"Ich hätte nicht geglaubt, dass das klappt"

Vom Banker zum Game Producer. Die Geschichte einer spannenden Reise.

Eigentlich war alles klar: Schule, Ausbildung zum Sparkassenangestellten, Übernahme einer kleinen Filiale, dann Aufstieg, verlieben, heiraten, Kinder, Haus und gut ist. Überschaubar, stetig und absehbar.

Für Ralf Kessler war das irgendwann keine Option mehr. “Es wurde mir zu eng, und die Menschen in meiner Umgebung, auf ihre Art freundlich, aber zu begrenzt in ihrem Denken und Handeln.” Zumal sich das Bankwesen in den letzten Jahren verändert hat, wie viele andere Branchen auch.

Nach einiger Suche hat er eine Ausbildung gefunden. An der Games Academy in Berlin studierte Ralf “Game Production”, als ehemaliger Banker hatte er gute ökonomische Grundkenntnisse, erfüllte mit einem Abschluss und einem Lebensalter von 23 Jahren auch die formalen Voraussetzungen.

Jetzt arbeitet er bei dem renommierten Entwickler Daedalic in Hamburg als Producer. “Ein irrer Laden, alles Enthusiasten, eigentümergeführt und sicher erfolgreich. Das genau habe ich gesucht.” Den Job hatte er schon während der Ausbildung, direkt nach der letzten Prüfung ging es los in die Hansestadt.

„Life Changer“ heißen die Menschen, die plötzlich alles hinschmeißen und sich beruflich, manchmal auch privat verändern und sich auf neue Wege machen. Die Gründe sind unterschiedlich und oft persönlich. Fachleute vermuten, dass auch die immer krassere Berufswirklichkeit mancher Branchen die Menschen in Scharen aus ihren erlernten Berufen treiben.

Die Games Branche ist für viele ein Traumjob, verheißt sie doch das Arbeiten in Teams und kreatives “immer-neu-erfinden”, statt jeden Tag das stupide einerlei. Ralf meint aber dazu auch: “Games entwickeln ist anspruchsvoll. Wer da mithalten will, muss schon was auf dem Kasten haben”.

Auf alle Fälle ist seine Geschichte, wie auch von vielen Absolventen der Games Academy, gut ausgegangen. Vom Banker zum Game Producer.

Text: Pete Sebek


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