sache brennt, der eignet sich auch schnell Dinge an

Es ist wohl diese Leidenschaft, die viele Gamedesigner vereint. Gamedesign bedeutet nicht nur die theoretische Konzeption von virtuellen Spielwelten, Regeln und Charakteren im Rahmen einer Computerspiel-Entwicklung: »Gamedesign ist das zentrale Element in Spielen, das alle Teile beeinflusst und sich mit allen Aspekten des Spiels beschäftigt. Unabhängig von der verwendeten Technik, Plattform und Genre lassen sich mit dem richtigen Gamedesign tolle Dinge entwickeln«, beschreibt Jannis Goossens, Projektleiter und Gamedesigner bei Zone 2 Connect.

Momentan arbeitet der 28-Jährige an einem browserorientierten Facebook-Aufbauspiel, das dem Spieler innovative urbane Mobilitätskonzepte näher bringt, während er versucht, aus einem kleinen Dorf eine Touristen-Metropole zu erschaffen, die gleichzeitig attraktiv und umweltschonend ist. Allgemein bauen die Gamedesigner bei Zone 2 Connect Spiele und Plattformen für große Unternehmen, die Gaming nicht vordergründig zur reinen Unterhaltung nutzen. diese sogenannten ›Serious Games‹ werden als Vertriebstraining oder zur Verdeutlichung von Zusammenhängen eingesetzt. Demzufolge muss, da die Spiele im Auftrag von Kunden entwickelt werden, zuerst eine Anforderungsanalyse gemacht werden, auf die ein Grobkonzept folgt, das die Spielidee, Lerninhalte oder Informationen konkretisiert. Sobald die Machbarkeitsprüfung in Abstimmung mit den eigentlichen Entwicklern erfolgt ist, kann die Umsetzung beginnen. »Grundlegend ist dabei, dass alle Elemente des Spiels so zusammengefügt werden, dass auf der gegebenen technischen Basis ein spannendes Spiel entsteht und der Spieler Spaß dabei hat. Am wichtigsten ist aber der Aspekt der Machbarkeit«, sagt Goossens. Und dass die Gamedesigner in einer sich stets verändernden Welt und Weiterentwicklung den Anschluss nicht verlieren.

»Digitale Spiele sind heute fester Bestandteil des Lebens geworden, deshalb ist Gamedesign ein Berufsfeld mit Zukunft. Man muss nur offen und unvoreingenommen sein sowie ein wenig querdenken können«, betont Unger.

Aber zurück zu Charles. Er lebt zwar in seiner eigenen Welt – einer virtuellen namens ›Greensight City‹ – aber er hat bestimmt nichts dagegen, wenn sich manche von ihm a little Bit abschneiden möchten.


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