Karriere als Softwareentwickler

Softwareentwickler sind menschenscheu? Von wegen! Entgegen aller Vorurteile spielt sich Softwareentwicklung schon lange nicht mehr in fensterlosen Kellern ab. Social Skills sind gefragt! Karrierechancen für Berufseinsteiger gibt es wie Sand am Meer. Wie zeigen dir in unserem Branchencheck, wo deine berufliche Laufbahn starten kann.

Nahaufnahme Männerhände auf MacBook Tastatur

Gute Web- und Softwareentwickler findet man heutzutage im Kühlschrank, im Kinderzimmer, im Navigationsgerät, im Router und vor allem bei Google. Gute Web- und Softwareentwickler findet man da, wo sie hingehören: in unmittelbarer Nähe des Internets.

Einer von ihnen ist Tom Winkler. Der 27-Jährige hat in seinem jungen Alter schon eine durchaus steile Karriere beim Navigationsgerätehersteller TomTom hingelegt. Alles begann mit einem Pflichtpraktikum im Zuge seines Informatikstudiums mit Ausrichtung Telekommunikation an der Hochschule für Telekommunikation in Leipzig: »Ich habe damals an der Hochschule in Leipzig einen Aushang gesehen und habe mein Praxissemester bei TomTom absolviert. Danach hat man mir angeboten als Werkstudent weiterzumachen und das Angebot habe ich begeistert angenommen.«

Denn Tom war gleich vom ersten Tag an mittendrin: »Am Anfang hatte ich die Auswahl zwischen verschiedenen Themengebieten. Ich habe mich für das Thema Framework zur automatischen Generierung von Software entschieden. Das Gute an diesem Thema war, das damals zu gegebenem Zeitpunkt ein reales Problem in diesem Bereich bestand, das es zu lösen galt. Das heißt, ich habe in einer abstrakten Sprache die Software spezifiziert, die am Ende herauskommen sollte und analysiert, wie diese zusammenspielt. In meinem speziellen Fall ging es darum, Werkzeuge und Tools in der Software zu evaluieren und herauszufinden, mit welchem Werkzeug man die besten Ergebnisse erzielt. Das eine Framework hieß OperaArchitectureWare und das andere AndroMDA.«

Problemlösung: ein wichtiger Teil von Softwareentwicklung

Problemlösung spielt in Toms Berufsalltag eine wichtige Rolle, denn »der Teil, der mir am meisten Freude bereitet an meinem Beruf, ist die Problemlösung. Wenn ich vor einem konkreten Problem stehe und ich dieses löse«, dann ist das für ihn ein wichtiges Erfolgserlebnis. Daneben besitzt er eine Art Vaterstolz, wenn er in einen Mediamarkt oder zu Saturn gehen kann und sich vom Verkäufer erklären lässt, ob sein selbstentwickeltes Navigationsgerät etwas taugt.


Und was macht Tom heute? »Ich wurde 2008 festangestellt als Softwareentwickler und bin dann zwei Jahre in Leipzig geblieben. Heute bin ich in der Dependance in Berlin. Diesen Wechsel hat mir die Firma damals ermöglicht, da meine Frau hier eine bessere Anstellung gefunden hat. Das ist in meinen Augen einer der Vorteile von TomTom, da es ein weltweit aufgestelltes Unternehmen ist und einem eben solche Türen offen stehen«, erzählt er. »In meinem kleinen Team in Berlin dreht sich alles um das Thema Routing für Geschäftsfahrzeuge. Damit sind kleine Lieferfahrzeuge für Brötchen oder dergleichen gemeint. Für diese Fahrzeuge gilt beispielsweise in Amerika auf und an gewissen Straßen und Orten ein Fahrverbot. Der Hooverdamm kann hier als ein Beispiel genannt werden. Für unsere Geschäftskunden entwickeln wir deshalb Systeme, die diese Fahrverbotszonen kennen.« Er fügt hinzu: »Dieses Projekt haben wir soeben flächendeckend für Amerika beendet.«

Ebenfalls wichtig ist es für Tom, mit einem bestehenden Vorurteil, das an Universitäten kursiert, aufzuräumen:

»An meiner Hochschule galt Softwareentwicklung immer ein bisschen als das Nerdfach und als langweilig, weil es das Klischee gibt, dass es ein ›stupides-vor-der-Tastatur-sitzen-und-Buchstaben-aneinanderreihen‹ sei. Dieses Bild hat sich für mich überhaupt nicht bestätigt. Es geht nicht hauptsächlich um das Coden, sondern um das Lösen von echten Problemen.«


Genauso glücklich mit seiner Stelle wie Tom ist auch Martin Walter: »Ich bin bei AVM Berlin als Softwareentwickler im Bereich der Betriebssystemintegration tätig. Hier kümmere ich mich vor allem um die Pflege von WLAN sowie das Testen und die Neuentwicklung von Systemkomponenten.« Während seines Informatikstudiums an der TU Berlin konnte er die hierfür notwendigen theoretischen und praktischen Erfahrungen vor allem im Bereich der Betriebssysteme und in technisch-naturwissenschaftlichen Anwendungen sammeln.

Gute Einstiegschancen für Software- und Webentwickler

Das Unternehmen war Martin schon lange ein Begriff: »AVM lernte ich bereits vor meinem Studium kennen, als ich die Digitalisierung des Telefonnetzes sowie die Entstehung des Internets mit Interesse beobachtete und mit der FRITZ!Card in Berührung kam.« Ersten persönlichen Kontakt hatte er dann am Ende seines Studiums auf der bonding-Firmenkontaktmesse, wo sich AVM als erfolgreiches junges Unternehmen mit angenehmen Arbeitsbedingungen präsentierte. »Heute möchte ich die tolle Betriebsatmosphäre und flexiblen Arbeitsbedingungen nicht mehr missen. Die Tätigkeiten sind abwechslungsreich und herausfordernd, und es macht Spaß, zusammen mit den Kollegen an neuen, innovativen Produkten zu arbeiten.«

»Die Einstiegschancen für Software- und Webentwickler stehen derzeit gut für Absolventen, die bereits während des Studiums Erfahrungen im Umgang mit am Markt aktuell nachgefragten Entwicklungswerkzeugen und -umgebungen sammeln konnten, wie zum Beispiel PHPEclipse und DotNet in der Frontendentwicklung«, erzählt Jan Trouvain, Leiter im Bereich Marketing und Kommunikation bei der Amadeus Fire AG. »Als Personaldienstleister bezieht sich der Großteil unserer Stellenangebote natürlich auf die temporären oder dauerhaften Vakanzen bei unseren Kunden-Unternehmen. Wir erhalten monatlich zahlreiche Anfragen unserer Kunden, die Entwickler suchen. Aktuell haben wir circa 500 IT-Positionen ausgeschrieben, darunter über 100 Stellenangebote bundesweit im Bereich Software- und Webentwicklung.«


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